Zincum cyanatum. — Zincum ferrocyanatum.
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Holz-Imprägnirungsfliissigkeit. Chlorzink 20,0, Mercurichlorid 1,0, Wasser 979,0.
Löthsalz. Man löst 100 Th. Ammoniumchlorid und 150 Th. Zinkchlorid in 300 Th.siedendem Wasser und lässt krystallisiren.
Löthwasser. Man löst 100 Th. Zinkabfälle in 500 Th. roher Salzsäure, verdünntmit 100 Th. Wasser und fügt 100 Th. Ammoniumchlorid hinzu.
Zincum cyanatum.
ff Zincum Cyanatum Sine Ferro. Zincum cyanatum purum. Zinkcyanid.Cyanure de zinc (Gall.). — Zinci Cyanidum — Cyanzink. — Blausaures Zink. —Zn(CN) 2 oder Zn(Cy) 2 . Mol. Gew. = 117.
Darstellung. Eine flltrirte Lösung von 10 Th. krystall. Zinksulfat in 100 Th.Wasser giesst man unter Umrühren in eine gleichfalls filtrirte Lösung von 5 Th. reinemKaliumcyanid in 50 Th. Wasser. Nach beendigter Fällung säuert man, um etwa mitge-fälltes Zinkkarbonat zu zersetzen, mit Essigsäure an, lässt absetzen, sammelt den Nieder-schlag und wäscht ihn mit warmem Wasser aus, bis das Ablaufende mit Baryumchloridkeine Trübung mehr giebt. Man trocknet alsdann auf porösen Unterlagen bei 50—70°C.Ausbeute ca. 4 Th.
'Eigenschaften. Weisses, amorphes, spec. leichtes, fast geruchloses und geschmack-loses Pulver, unlöslich in Wasser und Weingeist. Von verdünnten organischen Säuren,z. B. Essigsäure, wird es nicht zersetzt, von Mineralsäuren dagegen wird es unter Ent-wickelung von Cyanwasserstoff gelöst. Gelöst wird es ferner von Alkalicyaniden (Kalium-cyanid) unter Bildung von Doppelsalzen. Leicht löslich ist es auch in Ammoniakflüssig-keit (Zincum ferrocyanatum ist darin unlöslich). Beim Glühen hinterlässt es reinesZinkoxyd.
Prüfung. 1) Das Salz sei rein weiss, und in Salzsäure, desgl. in Ammoniak-flüssigkeit klar löslich. — 2) Die verdünnte salzsaure Lösung werde durch Baryumchlorid-lösung nicht verändert (Kaliumsulfat). — 3) Wird der Glührückstand von 0,2 g desSalzes in Salzsäure gelöst, bo werde diese Lösung durch Kaliumrhodanid nicht geröthet.
Aufbewahrung. In dicht geschlossenen Gefässen, in der Beihe der direktenGifte.
Anwendung. Nach der Ministerialverfügung vom 10. März 1844 soll der Arztdas Zinkcyanid nur mit der Bezeichnung: sine Eerro oder mit einem Ausrufungszeichenverschreiben. Sind auf dem Kecept diese Bezeichnungen nicht vermerkt, so soll der Apo-theker stets das Zinkferrocyanid dispensiren. Zinkcyanid wirkt giftig wie Blausäure. Mangiebt es zu 0,005—0,01—0,015 zwei- bis viermal täglich, allmählich steigend bis zu 0,03am besten in Pulverform gegen verschiedene Nervenleiden, Epilepsie, Hysterie, als schmerz-stillendes Mittel bei Carcinoma etc. Aeusserlich wendet man es zuweilen in Augensalbenan. Die stärkste Einzelgabe des Zincum cyanatum sine Ferro ist zu 0,03, die Ge-sammtgahe auf den Tag zu 0,1 anzunehmen.
Zincum ferrocyanatum.
Zincum ferrpeyanatum. (Zincum cyanatum. — Zincum hydroeyanatum.)— Zincum zooticum. — Zincum Borussicum. — Zincum cyanatum cum Ferro. —Zinkferrocyanid. — Ferrocyanzink. — Zinkeisencyanür. — Ferrocyanure de zinc(franz.). — Zinci Ferrocyanidum (engl.). Fe(CN)sZn« + 3H 2 0. Mol. Gew. = 396.
Darstellung. 60,0 krystallisütes Kaliumferrocyanid (gelbes Blutlaugensalz) wer-den in 600 0 destillirtem Wasser gelöst, die Lösung flltrirt und dann nach und nach unterUmrühren mit einer filtrirten Lösung von 80,0 krystallisirtem Zinksulfat in 1800,0 destilL