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Ep.
Rad. MoringaeCort. Aurant. fruct.Sem. Hyristicae
Morphinum.
Spiritus Moringae conipositns.(Mat. med. of Madras.)600,0 Spiritus
300,0 Aquao
9,0 destilla 1440. Dosis: 3-
1440,0540.0
12 g.
Morphinum.
f Morphinum. Morphinum purum. Morphine (Gall.). Morphium. Freie»Morphin. Morphina (Ü-St.). C„II 19 N0 a -f II 2 0. Mol. Gew. = 303.
Morphin ist der wichtigste Bestandteil des Opiums und wird aus letzterem ge-wonnen. Die Darstellung geschieht zur Zeit ausschliesslich in ehemischen Fabriken. Nurals Uebungspräparat wird es gelegentlich noch im pharmaceutischen Laboratorium dar-gestellt, auch pflegt man des wissenschaftlichen Interesses wegen die bei der Herstellungder Opiumtinkturen sich ergebenden Rückstände auf Morphin zu verarbeiten. Man wendetalsdann zweckmässig das von Merck angegebene Verfahren an:
Darstellung. Nach dem von Merck angegebenen Verfahren wird das Opium mitWasser erschöpft, der wässerige Auszug zur dünnen Sirupkonsistenz eingedampft und mitkohlensaurem Natrium versetzt, wodurch sämmtliche Alkalo'ide gefällt werden. Den nach24 Stunden abgeschiedenen Niederschlag wäscht man mit Wasser aus und behandelt ihndann mit kaltem Weingeist, welcher, neben harzigen Bestandteilen und geringen MengenMorphin, sämmtliche, letzteres begleitenden Alkalo'ide aufnimmt. Das abgepresste und ge-trocknete Rohmorphin wird mit verdünnter Essigsäure bis zur schwachsauren Reaktiongelöst, wobei etwa noch vorhandenes Narkotin, welches kein Acetat bildet, ungelöst zurück-bleibt, die essigsaure Lösung über Thierkokle filtrirt und mit Ammoniak gefällt. Dasausgeschiedene Alkalo'id sammelt man auf Beuteln, wäscht es mit kaltem Wasser aus undtrocknet es. Für die Darstellung der Salze ist dieses präeipitirte, fein kristallinischeMorphin meist genügend rein.
Will man es völlig rein haben, so muss es mehrmals aus siedendem Alkohol unterZusatz von etwas Thierkohle umkrystallisirt werden.
Eigenschaften. Die freie Morphinbase krystallisirt in farblosen, glänzenden,rhombischen Prismen, welche ein Molekül Krystallwasser enthalten, also der FormelC^H^NO, -j- E 2 0 entsprechen. Dieses 1 Mol. Krystallwasser geht unter 100° C. nur lang-sam, dagegen rascher bei 110° C. weg. Wird das wasserfreie Morphin über diese Tempe-ratur hinaus langsam (!) erhitzt, so schmilzt es bei 230° C. Darüber hinaus erhitzt oderbeim raschen Erhitzen wird es zersetzt. In kaltem Wasser ist es schwer (1:5000), insiedendem Wasser etwa 1:500 löslich. Es löst sich ferner in etwa 100 Th. kaltem oder13 Th: siedendem absolutem Alkohol, erheblieh schwieriger in Alkohol von 90 Proc. Eslöst sich ferner in etwa 1300 Th. Aether, ca. 1700 Th. Essigäther, auch in Chloroformund in heissem Amylalkohol. Dazu ist zu bemerken, dass das Morphin in allen diesenLösungsmitteln leichter löslich ist, wenn es noch im amorphen, als wenn es im krystallisirtenZustande zugegen ist, s. w. unten. — Weiterhin wird das Morphin ziemlich leicht gelöstvon Kali- und Natronlauge, Kalk- und Barytwasser unter Bildung der betreffenden Salze,doch nimmt es in diesen Lösungen Sauerstoff aus der Luft auf unter Bräunung und vor-übergehender Bildung von Pseudomorphin (=Oxydimorphin) C 81 H 86 N a O, -J- 3H 2 0,weshalb Morphinlösungen, welche in Alkali abgebenden Gläsern aufbewahrt werden, ge-legentlich gelb werden und Pseudomorphin enthalten. Morphin ist eine starke Base; seinewässerige Lösung reagirt alkalisch. Mit Säuren bildet es Salze. Setzt man aus denwässerigen Lösungen derselben das Morphin durch Ammoniak in Freiheit, so fällt es zu-nächst amorph aus und geht allmählich in den krystallinisehen bez. krystallisirten Zustandüber (s. oben). Durch Oxydationsmittel, z. B. Kaliumpermanganat oder Kaliumferricyanid,wird es in Pseudomorphin, durch wasserentziehende Mittel, z. B. Zinkchlorid, in Apo-