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2 (1920)
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167
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f

Kalium Kall

167

H H,

I II

H-cA C Ac =

C N

OH C,H,

«-Oxychinolin-äthyl-tetrahydrür.

H,

Kairin A. Aethyl-Kairin. Kairin. Salzsaures a-Oxychinolintetrahydrür.

Salzsaures a-öxycMnolin-ätliyl-tetrahydrur. C e H 10 (C 2 H 6 ) NO. HCl. Mol. Gew. = 213,5.

Darstellung. Chinolin wird durch Erwärmen mit Schwefelsäure in a-Chinolinsulfo-

säure übergeführt und diese in der Natronschmelze (s. Bd. I, S. 24) in a-Oxychinolin verwandelt

Durch Reduktion des letzteren mittels Zinn und Salzsäure entsteht a-Oxychinolintetrahydrür,

welches alsdann durch Erhitzen mit Jodäthyl in a -Oxychinolin -äthyl-

tetrahydrür übergeführt wird. Das salzsaure Salz der letzgenannten

Base ist das Kairin A.

Eigenschaften. Geruchloses, farbloses Krystallpulver, aus pris-matischen Krystallen bestehend. Löslich in 6 Th. Wasser oder in20 Th. Weingeist. Die wässerige Lösung schmeckt stechend-salzig,zugleich kampferartig kühlend und nimmt aus der Luft allmählich Sauer-stoff auf unteT Bräunung. Sie wird durch Eisenchlorid dunkelbraunroth,durch rauchende Salpetersäure blutroth gefärbt.

Aufbewahrung. Vorsichtig. Lösungen dürfen nicht

lange vorräthig gehalten werden.

Anwendung. Kairin hat heute nur noch historisches Interesse. Es war dasw ste synthetisch dargestellte Antipyreticum, und zwar erfolgte die pharmakologischePrüfung s. Z. durch Filehnb. Es wurde damals Erwachsenen in Gaben von 0,51,0 g,Kindern in solchen von 0,10,5 g pro die gegeben. Heut ist es völlig verlassen, weil dieNebenerscheinungen (Cyanose, Collaps) doch zu bedrohlich waren und weil es die BildungTon Methämoglobin veranlasste.

Kairin M., salzsaures a-Oxychinolinmethyltetrahydrür CH 10 (CH 3 ) NO . HClentsteht auf ganz analoge Weise wie das vorige, nur wird an Stelle von Jodäthyl zurDarstellung Jodmethyl benutzt. Es ist dem vorhergehend beschriebenen physikalischund chemisch sehr ähnlich, findet aber seiner unangenehmen Nebenwirkungen wegen medi-cinische Verwendung nicht mehr.

FallsKairinum" schlechthin verordnet ist, darf unter alleu Um-ständen nurKairin A", niemals Kairin M dispensirt werden.

Kairolin 1 ist saures schwefelsaures Aethylchinolintetrahydrür C 9 H 10 (C 2 H B )N.H 2 SO t .

Kairolin M ist saures schwefelsaures Methylchinolintetrahydrür C 9 H 10 (CH a )N.H 2 S0 4 .

Kalium Kali.

I. Kalium. Metallisches Kalium. Potassium (engl. u. franz.). K. Atomg = 39.

Wird technisch in der Kegel durch Destillation eines durch Verkohlung von Weinsteinerhaltenen innigen Gemenges von Kaliumkarbonat und Kohle dargestellt und durch denGrosshandel bezogen.

Eigenschaften. Silberweisses, stark glänzendes Metall, bei gewöhnlicher Tempe-ratur von der Konsistenz des Wachses (lässt sich schneiden), in der Kälte hart und spröde.Das spee. Gew. ist bei 13° C. = 0,875 (Wasser* 1). Kalium schmilzt bei 62,5* C, bei667° C. verwandelt es sich in einen grünen Dampf. An der Luft oxydirt sich das Kaliumsofort, das blanke Metall wird blind und überzieht sich mit einer schwächeren oder stärkerenKruste von Kaliumoxyd, welche allmählich in Kaliumkarbonat tibergeht. Auf Wassergebracht, zerlegt es dieses sofort in Sauerstoff- und Wasserstoff. Der letztere entzündet»ich (Unterschied von Natrium) und brennt infolge beigemengten Kaliumdampf es mitvioletter Flamme. Diese Keaktion verläuft weitaus heftiger wie die analoge beim Natrium,daher darf Natrium zur Demonstration der Wasserzersetzung mittels Leichtmetallen nichtbeliebig durch Kalium ersetzt werden. Wegen seines Verhaltens gegen Luft, Sauerstoffund Wasser muss das Kalium unter rektificirtem Petroleum aufbewahrt werden. Aehn-