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Magnesium citrioum. 325
Magnesium citricum.
I. Magnesium CitriCUm. (Austr. Ergänzb.). Magnesiumeitrat. CitronensäureMagnesia. Citrate de magnesie (Gall.). Magnesii Citras. (C a H 5 0,) 2 . Mg 3 + HH.O.Mol. Gew. = 702.
Neutralisirt man Citronensäure mit Magnesiumkarbonat oder Maguesiumoxyd oderMagnesiumhydroxyd, so scheidet sich aus der wässerigen Lösung ein wasserhaltigesMagnesiumeitrat obiger Zusammensetzung aus. Dasselbe ist in Wasser ziemlich langsam,aber immerhin löslich. Seine Löslichkeit wird befördert durch Anwesenheit freierCitronensäure oder von Citraten. Verliert dieses Magnesiumeitrat aber sein Krystallwasser,so ist es in Wasser erheblich schwieriger löslich. Man muss daher, um ein lösliches Prä-parat zu erzielen, dafür sorgen, dass demselben sein Wassergehalt erhalten bleibt. Dasim Nachstehenden beschriebene ist das amorphe, leichtlösliche Salz.
Darstellung. 1) (Austr. und Gall.). 50,0 g Citronensäure werden in einer Por-eellanschale mit 150,0 g Wasser zum Sieden erhitzt, worauf man nach und nach unter Um»rubren 35,0 g Magaesiumsubkarbonat einträgt. Die Lösung bleibt '/i Stunde im Wasser-bade stehen, dann werde sie noch heiss filtrirt und 24—36 Stunden lang an einen kaltenOrt gebracht. Die nach dieser Zeit ausgeschiedene, käseartig aussehende Masse ist ineinem Tuche durch Auspressen von der Flüssigkeit zu befreien, bei einer 25° C. nichtübersteigenden Temperatur zu trocknen, schliesslich zu Pulver zu zerreiben. — 2) (Ergänzb.)6 Th. gebrannte Magaesia, 20 Th. mittelfein gepulverte Citronensäure und 7 Th. Wasserwerden in einem Porcellanmörser gemischt und zu einem Teig verrieben, welchen manohne Anwendung von Wärme (!) erhärten, lässt und sodann zu Pulver zerreibt.
Eigenschaften. Ein weisses Salzpulver von schwach bitterlichem, nicht sauremGeschmack, in 2 Th. Wasser klar und vollständig löslich zu einer neutralen oder blauesLackmuspapier nur schwach röthenden Flüssigkeit. Es verkohlt beim Glühen und hinter-lässt einen Rückstand, der mit salzsäurehaltigem Wasser ausgezogen ein Filtrat liefertwelches beim Uebersättigen mit Ammoniumkarbonatlösung klar bleibt, bei darauf folgendemZusatz von Natriumphosphatlösung aber einen weissen Niederschlag abscheidet.
Prüfung. 1) Wird die wässerige Lösung (1 = 5) mit verdünnter Essigsäure an-gesäuert, so darf auf Zusatz von Kaliumacetatlösung ein krystallinischer Niederschlag nichtentstehen (Weinsäure). — 2) Die mit Ammoninmchlorid und etwas Ammoniakflüssigkeitversetzte wässerige Lösung (1 = 5) darf durch Schwefelwasserstoff weder gefärbt nochgefällt (Metalle, namentlich Blei und Eisen) und durch Ammoniumoxalatlösung nichtgetrübt werden (Calcium). —
Aufbewahrung. An einem kühlen Orte m dicht verschlossenen Gefässen (Kork-stopfen!) um dem Präparat seine Löslichkeit zu erhalten.
Anwendung. Magnesiumeitrat wirkt in Gaben von 5—10—15—20 g als ein an-genehm zu nehmendes, mildes Abführmittel. Das vorstehende trockne Salz wird meist inPulvermischungen gegeben, ist übrigens gegenwärtig meist in deT Form des folgenden«rausesalzes im Gebrauche. Wo Lösungen häufiger verordnet werden, kann man eine8 °lche mit 20 Procent Magnesiumeitrat nach folgender Vorschrift vorräthig halten.
r .. Liquor Magnesii citrici, 20 Proc. Flüssiges Maguesiumcitrat. In eine kalteLösung von 17,5 krystallisirter Citronensäure in 80,0 destillirtem Wasser werdenunter Umrühren 5,0 gebrannte Magnesia nach und nach eingetragen, nach Verlauf einerVl «rtelstunde filtrirt. Das Filtrat betrage 100,0. Es enthält 20,0 amorphes Magnesiumeitrat.
II. Magnesium citricum effervescens (Austr. Germ. Heiv.). Poudre pour
Hraonade seche au citrate de magnesie (Gall.). Magnesii Citras effervescens (U-St.).B *ause-Magnesia. Brausendes Magnesiumeitrat. Es ist diejenige Form, in welcher''as Magnesiumeitrat am häufigsten verordnet wird, weil es in dieser Zubereitung seinekoslichkeit bewahrt und zwar infolge der Gegenwart von freier Citronensäure, von Citraten* )e *. Tartraten und von Zucker.