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Morphinum aceticum.
man eine neutrale Morphinlösung mit einer neutralen Ferrichloridlösung, welche keinefreie Säure, sondern eher etwas Perrioxychlorid enthält, so tritt vorübergehend dunkelblau»Färbung auf.
Diese Farben-Reaktionen haben für den Nachweis von Morphin nur dann den Wertbeines Beweises, wenn sie ohne Ausnahme deutlich eintreten und wenn das Test-Präparatvorher aus einer alkalischen Lösung abgeschieden worden ist, denn einzelne der genanntenReaktionen treten auch mit manchen Bitterstoffen, Ptomatlnen, die letztgenannte Reaktionbekanntlich auch schon mit Salicylsäure ein.
In der toxikologischen Analyse scheidet man das Morphin ab, indem manzunächst die saure Lösung mit Aether, Essigäther oder Chloroform (um sie zu reinigen)extrahirt, dann mit Ammoniak (nicht Kali oder Natronlauge) alkalisch macht und dieseFlüssigkeit, bevor das Morphin in den krystallisirten Zustand übergeht, mit Chloroformoder heissem Amylalkohol extrahirt. Bei Benutzung eines Perforators kann man auchEssigäther zur Extraktion benutzen. Man löst den Verdampfungsrückstand in verdünnterSalzsäure, schüttelt die saure Lösung einmal mit Chloroform behufs Reinigung aus, machtsie dann mit Ammoniakflüssigkeit alkalisch und entzieht ihr nunmehr das Morphin durchwiederholtes Ausschütteln mit Chloroform. Um Krystalle zu erhalten, verdunstet mandie Chloroformlösung bis auf 5—10 ccm und versetzt sie alsdann mit ca. 50 ccm frisch-destillirtem Petroläther. Nach etwa 24 stündigem Stehen hat sich das Morphin in Krystallenabgeschieden.
Sei de Gregory heisst das bei der Darstellung des Morphins sich ausscheidendeGemisch oder Doppelsalz von Morphinchlorhydrat und Codemchlorhydrat.
Chloroforminm cum Uorphino Beenatzik. Liquor MorpMnae Cltratis (Nat. form.).
ßp. Morphini puri 0,25
ßp. Morphin! puri
3,5 g
Acidi acelici gtt. IV
Acidi citrici
3,0 g
Spiritus 5,0
Coccionellae
0,1g
Chloroform 20,0.
Spiritus (95 proc.)
12,5 ccm
Innerlich 20—30 Tropfen als beruhigendes Mittel,
Aquae q. b. ad
100,0 ccm.
äusserlich bei Schmerz kariöser Zähne.
Die Lösung ist zu liltriren.
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2,0
Morphinum aceticum.
t Morphinum aceticum (Ergänzb.). Morphinae Aeetas (Brit. U-St.). Morphin-acetat. Ac<itate de morphine. Essigsaures Morphium. C„H 19 N0 3 . C 2 H 4 0 2 -(- 3H 2 0.Mol. Gew. = 399.
' Darstellung. Die Darstellung eines richtig beschaffenen Morphinacetats ist mitSchwierigkeiten verknüpft, weil das Salz leicht übersättigte Lösungen bildet, auch Essig-säure abscheidet, so dass sich selbst aus Bauer reagirenden Lösungen Gemenge von Morphinund Morphinacetat (basisches Morphinacetat) abscheiden.
Man übergiesse 10 Th. zerriebenes reines Morphin mit 80 Th. heissem Wasser, füge7 Th. Essigsäure von 30 Proc. hinzu, filtrire die Lösung heiss und verdunste sie bei ca.60° C. auf 20 Th. Sollte sie, was gewöhnlich eintritt, beim Erkalten noch nicht krystalli-siren, so säe man einige Kryställchen Morphinacetat ein, rühre um und stelle an einemkühlen Orte zur Seite. Die Flüssigkeit erstarrt nun zu einer krystallinischen Masse, welcheman durch Pressen (Centrifugiren) von der Mutterlauge befreit und trocknet.
Eigenschaften. Ein weissliehes oder gelblich-weisses bis gelbliches, specifischleichtes, krystallinisches Pulver, schwach nach Essigsäure riechend, von bitterem Ge-schmacke. Wenn das Salz völlig neutral ist, d. h. basisches Salz nicht enthält, so löst essich in etwa 12 Th. WasseT von 15° C. oder in 3 Th. siedendem Wasser, auch in etwa30 Th. Alkohol von 90 Proc. — Im Verlaufe der Aufbewahrung giebt das Salz schon beigewöhnlicher Temperatur Essigsäure ab; es bräunt sich dann allmählich und löst sich nichtmehr so leicht und klar in Wasser. In diesem Falle erweist es sich als nöthig, zur Auf-lösung eine sehr geringe Menge Essigsäure zuzufügen. Wässerige Auflösungen unterliegenrascher als diejenigen anderer Morphinsalze der Zersetzung, indem sie sich gelblich bisbräunlich färben. — Beim längeren bez. öfteren Erhitzen der wässerigen Lösung imWasserbade wird Essigsäure abgespalten, go dass schliesslich die freie Morphinbase zu-
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