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Rosa.
nothwendig, die nicht unbedeutende Mengen des kostbaren Materials erfordert Ausserauf die Feststellung des specifische Gewichts, des Drehungsvermögens und des Erstar-rungspunktes (worunter hier der Punkt zu verstehen ist, bei dem sich die Krystalle abzu-scheiden beginnen) hat die Prüfung zu umfassen: die quantitative Ermittelung des Ge-haltes an Alkoholen (Geraniol, Citronellol etc.) durch Acetylirung (siehe unter Olea aethereaauf S. 500), sowie die Peststellung der Verseifungszahl. Ist diese abnorm hoch, so deutetdas auf einen Zusatz von Walrat hin, dessen Gegenwart man dadurch nachweist, dassman das Stearopten abscheidet und auf seine Beständigkeit gegen alkoholisches Kali prüft.Das im Rosenöl enthaltene natürliche Stearopten ist gegen Alkalien beständig, währendder hauptsächlich aus Palmitinsäurecetylester bestehende Walrat verseift wird.
50 g Cel werden mit 500 g 75 volumprocentigen Weingeists auf 70—80* C. er-wärmt; beim Abkühlen auf 0° C. scheidet sich das Stearopten nahezu quantitativ aus; eswird von der Flüssigkeit getrennt, von neuem mit 200 g 75procentigem Spiritus ingleicher Weise behandelt und die Operation so lange wiederholt, bis das Stearopten voll-ständig geruchlos ist.
3—5 g Stearopten werden mit 20—25 g alkoholischer Kalilauge (5procentig) 5 bis6 Stunden lang am Rückflusskühler gekocht, alsdann der Alkohol verdampft und derBückstand mit heissem Wasser versetzt. Beim Abkühlen scheidet sich der grösste Theüdes Stearoptens als feste krystallinische Masse auf der Oberfläche ab. Die alkalischeFlüssigkeit wird abgegossen, das Stearopten mit etwas kaltem Wasser ausgewaschen, dannnochmals mit heissem Wasser niedergeschmolzen, erkalten lassen, wieder abgegossen undso fort, bis das Waschwasser neutral ist. Die vereinigten wässerigen Flüssigkeiten wer-den mit Aether zweimal ausgeschüttelt, um darin suspendirtes Stearopten zu entfernen.Die vom Aether getrennte alkalische Lauge wird mit verdünnter Schwefelsäure angesäuertund von neuem mit Aether ausgezogen. Derselbe darf beim Verdampfen keinen Rück-stand (Fettsäuren) hinterlassen.
Häufiger als die Verfälschung mit Walrat ist ein Zusatz von Spiritus beobachtetworden, dessen Nachweis unter Olea aetherea auf S. 501 beschrieben ist.
Neuerdings sind Fälschungen mit dem angenehm theerosenartig riechenden Guajak-holzöl von Bulnesia Sarmienti Lor. vorgekommen. Dieses bei gewöhnlicher Tem-peratur halbfeste Oel enthält einen krystallinischen Bestandteil, Guajol oder Guajak-alkohol, C 16 Hg e O, der in reinem Zustande bei 91° schmilzt. Man erkennt ihn im Rosenöldurch die mikroskopische Untersuchung der sich beim Abkühlen abscheidenden Krystalle.Diese bestehen aus langen Nadeln die durch eine kanalförmige Mittellinie getheilt sind,während die Krystalle des Rosenölparaffins kleiner und dünner sind und weniger scharfumgrenzte Formen zeigen.
IV. Rosa Canina L Heimisch in Europa und bis nach Sibirien. Blätter mit5—7 elliptischen und eiförmigen, Bcharf gesägten Blättchen, die oberen Sägezähne zu-sammenneigend. Stacheln derb, am Grunde verbreitert, zusammengedrückt, sichelförmig.Kelch etwas kürzer als die Krone, zurückgeschlagen, zuletzt von der Scheinfrucht ab-fallend Blüthen weiss oder hellrosa. Man verwendet die scharlachrothen, lange knorpligbleibenden Scheinfrüchte, die aus der fleischig gewordenen Blüthenaxe bestehen, die diesteinharten, einsamigen Schliessfrüchte einschliesst.
Cynosbata. Fructus Cynosbati. — Hagebutten. Hainbutten. — Cynorrhodon(Gall.). Gratte-cu. — Hips.
Die im Spätherbst oder auch nach Frostwetter gesammelten, getrockneten und vonden Früchten befreiten Frnchthüllen. Früher gegen Durchfall angewendet, sind sie heuteveraltet. Doch dienen sie noch hier und da als Anthelminticum, wobei sie offenbar durchlie in ihnen enthaltenen Haare mechanisch wirken. Nach Gall. dienen sie zu einer Kon-serve. Im Haushalte werden sie mit Zucker eingemacht. Die Früchte, Semen Cynos-Gati, benutzte man früher gegen Blasenleiden; sie gehören neben einer Tinctura Cy-nosbati e fructn recente zu den Heilmitteln des Pfarrers Kneipp. — Sie enthalten3 Proc. Citronensäure, 7,7 Proc. Apfelsäure, 30 Proc. unkrystallisirbaren Zucker,20—25 Proc. Pect in.