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2 (1920)
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563
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Parietaria.

Pelletiennurn.

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Parietaria.

Gattung der Urticaceae Parietariene.

Parietaria officinaÜS L. Heimisch im Bildlichen und mittleren Europa.Glas-kraut, Tag und Nacht, Kebhuhnkraut, Wendkraut." Mehrjährig. Stengel auf-recht und einfach, oder ausgebreitet und ästig. Blätter rundlich bis elliptisch, ganz-randig, dreinervig.

Lieferte früher Herba Parietariae, jetzt noch in der Gall. als Parietairj.Gilt als harntreibend, wurde äusserlich auch als Wundmittel verwendet.

Pelletierinum.

Die Granatwurzelrinde enthält, wie Bd. I, S. 1248 angegeben ist, vier als Pelle-tierin, Methylpelletierin, Pseudopelletierin und Isopelletierin bezeichneteAlkaloide, von denen das Pelletierin als der Hauptträger der wurmtreibenden Wirkung^gesehen wird.

t Pall<ätierinum. Punicin. C 8 H 16 NO. Mol. Gew. = 141.

Darstellung. Die gepulverte Granatwurzelrinde wird mit Kalkmilch versetzt und! » einem Perkolator mit Wasser ausgezogen. Den erhaltenen Auszug schüttelt man mit'Alorofoim aus und entzieht diesem die Basen durch Schütteln mit stark verdünnter-^Wefelsäure. Diese Lösung, welche sämmtliche Alkaloide enthält, wird mit über-«>b_üssige;n Natriumbikarbonat versetzt, wodurch Pseudopelletierin und Methylpelletierinausgeschieden werden, die man durch Ausschütteln mit Chloroform entfernt. Aus der"äckständigen natriumbikarbonathaltigen Flüssigkeit scheidet man Pelletierin und Iso-palietierin mit Kalilauge ab und schüttelt mit Chloroform aus. Dieser Lösung entzieht man<ü« beiden Alkaloide mit verdünnter Schwefelsäure. Man dampft die Sulfatlösung zurTrockne und setzt den Salzrückstand auf Filtrirpapier der Luft aus. Isopelletierinsulfatserfliesst an der Luft und zieht in das Filtrirpapier ein, während Pelletierinsulfat in&xystallen zurückbleibt. Man zerlegt das Sulfat mit Kalihydrat, schüttelt die Base mitChloroform oder Aether aus, destillirt das Lösungsmittel ab, trocknet die Base mit Aetz-"i&li und destillirt sie im Wasserstoffstrome.

Eigenschaften. Eine ölige, farblose, an der Luft sich bräunende Flüssigkeit von-romatischem, an Wein erinnerndem Geruch. Spec. Gew. bei 0° C. = 0,999, bei 21° 0. =0,985. Siedepunkt = 195° C. Die freie Base ist rechts drehend; die Salze dagegen sindHnksdrehend. Durch Erhitzen auf 100° C. wird das Pelletierin optisch inaktiv. Es löst«ich in 20 Tli. Wasser, in jedem Verhältnisse in Alkohol, Aether und Chloroform, giebt*üe Reaktionen der Alkaloide, ist eine starke, alkalisch reagirende Base, giebt z. B. mit-alzsäuredämpfen Nebel und bildet gut krystallisireude Salze. Platinchlorid erzeugt in derwässerigen Pelletierinlösung keinen Niederschlag. In den Lösungen der Blei-, Zink-, Queck-silber- und Silbersalze erzeugt Pelletierin weisse, mit Cobaltnitrat und Kupfersulfat blaueNiederschläge. Der durch Gerbsäure bewirkte Niederschlag ist im Ueberschusse des Fällungs-mittels löslich.

Aufbewahrung. Vorsichtig, vor Licht und Säuredämpfen geschützt.Anwendung. Die freie Base wird nur selten in Gaben von 0,10,5 g in Pulvernund Pillen als Bandwurmmittel verwendet. Häufiger giebt man die folgenden Salze.

t Pelletierinum sulfuricum (C 9 H l6 NO) a . H 2 S0 4 . Mol. Gew. = 380. Punici-n Urn sulfuricum. Pelletierinsulfat. Punicinsulfat. Wird durch genaue Neutrali-sation von 10 Th. freier Pelletierinbase mit ca. 20 Th. verdünnter Schwefelsäure (von16 Proc.) und Eintrocknen der Salzlösung über Caleiumchlorid dargestellt.o Weisse, krystallinische-, nicht hygroskopische Masse, leicht in Wasser löslich. Beim

"tehen an der Luft, ebenso beim Verdampfen der wässerigen Lösung nimmt es leicht

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