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Juniperus.
plankonvexen Kotyledonen (Fig. 13). — Die Epidermis besteht ans an der Anssenwandstark verdickten, an den Seitenwänden porösen Zellen. Stomatien sind selten und meistnur an der Spitze der Frucht vorhanden. Unter der Epidermis folgt zunächst ein dünnesCollenchym und darauf, die Hauptmasse der Frucht ausmachend, ein reichlich mit Inter-cellularräumen versehenes Parenchym. In diesem Gewebe finden sich reichlich grosseBchizogene Oelbehälter und Gefässbündel, ausserdem eigenthümliche, ziemlich grosse, meistwenig verdickte Idioblasten.
Der Same zeigt eine Epidermis, darunter eine einzige Parenchymlage und dann einemachtig entwickelte Sklerenchymschicht, an die sich die zusammengepresste Nährschicht an-schliesst. Im Endosperm und im Embryo reichlich fettes Oel und bis 8 p grosse Aleuron-körner, die ein oder mehrere Globoide und ein Krystalloid enthalten. Die blasenförmigenVorragungen des Samens sind grosse (bis 1 mm) schizogene Oelbehälter, die der Frucht-schale angehören.
Im Pulver fallen besonders das Parenchym der Fruchtschale und die Steinzellen deiSamenschale, daneben auch die stark verdickten Zellen der äusseren Epidermis auf. Diereifen Früchte enthalten keine Stärke, da aber in der Handelswaare stets geringe Mengenunreifer Früchte vorhanden sein werden, so ist auf die Auffindung geringer Stärkemengen
bei Beurtheilung des Pulvers keingrosses Gewicht zu legen.
JBestandthelle. 0,5—1,2 Proc.ätherisches Oel (vergl. unten).Ferner nach Koma 78,5 Proc. Wa s s e r,0,9 Proc. Stickstoff Substanz, 2,79Proc. freie Säure (Ameisensäure,Essigsäure, Aepfelsäure), 7,07 Proc.Zucker (Traubenzucker), 6,67 Proc.sonstige stickstofffreie Stoffe,3,43 Proc. Holzfaser, 6,4 Proc.Asche. In der Trockensubstanz:4,18 Proc. Stickstoffsubstanz,32,88 Proc. Zucker.
Handelswaare. Aufbewah-rung. Man unterscheidet im Handeldeutsche und italienische Wacholderbeeren. Da die letzteren besonders schön, gross,voll und sorgfältig ausgelesen sind, so werden sie mit Recht bevorzugt. Man bewahrtdie im Herbst gesammelten, gut, doch ohne künstliche Wärme getrockneten Beeren inBlechgefässen.
Grüne, braune, rothe, oder verschrumpfte Beeren sind zu verwerfen, ebenso zu alte,deren Oel verharzt ist.
Bisweilen werden sonst gute Wacholderbeeren während der Aufbewahrung durchAusblühen von Traubenzucker rissig, unansehnlich und, da man die Ausscheidungen leichtfür Schimmelpilze halten kann, unverkäuflich. Man verwendet sie dann als grobes Pulver.Die Pulverung wird nur selten in den Apotheken vorgenommen, da die Beeren sich in-folge ihrer schwammigen Beschaffenheit beim Stossen im Mörser Belbst bei Frostwetterzusammenballen. Nach längerem Trocknen im Kalk-Trockenschrank lassen sie sich, wennauch mühsam, in ein grobes Pulver verwandeln; das Pulver des Handels wird aus denlängere Zeit gelagerten, in der Wärme getrockneten Beeren hergestellt, wobei ein Verlustvon etwa 12 Proc. entsteht. Es empfiehlt sich, über Aetzkalk getrocknete Wacholder-beeren für Theemischungen in dicht verschlossenen Gefässen vorräthig zu halten und beiBedarf durch ein Speciessieb zu treiben, denn derartige Mischungen unterscheiden sichdurch ihre gleichmässige Zerkleinerung sehr vortheilhaft von solchen, die mit „leicht ge-quetschten" Früchten hergestellt sind, wie Germ, es vorschreibt
Fig. 18. Querschnitt durch einen Samen von Juniperus com-munis. Nach Berö. t Oelbehälter. F Endocarp. T Samen-schale. 2 Endosperm. 4 Embryo. 40 mal vergrössert