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2 (1920)
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575
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fetroseiinuni.

Petroseiinum.

blb

Gattung deT Umbelliferae — Apioideae — Ammiueae — Carinae.

Petroseiinum Sativum Hoffm. (Apium Petroseiinum L.). Heimisch in Sttd-äu ropa, als Küchengewürz, besonders in einer krausblättrigen Form, vielfach kultivirt.* w eijährig, Stengel ästig. Hüllchen wenigblättrig, Hülle vielblättrig, die pfriemlichen Blatt-en kürzer als die Blüthenstiele. — Verwendung finden:

1) Die Früchte: Fructus Petroselini (Brgänzb. Helv.). Semen Petroselini.**uctus Apii hortensis. — Petersilienfrucht. Petersilieiisanien. — Fruit de persil(.«all.), Semence de persil. — Parsley Seeds.

Beschreibung. Sie sind 2 mm lang, ebenso breit, von der Seite zusammen-gedrückt. Die Randrippen und die Fugenfiäche sind gekrümmt,^asa die Frucht in der Mitte klafft und leicht in die beidenfheilfrtichte zerfällt. Jedes derselben hat fünf wenig hervor- (§jtretende Rippen, zwischen denselben je einen Oelgang (seltenmehr) und zwei auf der Fugenfiäche. Geruch und Geschmack°harakteristisch aromatisch.

V

Bestandtheile.

Pr üc. fettes Oel.

Aetherisches Oel (vergl. unten), 22,0

r

Fig. 64. Fruct. Petroselin

im Querschnitt, schwach ver-

grössert.

grob gepulvertenEx tempore:

^Einsammlung und Aufbewahrung. Man sammelt

101 Herbst die reifen Früchte, trocknet sie im Schatten und

«wahrt sie vor Licht geschützt in dicht verschlossenen Gefässen

, *". Als Pulver hält man sie nicht vorräthig, denn dieses wird

111 kurzer Zeit unwirksam.

Anwendung. Im Aufguss zu 1,0—3,0 selten, öfter alsBestandtheil harntreibender Theemischungen; gepulvert als Volks-"wttel gegen Kopfläuse.

.p ,_ Aqua Petroselini (Ergänzb.). Petersilienwasser. Aus 5 Th.^ rächten und q. s. Wasser 100 Th. Destillat. Anfangs trübe, später klar,-tropfen Petersiliensamenöl, 100,0 heisses Wasser.

Aqua Petroselini concentrata (Ergänzb.). Aqua Petroselini decemplex. Starkes25>er zehnfaches Petersilienwasser. Aus 50 Th. grob gepulverten Früchten und q. s.passer bereitet man 1000 Th. Destillat, mischt dieses mit 20 Th. Weingeist und destillirtaa nn 100 Th. ab. Zum Gebrauche wird 1 Th. mit 9 Th. Wasser gemischt. — E. Dmteetch^pfiehlt, die Früchte mit dem vorgeschriebenen Weingeist zu befeuchten und mittelsu »mpf 100 Th. überzutreiben.

Extractuni Petroselini fructus wird aus Petersilienfrüchten wie Extr. Absinthiikerm, (Bd. I, S. 408) dargestellt.

Species Infantinm (Manch. Vorschr.).

Rp. Flor. Chamomill. 10,0 Rad. Liquir. 20,0

Fruct. Foeniculi 10,0 Rhiz. Gramin. 20,0

Rad AUhaeae 20,0 Fiuet. Petroselin. 5,0.

2) Die Blätter: Folia Petroselini. Herba Apii hortensis. — Petersilienkraut.Petersilge.

Die frischen Blätter: Feuilles fraichcs de persil (Gall.) gebraucht man in dergleichen Fällen wie die Samen. Ihre Verwendung als Suppenkraut und sonst als Gewürz1Bt bekannt.

Beschreibung. Die unteren Blätter sind dreifach gefiedert, mit keilförmigen, ein-Keschnitten-gesägten, oben glänzenden Blättchen, obere Blätter dreizählig.

Bestandtheile nach Koeniq. Wasser 85,05 Proc., Stickstoffsubstanz 3,66Pl °c, Fett 0,72 Proc, Zucker 0,75 Proc, sonstige stickstofffreie Bestandtheile6 > 6 9 Proc, Holzfaser 1,45 Proc. Asche 1,68 Proc, Phospborsäure 0,193 Proc,0r gani8ch gebundener Schwefel 0,058 Proc Ferner ätherisches Oel und einGlykosid: Apiin.