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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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263
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Chromammonit — Chrombeizen. 263

Chrom-Erz:

Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.

Chroruainnionit siehe „Sicherheitssprengstoff e".

Chrombeizen. Zahlreiche Verbindungen des Chroms dienen als Beizen,d. h. zur Befestigung von Farbstoffen auf der Faser. Teils sind es Salze desChromoxyds, teils solche der Chromsäure, welche als Beizen Verwendungfinden; doch wirken die letzteren in dieser Richtung erst dann, wenn sie zubasischen Chromoxydsalzen oder zu Chromoxyd selbst reduziert sind.

1. Chromazetat (essigsaures Chromoxyd). Als Lösung durch .Mischen der Lösungen von Chromalatui und Bleiazetat erhalten.

Preise siehe unter „Azetat e".

2. Chromalaun (vgl. auch unter Alaune). Wird bei der Anthra-chinonfabrikation als Nebenprodukt gewonnen. Durch Eintragen von Na 2 CO»oder von gefälltem Cr 2 (OH) 6 in Chromalaunlösuugen erhält man haltbarebasische Salze, die ebenso wie der. Chromalaun selbst als Beizen Anwendungfinden.

Chromalaun, krist. techn...................«/„ kg Mk. 38,00

„ ehem. rein................ »'j 0 n ^ ^),00

3. C h r o m a 1 i n. Unter diesem Namen kommt eine neue Chrombeizein den Handel, die nach dem Franz. Pat. 291 471 durch Reduktion von Chrom-säure mittels Glyzerins oder anderer Fettkörper hergestellt ist. Das Chromalinhält das Chromoxyd so locker gebunden, dass es dasselbe schon beim Ver-dünnen mit H 2 0 abspaltet. Es eignet sich besonders zum Drucken von Chrom-farbstoffen auf Wolle.

4. Chromchlorid. Durch Auflösen von Cr 2 (OH)o in HCl erhält mandas neutrale, durch Auflösen von Cr 2 (OH) 0 in CrCl 3 erhält man das basi-sche Chromchlorid; beide dienen als Baumwollbeizen.

Chromchlorid, techn. flüssig (30° Be)............ °/o kg Mk. 40,00

„ (40° Be)............ 0/o „ „ 50,00

., (50° Be)............ o/o „ „ 60,00

„ fest................. o/o „ „ 88,00

5. Chromchromat (chromsaures Chromoxyd). Durch Auflösung vonCr 2 (OH) G in CrCh erhalten; es wird vor allem zum Klotzen der Baumwollebenutzt.

Chromchromat, flüssig (30° Be)...............°/ 0 kg Mk. 55,00

entwässert..........1 kg Mk. 5,00; °/ 0 „ „ 450,00

6. Chrom fluorid (Fluorchrom). Cr 2 F 8 + 8 H 2 0. Luftbeständiges,dunkelgrünes, in H 2 0 sehr leicht lösliches Pulver, das neuerdings fabrikmässigdargestelt wird und eine gute Beize ist.

Chromfluorid, techn....................»/ 0 kg Mk. 110,00

ehem. rein................. 1 „ „ 8,00

7. Chromförmiat (ameisensaures Chromoxyd). Zur Darstellung be-handelt man nach Engl. Pat. 23 190 von 1911 konz. Chromsulfatlösung miteiner äquivalenten Menge von festem Natriumformiat, wobei Na^SO* ausfällt.Für die Verwendung als Beize braucht letzteres nicht entfernt zu werden.

Chromförmiat, flüss. 15° Be.............°/o kg Mk. 40,00

techn. Pulver.............°/o „ „ 155,00

ehem. rein..............1 „ „ 4,00

8. Chromoxydhydratlösung. Durch kaustische Alkalien ge-fälltes Cr s (OH)o löst sich in einem Überschuss des Fällungsmittels auf, wirdaber beim Eintauchen von Baumwolle (oder andern pflanzlichen Geweben) aufder Faser in feinster Verteilung wieder niedergeschlagen. Für tierische Fasernist, da sie von Alkalien angegriffen werden, diese Beize nicht brauchbar.

Chromoxydhydrat in Teigform...............«/„ kg Mk. 50,00

fest, löslich...............o/ 0 „ „ 145,00