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2 (1920)
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159
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Juglans.

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Succus Juglandis Nucum inspissatus (E. Dietebich). Nussschalensaft oder-salse. 100 Th. frische Wallnussschalen werden zerquetscht, zweimal mit je 1UU in.heiasem, destill. Wasser ausgezogen, die Pressflüssigkeiten durch Flanell geseiht und zur .Hcmigdicke eingedampft. Dann setzt man ihr doppeltes Gewicht Honig hinzu und dampitz u einem dicken Extrakt ein.

2. Die Blätter. Folia Juglandis (Germ.). Folium Juglandis (Helv.). - Wall-nussblätter. Nussblätter. Feuille de noyer commun. Walnut-tree-leaves.

Beschreibung. Die Blätter Bind unpaarig gefiederte Fiederblätter mit lang-gestieltem Endblättchen und 24 paarweis sitzenden Seitenblättchen. Das Endblättchen«t am grössten, die Seitenblättchen nehmen von oben nach unten an Grösse ab. Derganze Blattstiel kann eine Länge von 30 cm erreichen, das Endblättchen kann 20 cm langu ad 10 cm breit sein. Die Blättchen sind eiförmig und ganzrandig, selten schwach aus-geschweift. Die Epidermis trägt grossköpfige Drüsenhaare auf kurzem, einzelligem Stielu nd klemköpfige auf mehrzelligem Stiel, ausserdem dicke, einzellige Haare, die besondersin den Nervenwinkeln der Unterseite Büschel bilden. Unter der Epidermis der Oberseite"hei Reihen von Palissaden, im Schwammparenchym häufig grosse Oxalatdrusen. DieSeitennerven der Blättchen bilden mit deren Hauptnerven einen Winkel von ungefähr 45°.Bestandtheüe. 0,03 Proc. ätherisches Oel, dasselbe ist hellgrün, bei ge-wöhnlicher Temperatur fest, von angenehm theeartigem Geruch. Juglon (Nucin)C ioHO a , ein Oxynaphtochinon, es ist in den Blättern und in den Fruchtschalen alsHydrojuglon enthalten. In Alkalien löst es sich mit purpurroter Farbe. Gerbstoff(Nucitannin), 0,3 Proc. Inosit.

Einsammlung. Die Blätter werden im Juni gesammelt, von den Blattstielenbefreit, an einem sonnigen Orte schnell getrocknet und zerschnitten in Blechbüchsen auf-bewahrt. 3 Th. frische geben 1 Th. trockne. Schwärzlich aussehende Blätter sind zuverwerfen; sie verdanken diese Farbe Zersetzungsprodukten des Juglons.

Verwechslungen. Die Blätter von II sind leicht an dem gesägten Bande zuerkennen.

Anwendung. Innerlich als Aufguss oder Abkochung (1015: 200) bei Scrophuloseund Syphilis. Aeusserlich zu Augenbähungen, Umschlägen, Bädern (0,51 kg auf 1 Bad),als Extrakt auch zu Einspritzungen. Waschungen mit Wallnussblätteraufguss wendet manbei Haustieren an, um sie vom Ungeziefer zu befreien.

Extractum Juglandis Foliorum (Ergänzb.). Nussblätterextrakt. 2 Th. fein-«erachnittene Nussblatter zieht man zweimal je 4 Tage zuerst mit einem Gemisch aus 4 Th.Weingeist (87proc.) und 6 Th. Wasser, dann mit einem solchen aus 2 Th. Weingeist undö Ih. Wasser aus, destillirt den Weingeist ab und dampft die Pressflüssigkeit zu einemmcken Extrakt ein. Harzige Ausscheidungen löst man durch Zusatz von wenig Weingeistl-Uestillat). In Wasser trübe löslich. Ausbeute 2830 Proc.

W Sirupus Juglandis foliorum. Wallnussblättersirup. 1) 1000 Th. frisch»Wallnussblätter zerstösst man im steinernen Mörser, fügt 250 Th. Wasser zu, presst aus,a P «i. e Plüs sigkeit auf 250 Th. ein, fügt 50 Th. verdünnten Weingeist zu, filtrirt nachoern Absetzen und bringt 280 Th. des Filtrats mit 520 Th. Zucker zum Sirup. 2) 2 Th.Wallnussblätterextrakt löst man in 98 Th. Zuckersirup.

3. Das fette Oel der Samen. Nussoel. Walnussöl. Oleum Juglandis. Oleumnucum Juglandis. Huile de noix. Huile de noyer (Gall.). Walnutoil. Nutoil.

Konstanten des Oeles. Spec. Gew. 0,9250,926. Erstarrungspunkt: bei"~ 15* C. dick, bei 27,5° C. zu einer weissen Masse gefroren. Schmelzpunkt derFettsäuren 1620° C. Erstarrungspunkt 16,0° C. Verseifungszahl 188196°C.Jodzahl 143151,7.

Kalt gepresst ist es dünnflüssig, farblos, hell- bis grünlichgelb, von angenehmemruch un ^ Geschmack. Warm gepresst ist es grünlich, von scharfem Geruch undGeschmack. Es löst sich in 100 Th. kaltem und 60 Th. heissem Alkohol.

Bestandtheile. Glyceride der Leinölsäure, Oelsäure, Myristinsäure undL aurinsäure.