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Quebracho.
Flg. 96. Querschnitt durch Cortex Quebracho.
Jf Markstrahlen. S Siebröhren. St Steinzellen.
F Fasern mit Krystall scheide.
Fig. 9S.Einzelne Faseraus Cortex Que-bracho mit Kry-
stallscheide.
Kork besteht aus massig flachen, meist dünnwandigen Zellen. Der Bast (Fig. 95) ist charakteri-sirt durch bis 1,5 mm lange, 0,06 mm breite, fast völlig verdickte Fasern, die vollständig von
Oxalatzellen, die Einzelkrystalleführen, umscheidet sind (Fig.96). Siesind höchst charakteristisch und er-möglichen ein Erkennen der Eindeauch im Pulver mit Leichtigkeit.Ausserdem finden sich im BastGruppen stark verdickter Stein-zellen, welche (die Gruppen) eben-falls von Krystallzellen umschlos-sen werden. Die Markstrahlensind bis 5 Zellreihen breit undihre Zellen, wo sie an die Grup-pen von Steinzellen grenzen, eben-falls zu solchen umgewandelt.Im Parenchym kleinkörnige Stärke.JBestandtheile. In einerGesammtmenge von 0,3—1,4 Proe.folgende Alkaloide: Aspido-spermin C 2a H 30 N a O 2 , Quebra-chin C 21 H 26 N 2 O a , Quebracha-min, Aspidospermatin C M H„N 2 O a , Aspidosamin C ä2 H i8 N a O a ,Hypoquebrachin C 20 H M N 3 O a .Quebrachin und Aspidosamin schei-nen hauptsächlich Träger der Wir-kung zu sein. Ausserdem enthält die Rinde einen dem Cholesterin nahestehenden Alkohol:Quebrachol C 20 H S4 O. iH 2 0, und einen Zucker: Quebrachit C 6 H 11 (CH 8 )0 6 , den Mono-methyläther des Inosits. Der Gerbstoffgehalt beträgt 2—4 Proc.
Anwendung. Die Droge wurde zuerst (1880) empfohlen als Fiebermittel, hataber den auf sie gesetzten Hoffnungen nicht entsprochen. Dagegen ist sie wirksam beiasthmatischen Beschwerden, besonders infolge von Herzleiden. Speciell wird sie em-pfohlen bei den Anfällen, die manche Personen, die eine Idiosynkrasie gegen Ipeeacuanhahaben, nach dem Einathmen des Pulvers dieser Droge bekommen.
Extractum Quebracho aquosum bereitet man wie Extractum Dulcamarae(Bd. I, S. 1047). Ausbeute etwa 12 Proc.
Extractum Quebracho (spirituosuin). (Ergänzb.) Extractum Aspidosper-matis. Aus mittelfein zerschnittener Binde wie Extractum Ooffeae Ergänzb. (Bd. I,S. 906). Nach E. Dibtebich genügen etwa */, des vorgeschriebenen Lösungsmittels. Aus-beute ca. 11 Proc.
Extractum Quebracho slccum (Ergänzb.) erhält man durch Eindampfen desvorigen zur Trockne. Ausbeute 9—10 Proc.
Extractum Quebracho fluidum (Austr.). Extractum Aspidospermntis fluidum(U-St.). Flüssiges Quebrachoextrakt. Fluid Extract of Aspidosperma. Austr.und Dresd. Yorsohr.: lOOTh. gepulverte Bindo macerirt man mit400Th. destill. Wasser36 Stunden, kocht 1 Stunde, fügt nach dem Erkalten 100 Th. Weingeist (87 proc.) hinzu,stellt 24 Stunden am warmen Orte bei Seite, presst aus, filtrirt, dampft auf 90 Th. einund bringt mit 10 Th. Spiritus auf 100 Th. — U-St.: Aus 1000 g gepulverter Kinde(Nr. 60) und einer Mischung aus 100 cem Glycerin, 600 ccm Weingeist (91 proc.) und 300 ccmWasser im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 400 cem, erschöpft zuerst mit demBest, dann mit q. s. einer Mischung aus 200 ccm Weingeist und 100 ccm Wasser, fängtdie ersten 800 ccm Perkolat für sich auf und stellt 1. a. 1000 ccm Fluidextrakt her. —Bei Athembeschwerden zu 2,0—4,0 mehrmals täglich.
Tinctura Quebracho. Quebrachotinktur. Ergänzb.: Aus 1 Th. grob gepul-verter Binde und 5 Th. verdünntem Weingeist (60proc). Helv.: Wie Tinctura OalamiHelv. (Bd. I, 537).