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2 (1920)
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323
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Magnesium carbonicum.

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Dieses Präparat hat die gleiche Zusammensetzung wie das vorige, nach Brit3(MgC0 3 ) . Mg(OH) a -(-4H. 2 0 und wird nach Brit wie folgt dargestellt:

Darstellung. Man löst 125,0 g krystall. Magnesiumsulfat in 250 ccm Wasser,anderseits 150,0 g krystall. Natriumkarbonat in 250 ccm. Man mischt beide Lösungenund dampft die Mischung zur völligen Trockne. Dann übergiesst man den trockenenRückstand mit 500 ccm Wasser und erhitzt ihn mit diesem unter Umrühren etwa1 /i Stunde auf dem Wasserbade. Mau lässt absetzen, giesst die überstehende Flüssigkeitdurch ein Leinentuch, wiederholt das Ausziehen des Rückstandes mit '/s Liter Wasser,bringt den Niederschlag schliesslich auf das Leinentuch und wäscht ihn auf diesem solange mit warmem destillirten Wasser, bis er frei ist von Sulfaten.

Eigenschaften. Ein weisses, körniges, specifisch schwereres Pulver wie dasvorige, aber sonst von den gleichen Eigenschaften wie dieses. Dieses Magnesiumkarbonatist besonders in England gebräuchlich.

Im deutschen Sprachgebiete wird als Magnesia schlechthin das ge-wöhnliche leichte Magnesiumsubkarbonat, im englischen Sprachgebietedagegen die gebrannte Magnesia verstände n.

III. Magnesium carbonicum neutrale. Magnesium carbonicum crystalli-satuin. Neutrales Magnesiumkarbonat. MgC0 3 4-3H 2 0. Mol. Gew. = 138.

Man erhält dasselbe, indem man Magnesiumsubkarbonat mit Hilfe von Kohlensäurem Wasser auflöst. Beim Stehen dieser Lösung an der Luft scheidet sich das neutraleSalz MgC0 3 -f-3H 2 0 i n Form von Nadeln aus.

Es bildet kleine harte, sehr weisse, in gewöhnlichem Wasser kaum lösliche Krystalle,welche dagegen in kohlensäurehaltigem Wasser löslich sind. Sie verlieren einen Theilihrer Kohlensäure schon beim Liegen an der Luft, sind deshalb in sehr gut (mit Kork)verschlossenen und mit trockner Kohlensäure gefüllten Flaschen an einem kühlen Orteaufzubewahren.

Dieses neutrale Magnesiumkarbonat wird hauptsächlich in der Mineralwasserfabri-kation angewendet. Ausserdem benutzt man es als Ersatz des gewöhnlichen*Magnesium-subkaTbonates, weil dieses nicht immer frei ist von fremden Partikeln (Schmutztheilchen),zu magnesiahaltigen Brausepulvern, kohlensäuTehaltigen Magnesiumeitratmixturen undMagnesia-Limonaden. 1,5 Th. dieses Salze3 entsprechen =» 1 Th. des gewöhnlichen Magne-siumsubkaTbonates.

Liquor Magnesii Carbonatis. (Brit.) Fluid Magnesia. Magnesiumkarbonat-losung. Man löst 40,0 g krystall. Magnesiumsulfat in 200 ccm destill. Wasser, ebenso"0,0 g krystall. Natriumkarbonat in 200 ccm destill. Wasser, mischt beide Lösungen underhitzt die Flüssigkeit bis zum Aufhören der Kohlensäure-Entwickolung auf ca. 100° O. DerNiederschlag wird in einem Tuche gesammelt, bis zum Verschwinden der Schwefelsäure-i^eaktion gewaschen. Dann bringt man ihn mit 400 ccm Wasser zusammen in einengeeigneten Apparat, sättigt die Flüssigkeit mit Kohlensäure und überlässt sie alsdann nachetwa 24 Stunden der Einwirkung der Kohlensäure unter einem Druck von 3 Atmosphären.Schliesslich füllt man die klare Lösung auf Mineralwasser-Flaschen. Die Lösung enthältnatürlich Magnesiumbikarbonat. 20 ccm der Lösung sollen nach dem Eindampfen undblühen 0,160,19 g Magnesiumoxyd hinterlassen, entsprechend 0,80,95 Proo. MgO.

Magnesites. Magnesit. Talkspath. MgC0 3 . Mol. Gew. = 84. Ein bei Franken-Stein in Schlesien, Hrubschütz in Mähren, Kraubat in Steyermark gefördertes Mineral,welches gewöhnlich gemahlen (Magnesitmehl) in den Handel kommt und von denMineralwasserfabrikanten als Material zur Gewinnung von Kohlensäure verwendet wird. Erwt hart, weiss oder gelblich, oder grauweiss. Man verwendet ihn auch zum KüsTEE'schenMagnesit-Verbände, ferner zur Darstellung von Magnesia-Kitt und Magnesia-Steinen. Zumk-Ü8TEa'schen Magnesium-Verbände werden 3 Th. Wasserglas mit 1 Th. MagnesiaPulver so gemischt, dass ein gleichmässiger Brei entsteht, in welchen man die sogleich (!)z « verwendenden Binden eintaucht. Der Verband ist nach etwa 2430 Stunden steinhart." Die Werthbestimmung des Magnesits erfolgt durch die Bestimmung der Kohlensäure.

Pulvis Magnesiae Cum Rheo. Kinderpulver. Pulvis infantum. PulvisPOerorum Ribke. Pulvis Magnesii compositus. BiBKE'sches Kinderpulver. Beruhi-Sttngspulver. Die Vorschriften der einzelnen Pharmakopoen weichen von einander ab:

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