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Erg.Bd. (1908)
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553
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Pix.

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117 und 119°, schwankt aber je nach der Art des verwendeten Teers. Löslich bis zu10 Proz. in starkem Alkohol, Äther, Chloroform, Aceton, Terpineol, Collodium u. a. mitdunkelbrauner Farbe. Die Lösungen hinterlassen nach dem Verdunsten einen braunenelastischen Rückstand (Teerlack). Charakteristisch für das Präparat ist die leichte Löslich-keit in Laugen und verdünnten Scifenlösungen.

Anwendung. Das Pittylen ist wie der Teer indiziert bei subakuten und chroni-schen Ekzemen und anderen Hautkrankheiten. Man braucht es in Form von Streupulver,Pasten, Salben, Seifen, Pinselungen usw. Fabrikant: Dresdener Chemisches LaboratoriumLingkee in Dresden.

Anthrasol, eine Mischung gleicher Teile gereinigten Steinkohlen- und Wacholderteersmit einem Zusatz von Pfefi'erminzöl, ist ein leichtflüssiges, hellgelbes, in Alkohol, Aceton,fetten Ölen und flüssigem Paraffin lösliches öl. Es wird an Stelle von Pix liquida zu dermato-logischen Zwecken angewendet. Fabrikant: Knoll & Co. in Ludwigshafen a. Rh.

Anthrasolin wird eine 20 Proz. Anthrasol enthaltende Glycerinseife genannt, die vor-nehmlich bei Hauterkrankungen von Tieren Anwendung finden soll.

Antiherpin, ein Flechtenmittel, soll bestehen aus Pix liquida, Ol. Rapar. ää 100,0,Bals. Peruvian. 10,0. Fabrikant: J. Rösslek in Frechen b. Köln.

Fagacid ist ein aus Buchenholzteer isolierter, fester, in Alkalilaugen löslicher, schwarzerKörper, der als inneres Antisepticum sowie zur Darstellung von Seifen, Pflastern usw. äußer-lich angewendet wird. Fabrikant: Dr. H. Noeedlingee in Flörsheim a. M.

Geraudelpastillen gegen Husten, Schnupfen, Asthma usw., enthalten je 25 mg ge-reinigten norwegischen Teer.

Goudrogenin, Goudrogenine, wird ein in Wasser löslicher trockner Holzteer ausConiferenholz genannt. Eine Lösung desselben zeigt alle Eigenschaften des gebräuchlichenTeerwassers auch in bezug auf dessen bakterizide Wirkung.

Liquor carbonis detergens, Steinkohlenteerlösung. Für dieses Präparat sindaußer der in Bd. II S. 650 mitgeteilten noch folgende Vorschriften bekannt geworden:

I. Piois lithainthracis 1,0, Tinct. Quillayae 2.0. Nach 8 Tagen filtrieren; (Ergänzb. III).

II. 2 Teile Steinkohlenteer, 8 T. Quillayatinktur (Schweiz. Pharm.). III. Eine Lösung von60 g gewöhnlicher Harzseife in 11 Methylalkohol, die man bei 40° 18 Stunden mit 160 bis250 g Pix liquida maceriert, absetzen läßt und filtriert. IV. 160200 g Pix liquida(4 Fluidunzen) werden vorsichtig erwärmt, mit 1 1 Quillayatinktur (1 : 10) gemischt, absetzenlassen und nitriert. V. Steinkohlenteer 4 Teile, Quillayatinktur, Alkohol 90 proz. je 8 T.werden 14 Tage digeriert, absetzen lassen und filtriert. VI. Dresd. Vorschr.: Steinkohlen-teer 32,0, Quillayatinktur 76,0; nach 8 Tagen filtrieren. Als Desinfiziens gegen Ekzem usw.angewendet.

Liquor Liantrali saponinatus ist ein Auszug von Liantral (siehe Bd. II S. 650) mitQuillaya-Tinktur; ihm kommt dieselbe Wirkung zu, wie dem Liquor carbonis detergens, demer auch in der Zusammensetzung nahe steht. Fabrikant: P. Beieesdoef & Co. in Hamburg.

Obduktin für Pissoirs ist ein als Nebenprodukt der Steinkohlenteerdestillation ge-wonnenes Teeröl. (Unters.-Amt Ulm.)

Pissoiröl erwies sich als ein von Phenolen sorgfältig befreites Teeröl, Nebenproduktder Destillation des Steinkohlenteers, vom spez. Gew. 0,983 bei 15» C. (Breslauer Unter-suchungsamt. )

Pix SOlubilis ist ein wasserlöslicher Teer, den man durch Behandlung des Holzteersmit Schwefelsäure erhält. Mittelst Natronlauge wird der Säureüberschuß wieder entfernt.Fabrikant: Knoll & Co. in Ludwigshafen a. Rh.

Poths weiße Teerseilen sind aus von Pech befreitem Teer hergestellt. Die weißeTeerseife enthält 10 Proz. Teer, die Teerschwefelseife 8 Proz. und 5 Proz. Schwefel.

Radebeuler Sana-Seife ist eine Carbolteerschwefelseife von E. Viee & Co. in Radebeulbei Dresden.

Rheumapapier, welches Rheumatismus, Gicht und alle möglichen Schmerzen vertreibensoll, enthält pro Blatt durchschnittlich 4 g einer Pflastermasse aus Pech, Terpentin undWachs. (Beythien.)

Siderosthen-Lubrose. ein Anstrichmittel, welches als vorzügliches Schutzmittel desEisens gegen Rost, aber auch als inwendiger Anstrich gemauerter und abgeputzter Wasser-bassins empfohlen wird, erwies sich als eine Auflösung von ca. 70 Teilen Steinkohlenteer inca. 30 T. Leichtöl. (Breslauer Untersuchungsamt.)

Universal-Bräune-Einreibung und Diphtheritis-Tinktur Lamperts, besteht wahr-scheinlich aus einem mit Nelkenöl versetzten Gemische von Holzteer, Kreosot, Sprit undZucker. (Aufrecht.)

Urpin ist ein wasserlösliches Teerpräparat zur Stalldesinfektion.