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Quillaja.
1) eine Seifenrinde von Maracaibo, von ähnlichem Aussehen, deren primäre Bindestark sklorosirt ist und die in der sekundären Kinde Bündel von Kammerfasern, sowie inden Markstrahlen Oxalatdrusen enthält. 2) das Holz einer Sterculiaoee, ausgezeichnetdurch den ausserordentlichen Reichtum an Parenehym; die der Droge zuweilen beigemengteKinde lässt im Bast sehr deutlich Schichtung aus Hartbast und Weichbast erkennen.
Aufbewahrung. Man hält die Seifenrinde in einer gröberen Form, □ concisueder Drogisten, für den Handverkauf, und in einer feineren Speciesform für Auszüge vor-räthig. Das Zerkleinern der Kinde ist eine der unangenehmsten Arbeiten, wegen des dieSchleimhäute heftig reizenden Staubes, und daher mit der nöthigen Vorsicht (Schutz-maske!) auszuführen. Das Umfüllen und Abfassen der Quillajarinde nimmt man nicht inder Offizin, sondern in einem Nebenraume vor, da manche Personen von dem hierbei ent-wickelten Staube schon aus einer gewissen Entfernung zu anhaltendem Niesen veranlasstwerden.
Anwendung. Innerlich wird die Binde neuerdings zur Beförderung des Auswurfestatt der Senega im Aufguss oder in der Abkochung (5,0:200,0 ohne jeden Zusatz) em-pfohlen. Aeusserlich dient sie zu Zahnpulver, zur Bereitung von Mundwässern und Kopf-waschwässern; der wässerige Auszug leistet gegen übelriechenden Schweiss, nasse Flechtenetc. gute Dienste. Ihre hauptsächlichste Verwendung findet sie aber in der Industrie undim Haushalte als Ersatz der Seife bei farbigen, empfindlichen Gewehen, da sie derenFarben nicht angreift; aus demselben Grunde wird Quillaja-Aufguss auch zum Reinigenalter Oelgemälde u. dergl. benutzt.
Quillaiatinktur besitzt die Eigenschaft, fette Oele und Wasser durch blosses Schüttelnzu einer emulsionsähnlichen Mischung zu vereinigen (siehe unten).
Extractum Quillajae fluid um (Nat. form.). Fluid Extract of Quillaja. Ausgepulverter Seifenrinde (Nr. 40) und verdünntem Weingeist (41proc.) wie Extr. Jugland.fluid. Nat. form., S. 161. — Giebt durch Eindampfen zur Trockne das Extract. Quillajaeeiccum.
Tinctura Quillajae. Quillaja- oder Seifenrindentinktur. Tclnture ou Alcoolede foois de Panama. Tincture of Quillaja. Brit.: Aus 50 g gepulverter Rinde (No.20)und q. s. Weingeist (60 Vol.-proc.) bereitet man im Verdrängungswege (zum Befeuchten25 com) 1000 ccm Tinktur. — U-St. 200 g grob gepulverte Binde kocht man mit 800 comWasser 15 Minuten, seiht durch, wäscht mit 100 ccm Wasser aus, dampft auf 600 ccmein, mischt 350 ccm Weingeist (91proc.) hinzu, lässt absetzen, filtrirt und bringt mittelsWasser auf 1000 ccm. — Gall.: Aus 1 Th. grob gepulverter Rinde und 5 Th. Weingeist(80proc.) durch lOtägige Maceration. — Dresdn. Vorschr.: Mit 60proc. Weingeistebenso. — Münch. Vorschr.: Aus 1 Th. Rinde, 4 Th. verdünntem Weingeist.
Tinctura Quillajae conccntrata. Die aus 1 Th. Rinde und 5 Th. verdünntemWeingeist erhaltene Tinktur dampft man auf l'/j Th. ein und fügt 1 Th. Weingeisthinzu.
Fleckseife oder -stifte. Gallseife (E. Dietekich). 5,0 Quillajaextrakt, 5,0Borax verreibt man mit 20,0 frischer Ochsengalle, stösst mit 75,0 Seifenpulver zur Masseund bringt diese in Formen oder Stängelehen, die man trocknet und in Stanniol hüllt.
Fleckwasser. 20,0 Weingeistige Ammoniakflüssigkeit, 50,0 Aether, 150,0 Benzin,5,0 Lavendelöl, 275,0 Quillajatinktur, 500,0 Weingeist. (Feuergefährlich 1)
Fleckwasser, zum Entfernen von Oelflecken aus Marmor. Man reibt ge-brannte Magnesia mit Quillajaabkochung zu einem Brei an, bestreicht damit die Fleckenund lässt trocknen.
. Aqoa Atheniensls.Eau Ath<5nienne. Kopischuppenwasser.Rp. Boracis 1,0
Glycerini 15,0
Aquae Eosae 50,0
Spiritus Coloniensis 10,0Tinctur. Quillajae 25,0.1 Th. mit 2 Th. Wasser gemischt lum Waschender Kopfhaut.
Aqua crinalis VomXcka.Haarwasser.Ep. Olei Cadini
Olei Myrciae acris && 1,0Tinctur. Capsici 2,0
Ammonü carbonici 1,5
Cbloralhydrat, 1,0
Acidi tannici 2,0
Tinctur. Quillajae 250,0
Olei Unonae odoratiss. q. s.
Aqua dentifricla Bbnnet.
Rp. Tinctur. Quillajae 100,0
Glycerini 20,0
Olei Gaultheriae
Olei Menthae piperit. Sä gm. V
Spiritus diluti 80,0.
Aqua dentifricla Meyek.
Rp. Tinctur. Quillajae 800,0
Aquae Menthae pip. 600,0
Glycerini 100,0
Olei Gaultheriae 1.5
Sol. Carmini (Bd. I, 8 885. I) q. s.
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