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Helenium. 5
Tinctnra Hamamelidis (Brit.). Teinture de Hamamelis virginica (Gall.).Tincture of Hamamelis. Brit.: Aus 100 g Hamamelisrinde (Nr. 20) und q. s. Wein-geist (45 Vol. Proc.) im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 50 ccm und sammelt1000 ccm Tinktur. Dosis 2—4 ccm. — Gall. Suppl.: Aus 100 g grob gepulverter Ha-mamelisrinde und -blättern und 500 g 60proo. Weingeist durch zehntägige Maceration.
Mixir Hamamelidis. Suppositoria Hamamelidis.
Münch. Vorschrift.
Elixir de Virginie.Ep. Extract Hamamelid. fluidi 30,0Tincturae Vanillae 20,0
Spiritus (80proe.) 180,0
Aquae destillatae 270,0
Sirupi Aurautii Corticis 500,0.
Rp. Extracti Hamamelidis aquos. 0,2Olei Cacao 2,0.
Zu einem Stuhlzäpfchen.
TJngneiitum Hamamelidis (Brit).Ep. Extract. Hamamel. liquid. (Brit.), 10 ccm.Adipis Lanae hydrosi (Brit.). 90 g.
TJngnentnm Hamamelidis album.Ep. Liquoris Hamamelidis 10—25Adipis Lanae 90—76.
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Helenium.
Inilla Helenium L. (Familie der Compositae—Tubuliflorae—Innleae). Heimischvon Mitteleuropa bis Persien, vielleicht auch in Japan; häutig kultivirt. Bis 2 m hoch,Stengel aufrecht, gefurcht, oberwärts zottig. Blätter ungleich-gekerbt-gezähnt, unterseitsfilzig, die unteren länglich-elliptisch, in den Blattstiel verschmälert, die oberen herzeiförmig,stengelumfassend. Blüthenköpfe doldenrispig, Strahlblüthen weiblich, einreihig, Scheiben-blüthen zwittrig. Frucht kahl, vierkantig. — Verwendung findet die Wurzel:
Radix Helenii (Ergänzb.). Innla (U-St.). Radix lnulae s. Enulae. Rad. Ennlaecampanae. — Alantwurzel. Alant. Glockenwurzel. Helenenwurzel. Ottwurzel.Edelherzwurzel. — Rhizome d'aunöe offlcinale ou de grande aunee (GalL). — Ele-campaiie-Eoot. Horseneel-Root.
Beschreibung. Die Droge, die von dem unterirdischen Axentheil und derWurzel gebildet wird, kommt meist in geschälten Längsstücken, seltener in Querscheibenin den Handel. Sie ist bräunlich oder weiss, trocken von hornartiger Beschaffenheit, imBruch kurz und spröde, andernfalls zähe. Ungeschält zeigt die Droge aussen ein starkesPeriderm, Rinde und Holz sind durch das deutliche Cambium von einander getrennt undkaum strahlig. Im Holz kleine Gruppen von Gefässen und vereinzelt Faserbündel, in denMarkstrahlen desselben und der Rinde grosse schizogene Sekretbehälter, die einen Durch-messer von 200 fi erreichen und im Längsschnitt kuglig oder etwas in die Länge ge-streckt erscheinen. Sie enthalten in der frischen Wurzel gelbbraunen Balsam, in dertrocknen Droge Klumpen kleiner, farbloser Krystallnadeln. Im Parenchym der trockenenDroge Klumpen von Inulin.
Bestandtheile. 1—2 Proc. Alantöl, eine krystallinische, von flüssigem Oel durch-tränkte Masse. Dasselbe enthält Alantolacton C, 6 H 20 O a , das in Nadeln krystallisirt, diebei 76° C. schmelzen, Alantolsäure C^IL^Os, ebenfalls in Nadeln krystallisirend, die bei94 °C. unter Wasserabspaltung schmelzen, Alantol C 10 H 16 0, wahrscheinlich nur in ganzfrischen Wurzeln vorkommend, ist flüssig und siedet gegen 200°C, Helenin (Alant-kampfer) (C 6 H 9 0)x, krystallisirt in vierseitigen Prismen, die bei 94 °C. schmelzen. Fernerenthält die Droge 22—45 Proc. Inulin, dabei etwas Pseudo-Inulin C 1M H iea O ie , undInulenin C 12O H 104 O 1M .
Einsammlung, Aufbewahrung. Man sammelt die Wurzel im Frühjahr oderim Herbst, wäscht, spaltet und trocknet sie bei gelinder Wärme. 4 Th. frische Wurzelgeben 1 Th. trockne. Man bewahrt sie an einem trocknen Orte in Holzkästen; in Blech-büchsen wird die Wurzel durch Ausscheidungen von Alantkampher leicht unansehnlich.(Das nämliche beobachtet man bei Pillen und Latwergen mit Alantpulver.)
Anwendung. Nur noch selten bei Hustenreiz und Brustleiden als Aufgnss(10—15: 200), häufiger als Extrakt zu 0,5—2,0 in Pillen. Aeusserlich bei Krätze und dergl.