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Zedoaria.
Fruchthülle eiförmig, zerstreut mit geraden, an der Spitze hakenförmigen, kahlen, gelbenStacheln besetzt, dazwischen kurzhaarig und drüsig.
Kraut und Früchte (Herba und Semen Lnppae mlnoris) verwendet man alsDiureticum und gegen Skropheln, die Wurzel als Diaphoreticum. Neuerdings sind dieBlätter als Mittel gegen Blutungen nach der Entbindung empfohlen. Die Früchte sollenein Glukosid: Xanthostrumarin und ein AJkaloid enthalten, ferner 15 Proc. fettes Oel.
II. Xanthium spinosum L. Wahrscheinlich in Südamerika heimisch, neuerdingsals Unkraut weit verbreitet. Blätter im Umriss eiförmig, dreilappig, mit längerem Mittel-lappen, seltener ungetheilt, unterseits weissfilzig. Stengel am Grunde der Blattstiele mit1 oder 2 starken dreitheiligen Stacheln. Fruchthüllen oft einzeln, länglich-elliptisch, gelb-bräunlich, ziemlich dicht mit dünnen, geraden, an der Spitze hakenförmigen Stacheln be-setzt, daselbst kurzhaarig.
Das Kraut soll harn- und schweisstreibend wirken, in Russland ist es gegen Hunds-wuth empfohlen.
Zedoaria.
Rhizoma Zedoarlae (Germ. Helv.). Radix Zedoarlae (Austr.). — Zitwerwurzel.Zittwer. — Zedoaire longue et ronde (Gall.). — Zedoary-root.
Ist das meist in Scheiben zerschnittene und getrocknete Bhizom derClirCUma Zedoaria RosCOe (Zlngiberaceae-Hedychleae). Die Heimath derPflanze ist unbekannt, man kultivirt sie auf Ceylon und bei Bombay.
Beschreibung. Das Bhi-zom ist bandförmig verzweigt, an-geschwollen, ebenso schwellen dieEnden der Wurzeln knollenförmigan. Nur die Scheiben des Rhi-zoms bilden in der Regel die Droge,selten kommen die kleineren, rund-lichen Knollen der Wurzel vor.Die Scheiben haben bis 4 cmDurchmesser, über 1 cm Dicke.Die Farbe ist grau, im Innernhellgrau. Zu äusserst ist die Drogevon einem dünnen Periderm be-deckt. Das Parenchym enthältreichlich Stärke in Körnern, dieflach scheibenförmig, von eiförmi-gem Umriss sind, die eine Seite,in der sich der Nabel befindet,ist vorgezogen (Fig. 210). EineAnzahl von Parenchyinzellen istzu Sekretzellen umgewandelt. DieEndodermis besteht aus im Querschnitt nahezu quadratischen Zellen. Die Gefässbündelsind kollateral, sie sind zuweilen von einigen dünnwandigen Bastfasern begleitet. —Geruch und Geschmack bitterlich gewürzhaft, an Kampher erinnernd. Im Pulver fallenbesonders die Stärkekörnchen als charakteristisch auf.
Betttaitrft/ieUe nach König: Wasser 16,39 Proc, stickstoffhaltige Substanz10,83 Proc, ätherisches Oel 1,12 Proc, Fett 2,46 Proc, Zucker 1,18 Proc, Stärke49,90 Proc, stickstofffreie Extraktstoffe 8,89 Proc, Rohfaser 4,82 Proc, Ascha4,41 Proc. Das ätherische Oel ist dicklich, in dünner Schicht grünlich, in dicker grün-schwarz. Spec. Gew. 0,99—1,01. Es enthält Cineol.
Fig. 810. Starke ans Rhizoma Zedoariae ♦ Kflnier Ton der Seite,o Körner halb aufgequollen. 430 mal vergrössert.