Zincuin sulfurosum.
Girondin von Jos. Meyer in New-York, ein Desinfektionsmittel. .Eine hellbrauneFlüssigkeit von 1,25 spec. Gew. mit 29,7 Proc. festen Bestandteilen, worunter 25 Proc.Zinkvitriol und 1,4 Proe. Kupfervitriol. (Endemahn, Analyt.)
Injection von Dr. R. Richard. Zinci sulfurici 0,25, Aq. destillat. 240,0, Tinot. Opiioroc. 0,5. (2,5 Mark.) (Haoer, Analyt.)
Injection refraichissante von Chable. Krystall. Zinksulfat, Bleiaoetat je 1,0,destillirtes Wasser 200,0.
Muceline ist eine in der "Wollenmanufaktur gebrauchte Mischung aus 10,0 g Zink-sulfat, 9 kg Oelsäure, 9 kg Kaliseife, 5 kg Glycerin und 25 Liter "Wasser. Hier ist dasZinksulfat nur Konservationsmittel.
Konservirnngsmittel für Leichname. Poudre pour la conservation descadavres (Gall.). Rp. Acidi carbolici, Spiritus, Olei Thymi ää 200,0, Zinci sulfurici crudi2000,0, Serraginis Ligni (Sägespähne) 10000,0.
Korestol. Solutio Korestoli. Ist eine wässerige Lösung von'formamidsulfosauremZink, jodphenolsulfosaurem Zink, Jodverbindungen ungesättigter Kohlenwasserstoffe sowieungesättigter gasförmiger Kohlenwasserstoffe (?). Wird als Antigonorrhoicum angewendet.
Zincum sulfurosum.
f Zincum sulfurosum. Zinksulflt. Schwefligsaures Zink. Sulfite de zinc.Zinci Sulfis ZnSO, j 2H a O. Mol. Gew. -= 181.
Darstellung. Man löst einerseits 287 g kryst. Zinksulfat, anderseits 252 Tu.Natriumsulfit (Na^SO;, -j- 7 H s O) in Wasser zu je 1 Liter und mischt beide Lösungen inder Kälte. Nach Verlauf von 20—30 Minuten fällt ein Niederschlag von Zinksulflt aus.Man sammelt denselben, saugt die Mutterlauge ab, wäscht mit kleinen Mengen kaltemWasser nach, bis im Filtrat Schwefelsäure nicht mehr nachweisbar ist, und trocknet beiniedriger Temperatur. — Bei der Darstellung ist jede Erwärmung zu vermeiden, da sonstbasische Zinksulfite von wechselnder Zusammensetzung gebildet werden.
Eigenschaften. Weisses, krystallinisches Pulver, welches erst in etwa 600 Th.Wasser löslich ist. Beim Kochen mit Wasser wird schweflige Säure verflüchtigt unterBildung des basischen Salzes 2 [ZnSO s ]. 3 Zn(OH) 2 . Zerlegt wird es ferner durch Mineral-sauren unter Entweichen von Schwefeldioxyd und Bildung der Salze der verwendetenSäuren. Durch Alkalien wird es zerlegt unter Bildung von Alkalisulflten.
Prüfung. 1) Die mit Hilfe von Salzsäure oder Salpetersäure bereitete Lösung(1 :20) werde durch Baryumchlorid nur massig getrübt (Zinksulfat). Von Sulfat völligfreie Präparate lassen sich nur schwierig darstellen, da das neutrale Zinksulflt durch fort-gesetztes Auswasehen in basische Salze übergeht (vergl. Seubert, Arch. Pharm. 1891,317 f.). — 2) Zur Bestimmung des Gehaltes an Schwefeldioxyd vertheilt man0,5 g des Zinksulfites in 200—250 com Wasser, setzt zunächst etwas Jodlösung, sodanneinige ecm verdünnter Salzsäure hinzu und titrirt mit Jodlösung aus. 1 ccm der 1 / 10 -Normaljodlösung zeigt 0,0032 g S0 2 an. — Zur Feststellung des Gehaltes anZinkoxyd löst man etwa 0,4 g des Zinksulfits in einer Porcellanschale in salzsäure-haltigem Wasser auf, fällt in der Hitze mit Natriumkarbonat und wägt das ausgewascheneZinkkarbonat nach dem Glühen als Zinkoxyd ZnO. Vergl. S. 1152.
Aufbewahrung. Vorsichtig. Anwendung. Zinksulfit findet Verwendungzum Imprägniren von Gaze und Verbandstoffen. Es gilt als ein relativ ungiftigesAntisepticum.