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2 (1920)
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Hexamethylentetraminum.

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I

Harngährung in Anwendung gebracht. In Gaben von 46,0 g täglich tritt vorzugsweisediuretische Wirkung ein.

f Hexamethylentetraminum salicylicum, Urotropinum saiicyiicum. Saii-

formin [(CH 2 ) 6 N 4 ]. C,H 6 0 3 . Mol. Gew. = 278.

Zur Darstellung übergiesst man 10 Th. Hexamethylentetramin und 10 Th. Salicyl-säure mit 25 Th. destillirtem Wasser und lässt stehen, bis Auflösung erfolgt ist. Man filtrirtdie Lösung, dunstet sie bei 5060° C. ein, trocknet den Hockstand im Exsiccator nachund zerreibt ihn zu Pulver.

Farbloses, krystallinisches Salzpulver von ekelhaft süsslich adstringirendem Geschmack,in Wasser und in Alkohol sowie in Chloroform leicht löslich. Die wässerige Lösung rcagirtsauer und wird durch Ferrichlorid intensiv rothviolett gefärbt, mit Kupfersulfat giebt siegrasgrüne Färbung. Wird sie mit verdünnter Schwefelsäure erhitzt, nach dem Erkaltenmit Natronlauge übersättigt und nochmals erhitzt, so erfolgt Entweichen von Ammoniak. In konc. Schwefelsäure löst sich das Salz ohne Färbung. Wird diese Lösung vorsichtigerwärmt, so färbt sie sich prachtvoll karminroth. Die wässerige Lösung giebt noch instarker Verdünnung, mit gesättigtem Bromwasser im Ueberschuss versetzt, einen hellgelbenNiederschlag.

Das Salz verbrenne auf dem Platinbleche ohne einen Rückstand zu hinterlassen.Man giebt es in Dosen von 12 g als Harnsäurelösendes Mittel wie das vorige.

Galloformin - Hksning. Gallussaures Hexamethylentetramin C 0 H 2 (OH),CO,H . (CH^Nj. = 310.

Entsteht durch Zusammenbringen von 19 Th. kryst. Gallussäure mit 14 Th. Hexa-methylentetramin. Es krystallisirt in harten, stark lichtbrechenden Nadeln, ist verhältniss-mässig schwer löslich in kaltem Wasser, desgl. in Alkohol, Aether und Glycerin, unlöslichin Chloroform, Benzol und Olivenöl. Beim Kochen der wässerigen Lösung tritt unterreichlicher Entwickelung von Formaldehyd Zersetzung und Abscheidung eines unlöslichenProduktes ein. Die Verbindung war als innerliches und äusserüches Desinficiens in Aus-sicht genommen, hat sich aber in der Praxis nicht bewährt.

II. t Hexamethylentetramin-Aethylbromid. Bromalin. Bromalium. Bromo-foruiin. Bromäthylformin. [(CH 2 ) 0 N 4 ] C 2 H 6 Br. Mol. Gew. = 240. Ein Additions-produkt von Hexamethylentetramin und Aethylbromid.

Zur Darstellung übergiesst man in einem niedrigen Cylinder, welcher verschlossenwerden kann, 10 Th. Hexamethylentetramin mit 10 Th. absolutem Alkohol und 10 Th.Bromäthyl. Man lässt die Mischung unter gelegentlichem Umrühren stehen, bis sie sichin eine aus nadeiförmigen Krystallen bestehende Masse umgewandelt hat, und lässt sie aneinem warmen Orte trocken werden.

Farblose Krystalle (Nadeln oder Blättchen), oder ein krystallinisches Pulver, leichtlöslich in WasseT zu eineT kaum alkalisch reagirenden Flüssigkeit von süsslich salzigemGeschmack. Sie schmelzen bei etwa 200° C. unter Zersetzung. Beim Erhitzen auf demPlatinbleche bläht sich die Kohle auf, ähnlich wie diejenige des Rhodanquecksilbers. Löstman die Verbindung in Natronlauge, giebt Jod hinzu und erwärmt, so tritt der Geruchnach Jodoform auf. Die wässerige Lösung giebt noch in starker Verdünnung, mit ge-sättigtem Bromwasser im Ueberschuss versetzt, einen orangegelben Niederschlag. BeimErhitzen mit Natronlauge allein werden ammoniakalische Dämpfe in Freiheit gesetzt. ZumNachweis des Broms löst man das Präparat in konc. Schwefelsäure, setzt einige Tropfenrauchende Salpetersäure hinzu und schüttelt mit Chloroform aus; letzteres färbt sich als-dann gelbbraun. Es verbrenne, auf dem Platinbleche erhitzt, unter Auftreten einer starkaufgeblähten Kohle ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Vor Licht geschützt auf-zubewahren.

Man giebt es in Gaben von 24 g in Pulverform oder Lösung 34 mal täglichals Sedativum nervosum an Stelle des Bromkaliums bei Epileptikern und Neurasthenikern.Es ist etwa die doppelte Gabe wie von dem Bromkalium erforderlich.

III. Tannopinum. Tannon. Hexamethylentetramin Tannin. [(CH^NJ.[C 14 H, 0 0 9 ] 3 . Mol. Gew. = 1106.