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2 (1920)
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Ratanhia.

HBHNBB'sche Zahl 95,0, VerseifungszahlJodzahl 98,5105,0. Jodzahl der Fett-

10° C. Brechungsexponent 1,47311,4735.175,3178,7. KBicHBBT'sche Zahl 0,250,4.«Suren 96,3105,6.

JBestandtheUe.

säure C 18 H 81 O s zu ungefähr gleichen Theilen und etwa 4 Proc. freie ArachinsäureCjoH^O,. Das raffinirte Oel ist hellgelb, von charakteristischem Geruch. 100 Th. Al-kohol lösen 0,534 Th. Oel.

Verfälschungen und Prüfung. Als Verfälschungen kommen vor: Leinöl,Hanföl, Mohnöl, Eidotteröl, Hederichöl, Harzöl, Paraffinöl und Thran. Mit Ausnahme vonParaffinöl und Hederichöl erhöhen sie das spec. Gewicht. Leinöl, Hanföl, Mohnöl ver-rathen sich durch die höhere Jodzahl. BUböl wird mit reinem Fischöl verfälschtDasselbe hat spec. Gew. 0,931, seine Fettsäuren schmelzen bei 26° C, erstere bei 19° C.Verseifungszahl des Fettes 218. Jodzahl 142. 20 Proc. Fischöl lassen sich noch durchdie Cholesterinreaktion nachweisen.

Anwendung. Das rohe Büböl dient bisweilen als billiger Ersatz für Olivenöl,in einzelnen Gegenden als Speiseöl. Durch Kaffiniren erhält man daraus das

Oleum Bapae depuratum s. rafflnatum. Oleum Baparum. Gereinigtes oderrafflnirtes Büböl das mittels Schwefelsäure oder Kaliumchromat und Schwefelsäurevon Schleim, Harz und zum Theil den Farbstoffen befreite Oel, welches sich allein fürpharmaceutische Zwecke eignet und stets verabfolgt wird, wenn Ol. Bapae vom Arzteverschrieben ist. Es dient statt des theuren Olivenöls zu äusserlichen Zwecken, ausserdemim Haushalte als Brennöl, in der Technik als Schmieröl.

Oleum Bapae deresinatum, entharztes Büböl, ist ein durch Behandeln mitKaliumpermanganat, hierauf mit Natriumbikarbonat von harzigen Stoffen und freien Fett-säuren befreites Büböl.

Pyroleum Bapae. Oleum Bapae adustum. Pyrolelne de Colza, zur Dar-stellung von Maschinenschmieren, ist ein durch Kochen mit 1 l t0 Proo. Minium oxydirtesBüböl.

Linlmentnm animoniatum seu Tolatile

(F. mag. Berol.).Bp. Olei Bapae 80,0

Liquor. Ammonii caust. 20,0.

Schmieröl von 0. Hillbb ist Büböl mit 510 Proc. Paraffinöl.

Wanzeninittel. Da bekanntlich Insekten aller Art durch jedes fette Oel sofort ge-testet werden, so ist das rohe

Büböl ein sehr billiges Mittel zur Vertilgung der Wanzen und eignet sich dazubesonders, weil es die Politur der Möbel nicht angreift. Man pinselt es einfach in dieFugen.

Ratanhia.

Badix Batanhiae (Germ. Helv. Austr). Krameriae radix (Brit.). Krameria(U-St.). Badix Ratanhae. Peruanische oder Payta-Batanhia. Batanhiawurzel.Racine de ratanhia (Gall.). Bhatanr root.

Die Droge wird geliefert von Krameria triandra Ruiz et PaVOfl (Caesalpi-niaceae Kramerieae). Heimisch auf den peruanischen Anden. Kleiner, sperrig-ästiger Strauch mit niederliegenden Zweigen. Blätter einfach, silbergrau behaart. Blütheschön roth.

Beschreibung. Die Droge besteht aus der Hauptwurzel mit ihren Zweigen nebstBesten der oberirdischen Axe. Die Hauptwurzel ist am oberen Ende oft faustdick, knorrig,weiter nach unten gedreht, die Aeste gleichmässig bis 1,5 cm dick. Die Arzneibücherschreiben einfach die Wurzel vor, nur Helv. verlangt ausschliesslich die Aeste, die auchzweifellos am wertvollsten sind und die Hauptmenge der Handelswaare ausmachen. Siesind von einer 1 mm dicken, dunkelrothen Binde bedeckt, die, auf Papier gestrichen, abfärbt.Die Droge bricht kurzfaserig und schmeckt adstringirend mit schwach süsslichem Nach-geschmack. Das Holz ist blassröthlich oder braungelblich, radial gestreift, geschmacklos.

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