Hydroxylaminum hydrochloricum.
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Wasserstoffsuperoxyd zum Entfärben der Haare. Dunkle Haare können
durch Behandeln mit Wasserstoffsuperoxydlösung mehr oder weniger entfärbt, d. h. inblonde verwandelt werden. Zu diesem Zwecke entfettet man die Haare zunächst durchWaschen mit Sodalösung, wäscht sie darauf mit Wasser und durchfeuchtet sie nach demTrocknen mit 3procentiger Wasserstoffsuperoxydlösung. Das Verfahren muss wiederholt"werden, bis der gewünschte Ton erreicht ist. Die nachwachsenden Haartheile habennatürlich wieder die ursprüngliche Färbung. Die diesem Zweck dienenden Präparate führen>m Handel verschiedene Namen.
Auricomus. Aureoline. Blondeur. Ean fontaine de jouvence golden. Gold-Feen-Wasser. Golden Hair Wash sind Namen für kosmetische Präparate, welche zumEntfärben von Haaren dienen und aus Wasserstoffsuperoxydlösung bestehen.
Aseptinsäure von A. Busse in Linden. Soll eine Lösung von 0,3 Salicylaldehydund 0,5 Borsäure in 100 ccm Wasserstoffsuperoxyd von 1,5 Proc. sein. Vergl. hierzu Bd. I,S. 46 und 103.
Katharol, Mundwasser des medicinischen Waarenhauses, soll aromatisirte Wasser-etoffsuperoxydlösung Bein.
Ozonin-SCHREIBER, eine Bleichflüssigkeit. Man löst 125 Th. Kolophonium in 200 Th.Terpentinöl, verseift mit einer Lögung von 22,5 Th. Kalihydrat in 40 Th. Wasser und fügt90 Th. Wasserstoffsuperoxydlösung hinzu. Die gallertartige Flüssigkeit verwandelt sichnach 2—3tägigem Stehen im Dunklen in eine dünne, haltbare Flüssigkeit.
Salactol. Lösung von Natriumsalicylat und Natriumlactat in 1 procentiger Wasser-etoffsuperoxydlösung.
Koncentrirtes Wasserstoffsuperoxyd. Dunstet man dünne Wasserstoffsuper-
oxydlösungen bei nicht über 60—70° C. ein, so gelingt es, Lösungen des Wasserstoffsuper-oxyds mit einem Gehalt von 40—50 Proc. H 2 0 2 zu erhalten; das Verdunsten ist zu unter-brechen, wenn die Sauerstoffentwicklung allzulebhaft wird. Schüttelt man diese Lösungenmit Aether aus, so geht das Wasserstoffsuperoxyd in diesen über, hinterbleibt beim Ver-dunsten des Aethers und kann durch Destillation im luftverdünnten Raum bei 18 mmDruck auf eine Koncentration von 99 Proc. H 2 0, gebracht werden. Bei dieser Destil-lation treten aber bisweilen heftige Explosionen auf. Man kann auch dasAusschütteln mit Aether unterlassen und die 40—50procentige Wasserstoffsuperoxyd! ösungdirekt im luftverdünnten Räume destilliren. Das 99procentige Wasserstoffsuperoxyd isteine sirnpartige, sauer reagirende Flüssigkeit (stark verdünnte Lösungen sind neutral),deren spec. Gewicht zu 1,453—1,4996 angegeben wird. Es ist in Alkohol wie in Aetherlöslich.
Pyrozou. Eine Lösung von Wasserstoffsuperoxyd in Aether, 50 Proc. H.,0. 2 ent-haltend. Zur Entfernung von Leberflecken empfohlen.
Kichardson's ozonisirter Aether ist identisch mit Pyrozon und wird in zerstäub-ter Form zur Desinfektion der Luft und bei putrider Expectoration, auch innerlich zu6,0 g pro du gegen Diabetes angewendet.
Hydroxylaminum hydrochloricum.
t Hydroxylaminum hydrochloricum (Ergänzb.). Oxyaminum hydrochlori-cum. Oxyammonium hydrochloricum. Hydroxylaminhydrochlorid. SalzsauresHydroxylamin. NH 2 . OH. HCl. Mol. Gew. = 69,5.
Das Hydroxylamin NH. 2 . OH ist als Ammoniak NH„ aufzufassen, in welchem einWasserstoffatom durch die Hydroxylgruppe ersetzt ist.
Darstellung. Man stellt zunächst durch Einwirkung von Natriumbisulfit aufNatriumnitrat das leicht lösliche hydroxylamindisulfosaure Natrium dar und wandelt diesesdurch Zugabe von Kaliumchlorid in das schwerlösliche hydroxylamindisulfosaure Kaliumnn »- Erhitzt man die wässerige Lösung desselben einige Zeit auf 130° C, so erhält manBydToxylaminsulfat und Kaliumsulfat, welche durch fraktionirte Krystallisation getrennt