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2 (1920)
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394
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Millefolium.

weissen oder rosenrothen Eandblürhen mit Btumpfer Zunge und zahlreichen gelbweissenScheibenblüthen (Fig. 37). Bltithen in der Achsel von Deckschuppen. Liefert:

1) Flores Millefolü (Ergänzt).). Flores Achilleae —Schafgarbenblüthen. Garbenblüthe. — Sommite' fleurie deinillefeuille (Gall.). — Milfoil or Yarrow Flowers.

Einsammlung. Man sammelt die Blüthenstände im Juniund Juli, befreit sie von dickeren Stengeltheilen, trocknet imSchatten und bewahrt sie geschnitten in Blechgefässen anf. 3 bis4 Th. frische geben 1 Th. trockene.

2) Folia Millefolü (Ergänzb.), Herba Jlillefolii (Austr.).Summitates Millefolü. Herba Achilleae. — Schafgarben-blätter. Schafgarbenkraut. — Milfoil. Yarrow.

Einsammlung, Es weTden entweder nur die Blätter (Et-gänzb.) oder das ganze blühende Kraut (Austr.) von sonnigenStandorten gesammelt und wie die Blüthen behandelt. 7—8 Th.frische geben 1 Th. trockene.

Anwendung. Kraut und Blätter werden bei Hämor-rhoidalleiden, Blutungen, Störungen des Monatsflusses, Leberleidenetc. im Aufguss (15—20:200) gebraucht, der Saft des frischenKrautes zu Friihlingskuren. Neuerdings als Herzmittel, gegenNierenkoliken und bei chronischem Magenkatarrh empfohlen.

Jßestandtheile. Aetherisches Oel (vergl. unten), Gerb-stoff, Aconitsäure, ein stickstoffhaltiger Bitterstoff: Achillei'n

Fig. 36. Blatt von AchilleaMillefolium L.

C^As^An, leicht löslich in Wasser, schwierig löslich in Alkohol,

unlöslich in Aether. Aschengehalt des trocknen Krautes 13,4 Proc.

Sirnpus MillefolH.Ep. Extracti Millefolü 5,0Sirupi Sacchari 95,0.

Extractum Millefolü (Ergänzb.). Schafgarbenextrakt. 2 Th. mittelfein zer-schnittene Schafgarbe werden mit 10 Th. einer Mischung aus 2 Th. Weingeist und 3 Th.

Wasser 4 Tage, dann mit 5 Th. der Mischung 24 Stun-den ausgezogen, die Pressflüssigkeiten zu einem dickenExtrakt eingedampft. Harzige Ausscheidungen beimEindampfen löst man durch kleine Mengen Weingeist.

Dietbbich lässt zum ersten Auszug 8, zum zweiten6 Th. der Mischung verwenden und empfiehlt als vortheil-haft das Verdrängungsverfahren. Ausbeute etwa 23 Proc.

Oleum Achilleae Millefolü. Schafgarbenöl.

Bei der Destillation der frischen Schafgarbenblüthen er-hält man 0,07—0,13 Proc. ätherisches Oel von dunkel-blauer Farbe und kräftigem, aromatischem Gerüche.Spec. Gew. 0,905—0,925. Der einzige bekannte Bestand-theil des Oeles ist das bei 176° C. siedende Cineol,C 10 H 18 0.

II. Achillea moschata Wulfen. Auf den Alpen

Blätter kammförmig-flederschnittig, Abschnitte mehrmalslänger als die Breite der Spindel, lineal-lanzettlich. Liefert:Herba Ivae. Herba Genippi veri. Iva. Ge-nippkräuter. Im Ober-Engadin bereitet man aus demKraute den Iva-Likör. Betr. Genipp vergl. auchBand I, S. 411.

Oleum Ivae mOSChatae. Ivaöl. Das getrocknete Kraut von Achillea moschataWulfen giebt bei der Destillation etwa l / a Proc. eines grünblauen oder dunkelblauenOeles, von dem aromatischen Geruch und Geschmack des Krautes. Spec. Gew. 0,932—0,934.

Fig. 37. Rand- und Scheibenblüthevon Achillea Millefolium L.