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Erg.Bd. (1908)
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Zinci praeparata.

indifferenten Stoffe, etwa Milchzucker, herstellt und diese unter Vergleichung des Aromasmehr und mehr verdünnt.

2. Zum Nachweise von Petroleumvaseline verfährt man nach Dodge in derWeise, daß man die Zibetmasse nacheinander mit Aceton und Petroläther extrahiert,wobei die in Aceton unlösliche Petroleumvaseline von dem Petroläther aufgenommen wirdund demselben eine blaue Pluorescenz erteilt.

3. Den pulverigen Rückstand, deT nach dem Behandeln des Zibets mit den unter 2genannten Lösungsmitteln verbleibt, untersucht man mikroskopisch auf pflanzliche Stoffe,wobei besonders auf Bananenfruchtbrei zu fahnden ist, der häufig als Beimengung benütztwerden soll.

4. Zum Nachweise eines pflanzlichen Stoffes kohlehydratartiger Beschaffen-heit, der als Verfälschung mehrfach festgestellt wurde, empfiehlt Paeey den Zibetmit leichtem Petroläther zu behandeln, wobei das Verfälschungsmittel als durch-scheinende, gallertartige, in Wasser leicht lösliche Masse zurückbleibt. Diese verursachtnach dem Invertieren mit Salzsäure eine starke Reduktion der Fehlinö sehen Lösung.Die Menge des Zusatzes läßt sich durch Wägung des gut ausgewaschenen Petroläther-rückstandes annähernd feststellen, doch empfiehlt es sich, da letzterer nebenbei auch nochungelöste Haare u. dgl. (aus dem Zibet) enthält, die durch Inversion erhaltene Zucker-menge bei der Berechnung mit in angemessene Berücksichtigung zu ziehen.

Zibet ist ebenso wie Moschus Vertrauensartikel; man bezieht ihn am bestendurch bekannte, mit dem Artikel vertraute Importfirmen.

Verwendung findet Zibet nur noch in der Parfümerie (u. a. zur Herstellung vonJasminpomade).

[Zinci praeparata. <z u Bd. ns. 11511174.)

f Zinciim gallJCUm (subgallicum) bildet ein graugrünliches, unlösliches Pulverund enthält 44 Proz. Zinkoxyd. Es wird innerlich zu 0,030,25 g bei anormalen Gärungs-erscheinungen im Darm und bei Nachtschweißen und äußerlich bei Ekzemen in Pulveroder in Salben angewendet. Aufbewahrung: Vorsichtig.

ZinCUlTI OleiniClim. Ein weißes, haltbares Zinkoleat erhält man, wenn man dieberechneten Mengen Zinksulfat und Seife in wässeriger Lösung bei 85° mischt, dann schnellabkühlen läßt, auf einem Filter sammelt und nach dem Auswaschen trocknet. Nach demPulvern bildet es ein feines, weiches Pulver.

ZinCUm peroxydatlim siehe unter Zinkperhydrol S. 407.

f Zinciim phenylicum bildet ein weißes, in Wasser und Alkohol teilweise lös-liches Pulver. Es wird als Streupulver gegen Hautkrankheiten und in der Chirurgieangewendet. Aufbewahrung: Vorsichtig.

ZinCUm SteariniClim, Zn(C 18 H 36 0 2 ) 2 , stearinsaures Zink, bildet ein weißes, un-lösliches Pulver. Es wird bei Gonorrhöe zusammen mit 2 Proz. Menthol oder mit 30 Proz.Europhen vermischt zur Auskleidung der Urethra rmd zu Einblasungen in die Nase an-gewendet.

f ZinCUmSOZOJOdoliCUITl (Bd. I S. 112), Zincum dliodparaphenolsulionicum,Prüfung nach Ph. Helv.: Wird 1 g in Wasser gelöst und mit Schwefelammonium dasZink vollständig ausgefällt, so darf das Filtrat nach dem Eindampfen und Glühen einenwägbaren Rückstand nicht hinterlassen.

Flechtensalbe von Jürgensen in Herisau (Schweiz) soll bestehen aus Acid.Balicyl. 12,0, Acid. boric. 1,5, Pyoktanin. aur. q. s. bis zu lebhaft gelber Farbe (in Spiritusgelöst), Zinc. oxyd. 66,0, Ol. Jecoris 33,0.

Nizin wird sulfanilsaures Zink genannt, welches gelblich gefärbte, in Wasser lösliche,in Alkohol und Äther unlösliche Kristalle bildet und an Stelle von Zinksulfat bei Gonorrhöe usw.Anwendung finden soll.