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Improl
Indigofarbstoffe.
Improl, ein Imprägnierungsmittel zum Wasserdichtmachen von Faser-stoffen. Hiernach werden die zur Imprägnierung gebräuchlichen Stoffe mitHilfe von fettsauren Ammoniumverbindungen in eine mit H 2 0 emulgierbareForm gebracht und in wässeriger Emulsion zum Imprägnieren verwendet.Improl dient auch zu Appreturzwecken, und endlich können die Improle aisZusätze beim Färben verwendet werden, um Stoffe gleichzeitig zu färben undwasserdicht zu machen.
Ferner kommt ein Improl für Fussböden in den Handel, näm-lich eine weiche salbenartige Masse, welche die zum Bohnen erforderlichenMaterialien in einer mit H 2 Ö emulgierbaren Form enthält.
Improl:
Chemische Fabrik Flörsheim Dr. H. Noerdlinger, Flörsheim-Untermain.
Indamine. Klasse von Teerfarbstoffen, die zu den Chinonimid-f a r b s t o f f e n (s. d.) gerechnet werden. Der einfachste Repräsentant dieserFarbstoffe ist das „I n d a m i n" NH 5 . C 6 H 4 . N : C 0 H 4 : NH, das durch Oxy-dation eines Gemenges gleicher Moleküle p-Phenylendiamin und Anilin ent-steht. Es bildet schwarzgraue bis grünlichblaue, in Wasser lösliche Salze,welche mit Tannin und Brechweinstein gebeizte Baumwolle violett färben.
Indanthren. Unter diesem Namen kommen blaue Teerfarbstoffe in denHandel, die als Küpenfarbstoffe verwendet werden und den Indigo an Echtheitübertreffen, überhaupt zu den allerechtesten, bisher bekannten Farbstoffengehören. Man stellt diese Farbstoffe dar nach den D. R. P. 129 845 und135 407, indem man /?-Amidoanthrachinon mit Alkali bei 200—300° verschmilztund die Schmelze unter Luftzutritt in H 2 0 löst. Der erhaltene blaue Farbstoffist unlöslich in H 2 0, löst sich aber in Alkalien bei Gegenwart von Reduktions-mitteln zu einer blauen Küpe auf.
Zu derselben Familie gehören auch: das gelbe Flavanthren, dasgraue Melanthren und das tiefdunkelblaue Cyananthren.
Indigo. Der schon im Altertum bekannte Farbstoff verschiedener, inIndien, China und auf Java gebauter Indigofera-Arten; in Europa enthalten nurder Färberknöterich Polygonum tinctorium und der Waid Isatistinctoria Indigo. Der Farbstoff findet sich in den Pflanzen als Glykosid undwird daraus durch Gärung abgeschieden. Bei der Gärung entsteht (durchReduktionswirkung seitens der gleichzeitig entwickelten C0 2 ) eine gelbe Flüs-sigkeit, die durch Schlagen mit Rudern und Schaufeln mit Luft gemischt wird;hierbei entsteht der Indigo wieder durch Oxydation und fällt in blauen Flockenaus. Der abgeschiedene Farbstoffbrei wird an mehreren Tagen zum Kochenerhitzt und schliesslich durch langsames Pressen möglichst von Wasser be-freit. Er bildet eine dunkelblaue bis purpurviolette, leicht zerreibliche Masse,die beim Zerdrücken einen kupferroten Metallglanz zeigt,. Eine Verbesserungder Indigogewinnung bezweckt das Franz. Pat.323 036; hiernach soll man dieIndigopflanzen mit Tannin mazerieren, wobei nur das reine Indigoblau als un-lösliche Verbindung ausfällt, während alle Verunreinigungen gelöst bleiben.
Der wirksame und wertvolle Farbstoff des Indigos ist das Indigo-b I a u. Weiteres hierüber, über die synthetisch dargestellten Indigofarbstoffeund über die Art der Indigofärberei siehe die Artikel „Indigofarb-stoffe" und „Küpen und Küpenfarbstoff e".
Indigo:
C. E. Roeper, Hamburg VIII.
Indigofarbstoffe. Über den natürlichen Farbstoff siehe „Indigo";hier handelt es sich nur um die synthetisch dargestellten Farbstoffe.
PO
Als Chromophor dieser Farbstoff klasse gilt die Atomgruppe R^NH-^"^'
dieselbe ist in dem I n d i g o b 1 a u zweimal vorhanden. Die Konstitutiondes Indigoblaus, des Hauptrepräsentanten dieser Farbstoffklasse, ist folgende:
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C 6 Hi< NH >>C~
~^ < Cjai_i^>CoH4.