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2 (1920)
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Organotherapeutica.

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das Gemisch mit stark verdünnter Salzsäure, so nimmt das Fütrat auf Zusatz von Chlor-kalklösung eine hlaue Färbung an. Diese Reaktion beruht darauf, dass beim Erhitzendes Orexins mit Zinkstaub Benzonitril und Anilin entstehen.

Prüfung. In der 5 proc. wässerigen Lösung erzeugt Quecksilberchlorid einenweissen, KalmnidichTomat einen gelben, beim Stehen an der Luft sich nicht veränderndenNiederschlag. Kaliumpermanganat wird schon in der Kälte entfärbt, Bromlösung wirdunter Bildung eines gelblichen, amorphen Niederschlages entfärbt.

Auf Platinblech erhitzt, verbrenne die Verbindung, ohne einen wägbaren Rückstand*u hinterlassen.

Aufbeivahrung. Vorsichtig.

Anwendung. Das Orexin regt die Magenverdauung an und wurde daher alsStomachicum empfohlen. Seine Wirkung dürfte etwa als die kombinirte eines Bittermittelslud eines scharfen Gewürzes, z. B. Pfeffer, zu denken sein. Man giebt es zu 0,25 bis0,50 g bis zu 1 g pro die in Oblatenpulvern oder in Pillen. Kontraindicirt ist es beiMagengeschwür.

II. f Orexinum basiCUm. Basisches Orexin. Mit diesem Namen bezeichnetPsntzold neuerdings die freie Orexinbase C U H 1S N,. Dieselbe wirkt ebenso appetiterregendwie das salzsaure Salz, doch verursacht sie nicht das unangenehme Brennen gegenüberden Schleimhäuten. Als Oblatenpulver in mittleren Tagesgaben von 0,3 g. Kontraindicirt" e i Nierenentzündung.

III. f Orexinum tannicum. Gerbsaures Orexin. Ein gelblicbweisses, geruch-loses und fast geschmackloses Pulver (der Geschmack erinnert an den gestossener Kreide),1! i Wasser unlöslich, leicht löslich in verdünnten Säuren, namentlich Salzsäure (Magensaft).Mit Eisen oder Eisenpräparaten in Berührung schwärzt es sich und nimmt tintenartigenGeschmack an.

Man giebt namentlich Kindern von 312 Jahren einheitlich dreimal täglich je0,5 des Orexintannats in Wasser oder mit etwas Zucker zusammen, auch in Chokoladen-Plätzchen zu je 0,25 g.

Organotherapeutica.

Organotherapeutica. Opotherapeutica. Gewebgsaftmittel. Organothera-peutisclie Mittel.

Allgemeines. Die Organotherapie geht von dem Gedanken aus, dass in drüsigenOrganen ausser den nach aussen abgeführten bekannten, speeifischen Sekreten auch nochandere Sekrete (sog. innere Sekrete) gebildet werden, welche von den Drüsen aus direktiu die Blutbahn oder den Säftestrom übergehen und für die Erhaltung des normalen Stoff-Wechsels unerlässlich sind. Es scheint, dass diese Annahme für die eigentlichen drüsigenOrgane im allgemeinen zutrifft, insofern als diese Organe augenscheinlich Fermente oderähnliche, schon in kleinen Mengen wirksame Substanzen produciren, welche für den Stoff-wechsel von Bedeutung sind. Ob das gleiche für die in der Organotherapie ebenfallsVerwendeten nicht drüsigen Organe, z. B. Gehirn, Knochenmark u. s. w. gleichfalls^trifft, erscheint mindestens fraglich. Zur Zeit beruht dieses Heilverfahren von wenigenAusnahmen abgesehen auf rein empirischer Grundlage. Ist jemand z. B. an einer Gehirn-krankheit erkrankt, so nimmt man an, dass die innere Sekretion des Gehirns nicht°identlich funktionire, infolgedessen würden von dem Gehirn die für den Stoffwechsel«forderlichen innerlichen Sekrete nicht oder nicht in hinreichendem Maasse producirt undi fl die Blutbahn oder in den Säftestrom geleitet, und man sucht diesem hypothetischenMangel durch Darreichung von Gehirnsubstanz abzuhelfen.

Darstellung. Feste Normen für die Darstellung dieser Präparate haben sichnoch nicht herausgebildet. Die einzelnen Fabriken arbeiten nach besonderen, in den