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Bromalbazid — Bromkampfer.
Nach dem D, R. P. 182 298 konzentriert man Br (und J) in den End-laugen, indem man diese der Einwirkung des Stromes aussetzt und hierbeian einer aus konzentrierten Halogensalzlösungen (z. B. konz. Sole) bestehen-den Anodenlösung vorüberfiihrt. Diesen Anodenraum, mit einer Kohlenplatteals Anode, trennt ein Asbesttuch von dem mit Eisenkathoden ausgestattetenKathodenraum, durch den die zu verarbeitende Ausgangslauge hindurch-fliesst. Bei richtiger Badspannung (etwa 3 V.) reichern sich Br und J in derAnodenlösung an (bis auf 30 % Br), die von Zeit zu Zeit weiter verarbeitetwird, indem man das Br direkt auf dem Wasserbade abtreibt und in Ton-schlangen kondensiert.
Der Vorschlag, aus den Laugen das Br durch Behandlung mit Chlor undPhenol als Tribromphenol auszufällen und letzteres dann durch Ver-brennen oder mit Fe + H 2 SO ä zu zersetzen, scheint bisher praktische Erfolgenicht erzielt zu haben.
Schwere schwarzbraune, an der Luft braunrote Dämpfe ausstossendeFlüssigkeit von unangenehm durchdringendem Geruch. Sp. G. (bei 0") 3,1875;Erstarrungspunkt bei — 7,3°; S. P. 63°. 1 T. Br löst sich in 31 T H 2 0 (Brom-wasser). Gesättigtes Bromwasser hat das sp. G. 1,02367. Leichter als inWasser löst es sich in Alkohol, Äther und CS 2 .
Zu Desinfektionszwecken bringt man das Brom in feste Form, indem manes von Kieselgur aufsaugen lässt. Abgesehen von der Desinfektion benutztman es in der Teerfarbenfabrikation, zur Auflösung von Au, als Oxydations-mittel (anstatt Cl) sowie vor allem zur Darstellung von Bromverbindungen.
Brom...............z. Z. °/ 0 kg Mk. 475,00—500,00
Brom:
Kaliwerke Ascherslcben,
Aschersleben.
I Saccharinfabrik A.-G. vorm. Fahlberg, List & Co.,Magdeburg-Südost.
Anlagen und Apparate aus Steinzeug:
Deutsehe Steinzeugwaarenfabrik für Kanalisation und ehem. Industrie, Friedrichsfeld (Baden).
Bromalbazid. Ein Präparat, das bei Einwirkung von Alkalien aufBromeiweiss entsteht. Es enthält 6 %\ Br und wird an Stelle der Bromalkali-salze arzneilich verwendet.
Bromalbazid, Pulver................1 kg Mk. 72,00
Bromalin = Hexamethylentetramiii-Äthylbromid. [(CH 2 ) 0 N 4 ]. C 2 H 5 Br.Durch Einwirkenlassen von Bromäthyl auf Hexamethylentetramin (s. d.) inGegenwart von Alkohol erhalten.
Farbloses, in H 2 0 leicht lösl. Kristallpulver, das als Ersatz der Bromsalzeals nervenberuhigendes Mittel bei Neurasthenie und Epilepsie gegeben wird.
Bromalin „Merck" ...........H Mk. 4,60; 1 kg Mk. 42,00
Bromäthyl siehe „Äthylverbind unge n".
Bromindigo siehe „Indigofarbstoff e".
Bromipin (Bromfett). Bromadditionsprodukt des Sesamöls.
Gelbliche, rein ölig schmeckende Flüssigkeit von 10 % Br-Gehalt. Manbenutzt es innerlich als nicht reizenden Ersatz der Bromsalze, ausserdemäusserlich zu Einreibungen.
Auch 33% %iges Bromipin kommt in den Handel.
Bromipin „Merck" (10°/oig).............l~kg Mk. 10,00
(33Vs°/oig) ............r„ , 27,50
Bromkampfer(Monobromkampfer; Camphora monobromata). CioHuJBrO.Als empfehlenswert kann folgende Art der Darstellung gelten:
Man löst 300 g Kampfer in 180 g CHC1 3 , versetzt in einer tubuliertenRetorte mit 320 g Brom, lässt die Mischung mehrere Tage kühl stehen, bissie sich in einen Kristallbrei verwandelt hat, verschliesst dann den Tubus der