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2 (1920)
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387
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Mezereum.

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säure geschüttelt, färbe die letztere nicht (wie bei Chloroform). — 3) Wird Methylenchloridmit dem gleichen Volumen Wasser geschüttelt, so gebe das letztere mit Silbernitrat keineTrübung (chlorhaltige Zersetzungsprodukte), mit Jodzinkstärkelösung keine Bläuung (Chlor),auch reagire es gegen Lackmus nicht sauer (Salzsäure).

Aufbewahrung. Vorsichtig und vor Licht, geschützt. Da das Methylen-chlorid in ähnlicher Weise wie das Chloroform während der Aufbewahrung eine Zersetzungerfährt, so empfiehlt sich ein Zusatz von 0,5—1,0 Proc. absoluten Alkohols, durch welchendas spec. Gewicht bis auf 1,351 sinkt.

Anwendung. Das Methylenchlorid ist in den Jahren 1887—1888 als Ersatzmitteldes Chloroforms zur allgemeinen Anästhesie empfohlen worden, hat sich abeT nicht ein-gebürgert, weil es keineswegs weniger gefährlich ist als dieses.

Methylenchlorid -Richardsok, sog. englisches Methylenchlorid, Methylene.

Die unter diesen Namen als Anästhetica empfohlenen Präparate waren Mischungen von1 Vol. Methylalkohol und 4 Vol. Chloroform.

Aether-Methyleni-KiCHARDSON. Ist ein Gemisch gleicher Theile von Methylen-chlorid und Aetlier. Dient als Ersatz des Chloroforms zur allgemeinen Anästhesie.

Eobbin's anaesthetic ether ist gleichbedeutend mit Methylenchlorid.

Mezereum.

I. f Daphne Mezereum L. (Familie der Thymelaeaceae — Thymelaeoideae— Daphneae — Daphninae). In Europa und Westasien vom Kaukasus bis zum Altai.Strauch, dessen Blüthen im ersten Frühjahr vor den Blättern erscheinen. Blättersommergrün, verkehrt länglich-lanzettlich, in einen kurzen Stiel verschmälert. Blüthen-stand trugdoldig, in den Achseln der vorjährigen Laubblätter sitzend. Kelch blumen-kronartig, hellpurpurn, mit 8 Staubblättern und kopfförmiger Narbe. Frucht eiförmig,scharlachroth. Liefert:

1) f Cortex Mezerei (Ergänzb. Helv). Mezerei Cortex (Brit.). Mezereum (U-St.). Cortex Thymelaeae. — Seidelbastrinde. Kellerhalsrinde. (Alantrinde). —Ecorce de mezereon ou de bois gentil (Gall.). — Mezereon Bark.

Beschreibung, Die Binde bildet lange, bis 3 cm breite, 1 mm dicke Streifen,die sehr zähe und biegsam sind. Der glänzend rothbraune Kork löst sich mit der Mittel-rinde leicht vom Bast ab, der auf der Innenseite gelblich und atlasglänzend ist.

Der Kork besteht aus ziemlich grossen, leeren Zellen, an den sich die in denäusseren Theilen kollenchymatische Mittelrinde anschliesst, sie enthält Bündel stark ver-dickter primärer Fasern. Die Innenrinde (Bast) besteht aus einreihigen, sich nach aussenverbreiternden Markstrahlen und den Baststrahlen, mit Gruppen schwach verdickter Fasernund Siebröhren mit horizontalen Siebplatten. Die Fasern der sekundären Rinde werden3,4 mm lang und 12 p breit, sie sind an den Enden zuweilen gegabelt.

Bestandtheile. Ein Glukosid Daphnin C 15 H, a 0 9 . 2H 2 0. Beim Behandeln mit:verdünnten Säuren oder Emulsin liefert es Daphnetin C 9 H„0 4 und Zucker. Als reizen-der Bestandtheil gilt das Anhydrid der Mezerinsäure. Asche 4 Proc.

Einsammlung. Die Rinde wird von dem Stamm und den stärkeren Aesten,nach Ergänzb. und Gall. nur von D. Mezereum (vergl. unten), bei Beginn des Frühjahrsvor der Blüthe abgezogen und kommt in Streifen, die zu runden oder länglichen Bündel-chen übereinander gerollt sind, in den Handel. Die breiteren Stücke werden bevorzugt.

Aufbewahrung. Vorsichtig und nicht länger als zwei Jahre, denn die Schärfeverliert sich mit dqr Zeit. Um die Rinde zu zerkleinern, muss man sie zuvor ein weniganfeuchten oder für kürzere Zeit in feuchte Tücher einschlagen, weil sie sehr stäubt. Siewird dann entweder geschnitten oder im Metallmörser zerstossen, getrocknet und nun erst'ein gepulvert *>ie faserige Remanenz wirft man fort.

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