Reaktionstürmc.
1035
mm.Mk.
Reagierglasgestelle aus Holz, nur aus Stäben bestehend:
mit......12 18 24 36 Stäben.
Stück.....0,75 1,00 1,40 1,80 Mk.
Reagierglasgestelle von Blech zum Zusammenlegen:
Für ...... 6 12 Reagiergläser.
Stück .....1,35 1,60 Mk.
Reagierglasgestelle von Messingblech, für 10 Reagiergläser, für
Gläser jeder beliebigen Länge und Weite verwendbar, sehr stabil . . Mk. 1,50Reagierglasgestelle von Metall, runde Form für 40 Gläser ... „ 12,50Reagierglasbürsten ..................Stück „ 0,25
Reagiergläser:
Georg Schmidt 4 v. d. Eltz, Sehmiedefeld (Kreis Schleusingen).
Reaktionstürme, auch Absorptionstürme und Konden-sationstürme genannt, dienen in der chemischen Industrie zur gegen-seitigen Einwirkung von Oasen und Flüssigkeiten. Dies kann entweder zumZwecke der Trocknung und Reinigung von Gasen sein (z. B. Trocknung vonChlor oder schwefligsauren Gasen bezw. Reinigung von Röstgasen aus Pyriten,von abgesaugten Luftmengen aus den Nitrieranlagen u. s. w.) oder zur Ab-sorption von Säuregasen in Flüssigkeiten, z. B. Salzsäure-, schweflige Säure-,Salpetersäure-Gase im Wasser, namentlich auch zur Regeneration von Salpeter-säuregasen, herstammend aus dem Nitrier- und Oxydationsprozess.
Alle für Säure dienenden Türme sind aus Ton und bestehen im wesent-lichen aus dem Turm selbst und seiner Füllung. Prinzipiell ist der Turm immerso konstruiert, dass auf einem geschlossenen Unterteil (mit Gaseintritts-stutzen und Hahn zum Ablauf der Säure versehen) mehrere Zylinder aufgesetztsind, deren letzter oben einen Gasaustrittsstutzen erhält, während das Ganzemit einem sogenannten Fächerdeckel verschlossen ist. Dieser letztere istmit kleinen Röhrchen zum Einlaufen der Flüssigkeit an verschiedenen Stellenversehen und so eingerichtet, dass Glöckchen, welche über diese Röhrcheugestülpt sind, einen Wasserverschluss hervorbringen, welcher den Austritt derGase nach aussen verhindert, der Flüssigkeit aber Eintritt gewährt. Überdem Fächerdeckel steht ein Verteiler, welcher von einem zentralen Eintritts-rohr aus die Säure auf 8, 12, 24, 36 oder 48 Überlaufschnauzen verteilt. JedeÜberlaufschnauze speist ein Fach des Fächerdeckels.
Die Füllung kann je nach dem Zweck des Turmes verschieden sein. Diebilligste Füllung ist Koks, wird aber nur da angewendet, wo keine die Koksangreifende Säure (z. B. Salpetersäure) zur Verwendung gelangt. Koks hat denNachteil, dass er sich zersetzt und im Laufe der Zeit ungünstig wirkendeKanäle bildet, die eine gleichmässige Verteilung im Innern des Turmes hindern.
Bei den Füllungen aus hartgebranntem Ton unterscheidet man loseFüllungen und dimensionierte Füllungen. Zu den losen Füllungen ge-hören solche, welche ohne Rücksicht auf die Weite des Turmes beliebig ein-gebaut werden, z. B. Rohrabschnitte mit und ohne innere Scheide-wände (letztere zur Vergrösserung der Absorptionsoberfläche), Kegel, welcheoben eine Schale tragen und unten einen Hohlraum haben zwecks Stossung derGase (besonders bei Reaktions- und Reinigungstürmen angewendet), Voll-kugeln, da angewendet, wo es sich um möglichste Erhaltung der Wärmein einem Turm handelt, Hohlkugeln, bei starkem Zug angewendet und da,wo das Füllmaterial möglichst leicht sein soll, Schalen, mit Ausschnittenversehen, um die Flüssigkeit an 3 bis 6 Stellen gleichzeitig in die nächst tiefereübertreten zu lassen.
Zu den dimensionierten Füllmateriahen gehören die Platten der so-genannten Plattentürme (System Lunge-Rohrmann), welche mit einemausserordentlich feinen Netzwerk von Rippen und Leisten versehen sind undsehr zahlreiche Löcher tragen, durch welche die Flüssigkeit und das Gas durch-treten müssen, um so abwechselnd in äusserst feine Strahlen gespalten unddann zwischen den Platten immer wieder vermengt zu werden, ferner dieK y p k e sehen S te r n p 1 a 11 e n. Das sind schräg gestellte, mit Becken undKanälchen sowie Rippen versehene Platten, zwischen denen die Gase hinauf-streichen und welche die Säure, im weitverzweigten Zickzackwege an den