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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Pyrophore Legierungen — Pyroxylin.

Phtaleine, bei denen durch weitere Anhydridbildung zwischen den beiden ein-

geführten Phenolmolekülen der Ring N II

entstehen kann. So z. B.:

CeftCOH)/>0

CaH 4 <Cg >0 + 2CeH i <gH= CeH 4<c C o >g« H3 (° H )

Phtalsäureanhydrid Resorzin Fluoreszein.

Auch das Fluoreszein (Resorzinphtalein) selbst ist noch kein Farbstoff,sondern nur seine Salze und Ester. Grössere Wichtigkeit haben die E o s i n e ,welche durch Eintritt von Halogenatomen oder Nitrogruppen in die Resorzin-Reste des Fluoreszeins zustande kommen; so entsteht das unter dem Namen

CoHBrs. OK

/ >°

E o s i n bekannte Alkalisalz des Tetrabromfluoreszeins C^™C«HBr2. OK

X C 6 H 4 . CO . O

durch Bromieren des Fluoreszeins. _____________1

Kondensiert man statt Resorzin m-Amidophenol und seine Alkylderivatemit Phtalsäureanhydrid, so gelangt man zu den Rhodaminen. Man kanndiese auch durch Behandeln von Fluoreszeinchlorid mit NH 3 bezw. Dialkyl-amin erhalten, z. B. entsteht Rhodamin B (Chlorhydrat des Diäthylmetamido-phenolphtaleins) aus Fluoreszeinchlorid und Diäthylamin nach der Gleichung:

CeH4<^QQl>0

CeH3<^Q

CeH3<^Q

GeHs^H*)

0

+ 2NH(C 2 H 5 ) 2 = CeH4< C o>0

CoHs< N(C2H6)3

+ 2 HCl.

Die Pyronine endlich entstehen aus m-Amidophenolen mit Methylen-chlorid oder Methylenbromid, Azetaldehyd, Paraldehyd, Ameisensäure und

/CoHa.NRüFormaldehyd. Sie entsprechen der gemeinsamen Formel: CH<C >0

^C»H 8 :NR 8 .ClWährend also die Eosine und Rhodamine zu den T r i p h e n y 1 methanfarb-stoffen zu zählen sind, derivieren die Pyronine von dem D i p h e n y 1 methan.

Pyrophore Legierungren, von Auer von Welsbach erfundene Legie-rungen aus 70 % seltener Erdmetalle (besonders Cer) mit 30 % Fe oderdiesem nahestehenden Metallen (Co, Ni, Mn). Sie geben durch Ritzen,Schlag oder Stoss intensive Funkengarben und dienen besonders für Leucht-und Zündzwecke, z. B. für Feuerzeuge.

Patentschutz erhalten haben eigentlich nur spezielle Fabrikationsver-fahren u. s. w. Hierhergehörige Patente sind: D. R. P. 231595, 237 173,237 683, 238 128, Amer. Pat. 976 760 sowie Engl. Pat. 15 507 von 1910.

Das D. R. P. 254 512 schützt die Verwendung von Cer-Silizium zu pyro-phoren Massen.

Pyroschwefelsäure (Dischwefelsäure) siehe „Schwefelsäure,rauchend e".

Pyrotechnik siehe „Feuerwerkere i".

Pyrothen. Ein in flüssiger und fester Form dargestelltes Desinfek-tionsmittel aus Kresol und Schwefelsäure, die feste Form ausserdem mit ver-schiedenen Mineralstoffen.

Pyroxylin siehe „SchiessbaumwoJl e".