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2 (1920)
Entstehung
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Haematoxylon.

Gattung der CaesalpiniaceaeEucaesalpinieae.

Einzige Art: Haematoxylon Campechianum L. Heimisch von Mexiko bis zumnördlichen Südamerika, auch in Westindien; in Amerika und im tropischen Asien kultivirt.Baum mit paarig-einfach oder doppelt gefiederten Blättern, die Blätter wenig-jochig,Blättchen verkehrt-eiförmig. Nebenblätter zuweilen dornig. Blüthen klein, gelb, inachselständigen, lockeren Trauben. Verwendung findet das Holz:

Lignura Haematoxyli (Austr.). Haematoxyli Lignum (Brit). Haemntoxylos(U-St). Lignuin Campechianum. Lignum coeruleum. Campecheholz. Blattholz.Blanspäne. Blutholz. Schwarzes Brasilienholz. Bois de Campeche. Bolnd'Inde (Gall.). Logwood. Canipeachy-wood. Poach-wood.

Beschreibung. Kommt in den Handel in grossen, centnerschweren Blöcken undScheitern, die aussen blauschwarz, innen rothbraun sind. Es ist hart und schwer, aberleicht spaltbar, von schwachem, eigenthünilichem Geruch und etwas herbem und zugleichsüsslichem Geschmack. Spec. Gew. 0,91,0. Der Querschnitt lässt abwechselnd hellerennd dunklere Zonen erkennen und sehr nahe aneinander stehende, feine Markstrahlen.

Die Hauptmasse des Holzes besteht aus dickwandigen, verbogenen, zugespitztenLibriformfasern, die eine Länge von^ 2 mm und einen Durchmesser von 13 fi haben.Die Gefässe bilden kleine Gruppen, sie werden 170 /* weit und sind von ziemlich reich-lichem Parenchym begleitet, dessen Zellen meist Einzelkrystalle von Kalkoxalat führen'.Die Markstrahlen sind 27 Zellen breit, bis 40 Zellen hoch. Im Parenchym und in denGefässen gelbbraune bis rothbraune Massen.

Bestandtlieile. 912 Proc. Haematoxylin, ferner etwas ätherisches Oel,Harz, Gerbstoff, Asche.

Aufbewahrung. Für den pharmaceutischen Gebrauch eignet sich nur das nn-fermentirte Blauholz in der geschnittenen, pulverfreien, von den Drogisten alsverumQconcisnm" bezeichneten Form. Es als Pulver zu kaufen, ist nicht rathsam, dagegen sinddie groben Baspelspäne der Handelswaare zur Extraktbereitung und für Färbereizweckeverwendbar. Aufbewahrung: In Holzkästen.

Anwendung. Blauholz wird wegen seines Gerbstoffgehalts besonders bei Durch-fällen, als Abkochung oder in der Form des Extrakts gegeben und selbst von Kindern gutvertragen, ist deshalb auch für längeren Gebrauch besonders geeignet. Man pflegt dieWirkung durch Rothwein zu unterstützen. Dosis 0,51,5 mehrmals täglich im Dekokt(5,015,0:150,0). Die Abkochung ist blutroth und färbt eingenommen den Harn roth.

Bei Bereitung des Extraktes, von Aufgüssen und Abkochungen sind metallene Ge-räthe «u vermeiden.

Charta exploratoria Haematoxyllnl. Charta haematoxylinata. Blauholz-papier. Campeche- oder Haematoxylinpapier. 1) Man tränkt schwedisches Filtrir-papier mit Campecheholztinktur und trocknet es an ammoniakfreier Luft Das Papier istgelb und wird durch Alkalien violett. 2) Nach Diktkkich. 4 Th. geraspeltes Blauholarieht man 24 Stunden mit 100 Th. destillirtem Wasser aus, versetzt das Filtrat mit ver-dünntem Ammoniak, bis dunkel-blaurothe Färbung eintritt, und tränkt damit säurefreiesHandb. d. pharm. Praxis. II 1