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2 (1920)
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Iris.

mit braunen Adern. Blüthenscheiden nur am Rande trockenhäutig. Alle drei Arten mitwohlriechenden Blüthen. Vielfach kultivirt. Sie liefern, und zwar hauptsächlich die beidenersten, im Rhizom

ßhizoma Iridis (Genn. Helv.). Radix Iridis(Austr.). Rad. Iridis s. Ireos florentinae s. ger-manicae. Yeilchenwurzel. Schwertelwurz. Iris-wurzel. Kinderwurzel. Yiolenwurzel. Zahnwurzel. Rhizome d'iris de Florence (Gall.). Racined'iris ou de Yiolette. Iris Root. White Flag Root.Man kultivirt die Pflanzen zur Gewinnung desRhizoms bei Florenz und bei Verona, auch liefern Ma-rokko, Indien und China etwas für den Handel, neuer-dings kultivirt man sie auch in Kalabrien.

Beschreibung. Das Rhizom bildet dicke,fleischige, trocken harte, etwas abgeflachte Stücke, dievon Zeit zu Zeit Abschnürungen zeigen, die dem jedes-maligen Jahreszuwachs entsprechen. Nach einigenJahren treibt das Rhizom einen Blüthenschaft, andessen Grunde sich dann später zwei Seitenknospenzu Rhizomzweigen entwickeln. Die Droge bestehtaus weissen, harten Stücken von etwa 10 cm Länge,die aus 23 Jahrestrieben bestehen und die man vonder dünnen Korkschicht befreit hat. Trotzdem erkenntman auf der Oberseite die Narben der zweizeilig ange-ordneten Blätter mit den zahlreichen, punktförmigenAustrittsstellen der Gefässbündel und auf der Unter-seite die Reste der Wurzeln. Bruch glatt, innen mehligoder hornartig. Querschnitt elliptisch oder fast nieren-förmig. Rinde etwa 2 mm dick. Gefässbündel koncen-trisch (Fig. 11). Im Parenchym reichlich Stärkemehl, dessen grössere Körnchen bis 50 /umessen. Sie sind ungefähr kegelförmig, an der Basis, wo sich der Leukoplast befunden hat,abgestutzt, das Ceiitrum, oft mit Spalten, an der Spitze des Kegels, von wo häufig zweiStreifen gegen die Basis hinablaufen (Fig. 12). Ferner finden sich imParenchym reichlich grosse, bis 500 /* lange und bis 30 fi breite Oxalat-krystalle, die in eine Schleimhülle eingebettet sind. Im Querschnittsind sie quadratisch oder rechteckig. Sie, resp. ihre Bruchstücke unddie Stärkekörner fallen im Pulver am meisten auf. Das Parenchym istziemlich dickwandig und getüpfelt.

Bestandtheile. 0,10,2 Proc. ätherisches Oel. Dasselbestellt eine gelblichweisse Masse von ziemlich fester Konsistenz dar, diebei 4450° C. schmilzt. Es dreht rechts. Säurezahl 213222. Versei-fungszahl 26; es enthält 85 Proc. Myristinsäure, ferner Myristin-säure-Methylester, Oelsäure und deren Ester, Oelsäurealdehyd;der Träger des Geruches ist das zu 1015 Proc. im Oel enthaltene IronC u Hj 0 O. Ferner enthält die Droge ein Glukosid Iridin C 24 H, 6 0 lt , dasStärkemehl feine, weisse, an der Luft sich rasch gelblich färbende Nadeln bildet, diebei 208° C. schmelzen. Es liefert mit verdünnter Schwefelsäure Trauben-zucker und Irigenin C 8 H 16 0 8 . Bei Untersuchung des Rhizoms fandTückeb 1,34 Proc. in Petroläther lösliches Wachs und Harz, danach löste Aethyläther1,83 Proc, absoluter Alkohol löste 4,13 Proc, */ 4 dieses Extraktes sind in Wasser löslich.Wasser löste 14,02 Proc, darin 8,31 Glykose, 1,27 Saccharose. Wässerige Natronlaugelöste 30,3 Proc, meist Schleim und Eiweisssubstanzen. Salzsaures Wasser löste10,3 Proc. Gehalt an Stärke 16,85 Proc, Wasser 8,74 Proc, Asche 2,12 Proc.

Tig. 11. Querschnitt durch Rhizoma Iridis.« Oxalatkrystalle. h EndodermiB. a Gefäss-bündel.

Fig. 12-aus Rhizoms Iridis.850 mal Tergr.