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Pyrogallolum.
OH 1
€„H, OH (3)OH (5)
Phloroglucin.
in 15 Th. Chloroform die Anwendung als Firniss. Wirkt sehr mild. Eine Auflösungvon 1 Th. Saligallol in 2 Th. Aceton ist als Solutio Saligalloli im Handel.
Pyrogallolum oxydatiuii. Pyraloxin (Unna). Zur Darstellung lässt man Pyro-gallol, welches mit Ammoniak angefeuchtet ist, in flachen Holzkästen längere Zeit an derLuft stehen. Es nimmt alsdann unter Dunkelfärbung aus der Luft Sauerstoff auf. — Einbraunschwarzes, luftbeständiges Pulver. Anwendung bei Psoriasis. Es soll die gleicheHeilwirkung haben wie Pyrogallol, aber nicht die schädlichen Nebenwirkungen entfaltenwie dieses.
II. Phloroglucin. c 8 h 3 (OH) 3 . Mol. Gew. = 126.
Ist isomer mit Pyrogallol. Wird fabrikmässig durch Schmelzen von Eesorcin mitNatronhydrat dargestellt.
Eigenschaften. Es krystallisirt aus der wässerigen Lösung in farblosen, süssschmeckenden Krystallen mit 2 Mol. Krystallwasser. Die Krystalle verwittern an trockenerLuft und werden bei 100° C. wasserfrei. Wasserfreies Phloroglucin schmilzt bei 219 bis220° C. und sublimirt bei noch höherer Temperatur ohne Zersetzung. Phlo-roglnciu ist in Wasser, Alkohol und Aether leicht löslich. Die wässerigeLösung wird durch Eisenchlorid tiefviolettroth, Bleiessig bewirkt weisseFällung, alkalische Kupferlösung (FBHLiNo'sche Lösung) wird in ähnlicherWeise wie durch Traubenzucker reducirt. Mit Vanillin und Salzsäure färbtsich Phloroglucin intensiv roth (dient zum Nachweis von Salzsäure im Magensaft). WirdHolz (Ligninsubstanz) mit einer Lösung von Phloroglucin in Salzsäure befeuchtet, so färbtes sich intensiv karminroth. Dient zum mikroskopischen Nachweise verholzter Gewebe,a. S. 390.
Anwendung. Nicht arzneilich, sondern nur als Reagens.
SeEGKB'S Haarfarbe. Der Gebrauchsanweisung nach nur für todtes Haar bestimmt.Für blond, braun und schwarz. Diese Haarfärbemittel bestehen sämmtlich aus Lösungenvon Pyrogallol, Kupferchlorid (und Eisenchlorid). Blond: Kupferchlorid (CuClj -f- 2H 2 0),Pyrogallol je 1,0, Wasser 100,0. Braun: Kupferchlorid 1,0, Ferrichlorid 0,5, Pyro-gallol 1,5, Wasser 100,0. Schwarz: Kupferchlorid 0,6, Ferrichlorid 2,0, Pyrogallol 2,0,Wasser 100,0.
Krlnochrom. Melanogene. Unter diesen Namen werden zwei Flüssigkeiten ab-gegeben: A) Eine Lösung von 2 Th. Pyrogallol in 100 Th. eines 50 procentigen Wein-geistes (oder eine Lösung von 2 Th. Pyrogallol in 50 Th. verdünntem Weingeist und50 Th. rektifleirtem Holzessig). B) Eine Lösung von 2,5 Th. Silbernitrat in 80—90 Th.destillirtem Wasser. Diese Lösung wird mit soviel Ammoniakflüssigkeit versetzt, dass derentstehende Niederschlag wieder in Lösung geht. Zum Gebrauch werden die Haare zu-nächst mit einer schwachen Sodalösung (5 Proc.) gewaschen. Nach dem Trocknen durch-feuchtet man sie mittels einer Borstenbürste mit A. und nach dem Trocknen, bez. nachVerlauf von 1 Stunde mittels einer Borstenbürste mit B. Wöchentlich 1—2 mal zuwiederholen.
Haar-Konservirnngs-Pomade von Dr. John Brown. Ein Gemisch aus 4,0 Pyro-gallol, 50,0 Pomade und 10 Tropfen Kaliumkarbonatlösung (Schabdler).
Vegetabilisches Haarfärbemittel von Dr. Beringuier. Flasche A) Eineperdünnte Eisenchloridlösung. Flasche B) Eine Lösung von Pyrogallol in Eau deCologne.
Hair-Dye von Abt in Wien. Drei Flaschen. A) Pyrogallollösung. B) Ammonia-kalische Silbernitratlösung. C) Schwache Schwefelleberlösung. Vergl. Bd. I, S. 379.
Emplastrnm Pyrogalloli Portes.Franz. Hospi talvorschri/1.Rp. Gummi Ammoniaci 20,0
Kautschuk-Lanolin (S. 278)Cerae flavae Sä 50,0
Colophonii gn,0
Terebinthinae Venetao 50,0Acidi pyrogaliici 126,0.
Collemplastrum Pyrogalloli 5 Proc.
E. Dietebich.
Rp. Massae Collemplastri 800,0
Khizomatis Iridis pulv, 70,0
Saudaracis 20,0
Pyrogalloli
16,0
Acidi salicylici
8,0
Olei Resinac
20,0.
Aetheris
150,0.
Kemeiliiim antipsoricum Lassar.Lassar's PsoriasismitteLRp. Acidi pyrogaliici 10,0
Adipis Lanae cum aqua 90,0.
Unguentum Pyrogalloli compositum Unna.
Rp. Acidi pyrogaliici 5,0
Acidi salicylici 2,0
Ammonii sulfoichthyolici 5,0
Vaselini flavi 88,0.