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Magnesium oxydatum.
flitssigkeit (Eisen). — 2) 100 Th. Magnesiumlactat sollen bei vollständiger Veraschung15—16 Th. Rückstand, aus Magnesmmoxyd bestehend, hinterlassen. Theoretisch hinter-bleiben bei vollständiger Veraschung 15,6 Proc Magnesiumoxyd. Das wasserfreie Salzwürde 19,8 Proc. Magnesiumoxyd hinterlassen.
Aufbewahrung. In wohl verschlossenen Glasgefässen, um die Verdunstung desKTystallwassers zu verhüten.
Anwendung. Das Magnesiumlactat gilt als ein mildes Abführmittel undwird gelegentlich zu 1,0—2,0—3,0 g drei- bis viermal des Tages in Lösung oder Pulvergegeben.
Trochiscl Lactatis Natro-SIagnesil cum Pepsino
(BUKIN - DUBUISSOM).
Ilp. Magnesii lactlci
Natrii lactici ää 3,3Sacchari albi 90,0Pepsini puri 3,0
Tragacanthae 0,4Aquae q. s.
Flaut trochisci No. 100.
Täglich vor jeder Mahlzeit 2—5 Pastillen (als Di-gestivum).
Trochiscl Lactatnm Jlagnesii et Katrll
PfrrREQÜIN et BURIN-DUBUISSOK.
Pastille» de Büisson.Rp, Magnesii lactici
Natrii lactici ää 5,0Sacchari albi 90,0Tragacanthae 0,95
Aqaae q. s.
Fiant trochiaci No. 100. Jedes derselben enthält
0,1 g Magnesiumlactat.Täglich mehrere Male 2—3 Pastillen (bei Dyspepsieund Gastralgie).
Magnesium oxydatum.
Dieses Präparat kommt ebenso wie das Magnesiumsubkarbonat in einer specifischleichteren und einer specifisch schwereren Form im Handel vor.
I. Magnesium Oxydatum leve. Magnesium oxydatum (Aust. Helv.). Magnesiausta (Genn.). Magnesie caleinäe (Gall.). Magnesia levis (Brit). Magnesia (U.St).Gebrannte Magnesia. Calcinirte Magnesia. Light Magnesia. MgO. Mol. Gew. = 40.
Darstellung. Man zerbröckelt die im Handel vorkommenden, backsteinförmigenStücke des Magnesiumkarbonats, und stampft sie mittels eines Pistills in einen hessischenTiegel oder ein unglasirtes (!) irdenes Gefäss ein. Dieses Gefäss bez. der Tiegel wirdmit einem Deckel bedeckt und nun in einem Windofen so lange erhitzt, bis eine aus derMitte (!) des Tiegels entnommene Probe nach dem Anschütteln mit Wasser auf Zu-satz von verdünnter Schwefelsäure nicht mehr aufbraust. Man lässt dann erkalten undfüllt die gebrannte Magnesia thunlichst bald in trockene, nicht zu weithalsige Gefässe,welche mit guten Korken verschlossen werden.
Eigenschaften. Die gebrannte Magnesia bildet ein schneeweisses, sehr zartes,lockeres, schwach alkalisches, in Wasser fast unlösliches (die Löslichkeit wird 1 : 55000angegeben), geruchloses, etwas erdig schmeckendes Pulver, welches in der RothglühhitzeBich nicht verändert und sich in verdünnten Säuren ohne Aufbrausen löst. Aus derLuft zieht sie allmählich Feuchtigkeit und Kohlensäure an und wird zum Theil zuMagnesiumkarbonat. Mit 10—12 Th. Wasser angerührt, gesteht sie nach einigen Tagenzu einer breiigen Masse, welche Magnesiumhydroxyd Mg(OH), enthält. Ihr spec. Gewichtbewegt sich zwischen 2,75 und 3,25.
Prüfung. 1) 0,5 g Magnesiumoxyd werden mit 20 ccm Wasser zum Sieden er-hitzt. Nach dem Erkalten wird filtrirt; das klare Filtrat darf nur schwach alkalischreagiren, und 5 ccm desselben dürfen nur einen äusserst geringen Rückstand hinterlassen.Ein erheblicher Rückstand wäre näher zu untersuchen und wird in der Regel aus Natrium-karbonat bestehen. — 2) 5 ccm des vorigen Filtrates dürfen nach Zusatz von Ammonium-oxalatlösung innerhalb 5 Minuten nicht mehr als opalisirend getrübt werden. (Spuren vonCalciumoxyd sind zuzulassen.) — 3) Wird die auf dem Filter (zu 1) zurückgebliebeneMagnesia mit Wasser vermischt und in 5 ccm verdünnte Essigsäure gegossen, so dürfensich nur vereinzelte Gasbläschen zeigen, die Magnesia darf also Magnesiumsubkar-bonat nur in geringen Mengen enthalten. — 4^ 0,5 g Magnesiumoxyd sollen sich in