Tachia. Talcum. Tamarindus.
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engstem Zusammenhange steht das ruhige, gleichmäßige und exakte Arbeiten der Maschine.Während nämlich bei einigen anderen Konstruktionen das Füllschiffchen zum Zwecke desFüllens der Füllöffnungen eine schlagende Hin- und Herbewegung machen muß, dreht sichdasselbe bei dieser Maschine mit seinen beiden Behältern ganz langsam um seine eigeneAchse und braucht zum Füllen kaum eine Viertelteildrehung hin und zurück zu machen.Ein weiterer Vorteil der Maschine soll darin bestehen, daß auf derselben auch Materialienklebriger, schmieriger und elastischer Beschaffenheit komprimiert werden können, was dadurcherreicht wird, daß die Preßstempel auf Federn ruhen, so daß das Material erst langsam zu-sammengeschoben wird, bevor es den eigentlichen Preßdruck empfängt.
Tachia.
Tachia guyanensis Aubl., Gattung der Gentianaceae-Gentianoideae-Tachiinae,
in Südamerika heimisch, dortselbst „Caferana" genannt, liefert Badix Tachiae guya-nensis, die als Tonicum und Antipyreticum in den Arzneischatz aufgenommen und inBrasilien offizinell ist.
Bestandteile und Anwendung. Peckolt fand in der Droge einen amorphenBitterstoff „Tachinin" und einen krist. Stoff, das „Caferanin", doch ist noch nichtfestgestellt, welcher dieser Stoffe als der Träger der neberwidrigen Wirkung der Drogezu gelten hat. Arzneiliche Verwendung findet die ganze Wurzel in Form von Tinktur(1 :ö), spirituösem Extrakt und Abkochung (10:500). Gute Erfolge wurden in derKinderpraxis besonders mit der Tinktur erzielt, von der bei Wechselfieber die folgendeMischung teelöffelweise gegeben wurde: Tinct. Tachiae 1—1,5 g, Sirup. Coffeae tost. 60 g.
Talcum. (z u Bd. n s. 332.)
Glättolin, ein Plättmittel, besteht aus 50 Teilen Talcum, 50 T. Carnaubawachs, etwasParaffin und 0,2 T. Benzaldehyd. (Zeenik.)
Tamarindus. (zu bi h s ioh )
Essentia Tamarindorum, Tamarindenessenz. Aus letzter Zeit sind hierzu fol-gende Vorschriften bekannt geworden:
I. Vorschrift des Berliner Apothekervereins: 330,0 Pulpa Tamarindor. depurat.,50,0 Fol. Senn. Alex. spir. extract. infundiere mit 2000,0 kochenden Wassers und lasse12 Stunden stehen. Hierauf koliere, presse den Rückstand leicht ab, koche die Kolatur ein-mal auf, koliere nochmals und dampfe bis zum Gewicht von 700,0 ein. 525,0 dieser Flüssig-keit neutralisiere genau mit Liq. Natr. caust. (ca. 90,0) und mische hinzu 100,0 Spiritus,100,0 Sir. simplex, 5,0 Tinct. Vanill. und den Rest von 175,0 der sauren Kolatur, lasse6—8 Tage absetzen und filtriere.
IL Vorschrift der hessischen Apothekervereine: 500,0 Tamarindenmus werdenmit 2500,0 kochendem Wasser gleichmäßig erweicht und etwa 10 Stunden stehen gelassen.Dann seiht man, ohne zu pressen, durch Sieb V ab und dampft die Seihflüssigkeit im Wasser-bade auf 1000,0 ein. Hierauf neutralisiert man 3 /^ Teile derselben mit der hinreichendenMenge Magnesiumcarbonat. Andererseits maceriert man 50,0 mittelfein zerschnittene Sennes-blätter, 2,0 gebrannte Magnesia mit 500,0 Wasser 24 Stunden lang, seiht ohne Pressung ab,setzt beide Tamarindenauszüge sowie auf je 500,0 verwendetes Tamarindenmus 2,0 Eiweiß zu,mischt gut durch und erhitzt zum Kochen, seiht durch Flanell und dampft im Wasserbadeauf 780,0 ein. Nach dem Erkalten fügt man eine Mischung aus 50,0 Pomeranzenschalen-sirup, 50,0 Weingeist, 50,0 weißem Sirup, 50,0 Zimtsirup, 12,5 Pomeranzenblütenwasser,2,5 Ingwertinktur, 5,0 Vanilletinktur zu, läßt einige Tage absetzen und gießt dann klar ab.
Diese Vorschrift hat auch mit ganz unwesentlichen Änderungen der LuxemburgerApothekerverein angenommen.
III. Fol. Sennae, Mannae calabrin. aa 20,0, infunde c. aqu. q. s. ad colatur. 400,0,Pulp. Tamarind. 200,0, coque c. infuso 400,0. In 400 g der Kolatur löse Natr. carbon. pur.12,0, füge zu Spirit. vin. 90 proz. 80,0, Mel. depurat. 150,0, Glycerin 20,0, Sirup, simpl. 70,0,Kognak 2,0. Nach dem Absetzen wird die Flüssigkeit dekantiert.