Magnesium benzoicum — Magnesium chloratum.
Magnesium benzoicum.
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Magnesium benzoi'cum. Magnesiumbenzoat. Benzoesäure Magnesia. Ben*soate de magnesie. Magnesii Benzoas. (C 7 H 5 0 2 ). 2 Mg + 3H 2 0 Mol. Gew. = 320.
Darstellung. 60 Th. krystallisirte Benzoesäure (Acidum benzoicum e ToluoloBand I, s. 15) werden in 300 Th. siedendem Wasser gelöst und nach und nach mit(10 Th.) gebrannter Magnesia oder (25 Th.) Magnesiumkarbonat neutralisirt. Man filtrirt•lie noch heisse Lösung, koncentrirt das Filtrat durch Eindampfen und lässt es schliesslichan einem warmen Orte freiwillig eintrocknen.
Eigenschaften. Ein weisses, krystalliniscb.es Pulver, nicht hygroskopisch. Eslöst sich leicht in siedendem Wasser, ferner in 20 Th. Wasser von 15° C, auch in 20 Th.Weingeist von 90 Proc. Die wässerige Lösung ist neutral oder sehr schwach sauer undschmeckt anfangs süsslich, dann entfernt bitterlich. Das Salz schmilzt gegen 200° C.unter Verlust von Wasser zu einer sirupdicken Flüssigkeit. Beim Glühen an der Luftstösst es aromatisch riechende und entzündliche Dämpfe (von Benzol) aus und hinterlässtschliesslich 12,5 Proc. Magnesiumoxyd.
Anwendung. Das Magnesiumbenzoat soll antipyretisch wirken, ferner Harnsäurelösen und bei Tuberkulose sich bewähren. Man giebt es mehrmals täglich zu 0,2—0,5—1,0-Zu Inhalationen zieht man das leichter lösliche Natriumsalz vor.
Magnesium chloratum.
I. Magnesium Chloratum. Chlorure de magnesium cristallise. (Gall).Magnesiumchlorid. Chlormagnesium. Magnesia mnriatica. Chlorure de magne-sium. Magnesii Chloridum. Wasserfrei MgCl ä . Mol. Gew. = 95. WasserhaltigMgCl 2 -f 6H 2 0. Mol. Gew. = 203.
Darstellung. 100 Th. reine Salzsäure (von 25 Proc. HCl) werden mit 50 Th.destillirtem Wasser verdünnt und nach und nach mit soviel (30 Th.) Magnesiumkarbonatversetzt, dass eine neutrale Flüssigkeit entsteht und etwas Magnesiumkarbonat ungelöstbleibt. Die filtrirte Flüssigkeit wird im Dampfbade bis auf etwa 68 Th. Rückstand ein-gedampft oder soweit, bis eine herausgenommene und auf einen kalten Gegenstand ge-setzte Probe zu einer trockenen Masse erstarrt. Diese Masse wird in einem trockenen,schwach angewärmten Mörser zu einem groben Pulver zerrieben und alsbald in trockneFlaschen eingefüllt, welche sofort mit gutem Korkstopfen zu verschliessen und mit Paraffinzu dichten sind. Man erhält so das wasserhaltige Salz MgC] a -f-6K>0.
Das wasserfreie Magnesiumchlorid. Man löst gleiche Theile des vorigenwasserhaltigen Magnesiumchlorids und Ammoniumchlorid in möglichst wenig Wasser, fll-triit, dampft die Lösung in einer Silberschale zur Trockne, und trocknet sie nach, bis jedeSpur Wasser entfernt ist. Das völlig trockene Salz wird alsdann geglüht, wobei Ammo-niumchlorid entweicht und wasserfreies Magnesiumchlorid geschmolzen zurückbleibt. Die•Darstellung ist komplicirt und nur in Fabriken ausführbar.
Das übliche Präparat ist das wasserhaltige, das wasserfreie ist als Sammlungs-Piäparat aufzufassen.
Eigenschaften. Das wasserhaltige krystallisirte Magnesiumchlorid ist ein weisses,krystallinisches, sehr hygroskopisches Pulver. Es löst sich in etwa 0,6 Th. kaltem oder°,3 Th. heissem Wasser, auch in 5 Th. Weingeist von 90 Proc. ist es löslich. Die wässerigeLösmng schmeckt bitter-salzig und reagirt neutral oder äusserst schwach alkalisch, jeden-falls nicht sauer (Unterschied von dem Zinkchlorid).
Bei 120° C. entweicht das Krystallwasser. Gleichzeitig aber entweicht nach deröUeichung MgCl s + H a O = 2HCl-f-MgO etwas Salzsäure und entsteht Magnesiumoxyd.Dies ist der Grund, weshalb man wasserfreies Magnesiumchlorid nicht auf dem gewöhnlichen