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Bariumverbindungen.
Bariumnitrat, raffln., krist., für Feuerwerk........ °/o kg Mk. 42,00
„ Pulver „ „ ........ o/o „ „ 43,00
„ ehem. rein, krist............. °/o „ „ 65,00
„ Pulver............ °/o „ „ 70,00
Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.
13. Bariumnitrit (salpetrigsaurer Baryt; Baryum nitrosum).Ba(N0 2 ) 2 + H 2 0. Nach Witt und Ludwig auf folgende Weise erhalten:Man vermengt BaCI 2 und NaN0 2 trocken in molekularer Menge und benutztals Lösungsmittel für das Salzgemisch eine konz. Lösung von NaN0 2 (ebenso-viel,wie vorher trocken verwendet wurde). DieWechselzersetzung vollzieht sichsofort; das gebildete NaCl scheidet sich als grobes Kristallmehl ab, von demdie heisse Lauge im Dampftrichter gut abgesaugt wird. Beim Erkalten dieserLauge scheidet sich das Ba(N0 2 ) 2 + H 2 0 in schönen Kristallen ab. DieMutterlauge, die von den Kristallen abgeschleudert wird und alles über-schüssige NaN0 2 enthält, kann zum Sieden erhitzt und gleich wieder zumLösen einer neuen Menge Salzgemisch verwendet werden.
Bariumnitrit, techn................°/ 0 kg Mk. 250,00
„ dopp. raffln..............in >i 5,00
„ ehem. rein........ .....1 „ „ 27,00
14. Bariumoxalat (oxalsaurer Baryt; Baryum oxalicum). BaC 2 0 4+ H 2 0. Durch Fällen von Bariumsalzlösungen mit Oxalsäure erhalten.
Bariumoxalat, techn...........1 kg Mk. 1,3U; °/o kg Mk. 110,00
„ ehem. rein.............. 1 „ „ 3,25
„ saures............... 1 „ „ 2,90
Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.
15. Bariumoxyde.
a) Bariumoxyd (Baryt; Baryum oxydatum). BaO. Früher wurdees nur durch sehr heftiges Glühen von Ba(N0 3 ) 2 oder von Ba(OH) 2 gewonnen,doch sind neuerdings verschiedene zweckmässigere Methoden ausfindig ge-macht worden:
So hat W. Feld gefunden, dass BaC0 3 entgegen der früheren Annahmegenau wie Kalkstein durch Brennen zersetzt und in BaO übergeführt werdenkann. Bedingung für das Gelingen dieser Umwandlung ist die Verwendungvon H-freiem Brennmaterial, dessen Verbrennungsgase also kein H 2 0 ent-halten, weil sonst Ba(OH) 2 gebildet wird. Das D. R. P. 149 803 schützt eineAnordnung dieses Verfahrens, wonach das Brenngut in Kapseln von ovalemQuerschnitt erhitzt wird. Man brennt BaC0 3 oder BaS0 4 mit Kohle oder auchMischungen von Kohle mit BaS0 4 und einem Alkalisulfat.
Frank (D. R. P. 135 330) stellt BaO dar durch Reduktion von Barium-salzen (z. B. von BaC0 3 ) mit dem Bariumkarbid BaC 2 , und zwar werden dieMaterialien, in fein gemahlenem Zustande innig gemischt, unter Luftabschlusserhitzt.
Um poröses BaO zu erhalten, erhitzen B r a d 1 e y und Jacobs(D. R. P. 142 051 als Zusatz zu D. R. P. 125 936) Bariumhydroxyd mit Barium-karbid, in molekularem Verhältnis mit Kohlenwasserstoffen gemischt, aufSchmelztemperatur, bis alle Kohlenwasserstoffe entfernt sind. Das so erhal-tene, besonders poröse BaO eignet sich vorzüglich zur Darstellung von Ba0 2 .
Die United Baryum Company of Niagara Falls erzeugtBaO nach dem D. R. P. 111 667 durch Erhitzen von 4 mol. BaSO* (Schwerspat)mit 4 Atomen C (Koks) im elektrischen Ofen, wobei S0 2 entweicht. Man ge-winnt daraus weiter Bariumhydrat.
Bei dem im Artikel „Bariumf arben" unter No. 1 erwähnten Amer.Pat. 737 740 erhält man ebenfalls BaO.
Nach dem D. R. P. 158 950 stellt man BaO aus BaCOs dar, indem manletzteres mit Ba(N0 3 ) 2 und einem Reduktionsmittel (C) mischt und das Ge-misch auf Rotglut erhitzt, wobei die Umsetzung der Gleichung entspricht:BaCOs + Ba(N0 3 ) 2 + 2 C = BaO + 2 N0 2 + 3 CO. Eine Verbesserung dieserMethode bringt das Zusatz-D. R. P. 200 987. Auch das Engl. Pat. 4217 von1904 bezweckte schon eine Erweiterung desselben Verfahrens, und zwar lässt