Hydrargyrum.
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Mitteleuropa kultivirt, H. hexastichlim, die sechszeilige Gerste, in Südeuropa, selten inder Schweiz und Deutschland kultivirt, H. Vulgare, in verschiedenen Formen in Europaund Nordafrika kultivirt.
Beschreibung. Die Frucht ist mit der Deck- und Vorspelze verwachsen, läng-lich, nach beiden Enden verschmälert, kantig, am Rücken etwas flach, an der Bauchflächegewölbt und mit einer Längsrinne versehen, strohgelb, nach Beseitigung der Spelzen glatt,röthlich-gelb. Fruchthaut mit Samenschale innig verwachsen, sie umschliessen das grosseEndosperni, an dessen Grunde der kleine Embryo sich befindet.
Die Gerstenfrucht unterscheidet sich, auch im fein zerkleinerten Zustande, leicht vomWeizen und Boggen durch die Gegenwart der Gewebselemente der Spelzen, dagegen istzu bemerken, dass Hafer und Reis ebenfalls von den Spelzen umschlossen sind.
lieber das Stärkemehl vergl. Band I, S. 295.
JBestandtheile nach Köuig: Wasser 14,05 Proc, Stickstoffsubstanz 9,66 Proc,Fett 1,93 Proc, stickstofffreie Extraktstoffe 66,99 Proc, Bohfaser 4,95 Proc,Asche 2,42 Proc. In der Trockensubstanz: Stickstoffsubstanz 11,24 Proc, stick-stofffreie Extraktstoffe 77,94 Proc, Stickstoff 1,79 Proc. Die Asche ist reich anKieselsäure (25,9 Proc), die besonders in den Spelzen ihren Sitz hat.
Anwendung. Man verwendet die geschälte Frucht Semen Hordei decorti-catmn (Ergänzb.). Fructus Hordei excorticati. Hor-deum perlatum s. mundatnni.Geschälte Gerste. Gersten- oder Perlgraupen. — Orge moiidc. Orge perle" (Gall.).— Barley-penrl. In Theemischungen, als schleimiges Getränk in Abkochung (15,0—30,0:200,0), äusserlich zu Gurgelwässern und in Klystieren.
Ptisana de Hordeo. Tisarie d'orge (Gall.). Aus 20 g mit kaltem Wasser ab-gewaschener Gerstengraupe bereitet man durch Kochen mit q. s. Wasser und Durchseihen1 1 Flüssigkeit.
Farina Hordei praeparata (Ergänzb.). Präparirtes Gerstenmehl. — Farined'orge preparöe. Gerstenmehl drückt man in ein hohes walzenförmiges Zinngefäss biszu a / 3 des Raumes fest ein, versehliesst und erhitzt 30 Stunden im Dampfbade. Die obere,mehlartige Schicht wird entfernt, die röthlich-gelbe Masse gepulvert und trocken auf-bewahrt. Der Verlust lässt sich vermeiden, wenn man nach je 10 Stunden den Inhalt desGefässes gut durchmischt. Ausbeute etwa 90 Proc. — Dieterich empfiehlt, um die Ge-währ für ein reines Mehl übernehmen zu können, 1000 g Gerste mit 50 g Wasser 6 Stun-den quellen zu lassen, durch 6 stündiges Erhitzen in verschlossenem Gefäss auf dem Dampf-bade aufzuschliessen, dann zu trocknen, hierauf 30 Stunden wie vorhin angegeben, zu be-handeln, und endlich zu pulvern. Ausbeute 75—80 Proc. Ein mit Unrecht in Vergessen-heit gerathenes, leicht verdauliches Nährmittel.
Ferculnm Sasoniae. ^ Past » Ca ™ 0 """^ »™"" mtI - (
w _ . _ „ . Ä Gersten-Chokolade (Dieterich).
Ep. Fannae Hordei praep. 700,0 „ „ . _ . . „„„»
ßacehari albi pulv. 295,0 E P- Fannae Horde, praep. 100,0
Cortic. Cinnamom. pulv. 5,0. ^acchan alb. pulv. 450,0
Anwendung wie bei Farina Hordei pp. „ „ P^tae Cacao 450£
Bereitung wie bei Pasta Cacao arom. Bd. I, S. 626.
Sauo, ein Nährmittel der Sano-Gesellschaft in Berlin, angeblich dextrinirtes Gersten-mehl, enthält (abgerundet) in 100 Th.: 14 Wasser, 12 Proteinstoffe, 1,5 Fett, 4 lösl. Kohle-hydrate, 65 Stärke (Adtbecht).
;ioneniesem
ivumleum
;e, in
Hydrargyrum.
Hydrargyrum. Mercurius viviis. Argentum vivum. Mercnre (französ.). Mer-cnry (engl.). Quicksilrer (engl.). Hg. Atomg. = 200. Ein edles Metall, welches inder Natur nur selten gediegen (als „Jungfernquecksilber") vorkommt, in grösserenMengen als Zinnober (Mercurisulfid HgS) gefunden wird. Seine Gewinnung geschiehthüttenmännisch durch Kosten der Zinnobererze bei Zutritt von Luft oder durch Erhitzender Zinnobererze mit Eisen oder Aetzkalk.
I. Hydrargyrum Venale seil technicum. Technisches Quecksilber. Mercnredu commerce (Gall.). Das Quecksilber des Handels ist niemals ganz rein, sondern ent-