Mentholum.
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VaMdol ist ein mit Menthol versetztes Menthylvalerianat.
Anwendung. Neuerdings als Prophylacticum gegen Seekrankheit empfohlen(10—15 Tropfen auf Zucker).
Validollim Camphoratum. Eine 10 proz. Lösung von Kampher in Validol. Schmerz-stillendes Mittel hei oariösen Zähnen, lokal angewandt.
Coryphinutn, Coryfin, Äthylglykolsäurementholester, Mentholum aethylglycoli-cum hat die Formel:
C 10 H 19 0-C<f
Mo
Darstellung. Man gewinnt es durch Einwirkung des Chlorides der Äthoxyessigsäure,das auf hekannte Weise hergestellt wird, auf Menthol und nachherige Reinigung durchDestillation im luftverdünnten Räume.
Eigenschaften und IdentitätsreaJction. Coryfin bildet eine farblose, nahezugeruchlose Flüssigkeit vom Siedepunkt 155° (bei 20 mm Druck). Nur schwierig löslich inWasser, leicht in Alkohol, Äther und Cloroform. Durch Ätzalkalien wird es in seine Kom-ponenten gespalten. Im Verseifungsrückstand kann die Äthylglykolsäure in Form ihresCu-Salzes nachgewiesen werden (Aufnahme des Rückstandes in Wasser, Abfiltrieren vonausgeschiedenem Menthol, Ansäuern des Filtrates mit verdünnter H 2 S0 4 , Versetzen mitKupfersulfatlösung und Zusatz des gleichen Volumens Alkohol; der hierdurch entstehendehellblaue Niederschlag ist äthylglykolsaures Kupfer). Coryfin verbrennt auf dem Platin-blech ohne Rückstand.
Anwendung. Man braucht das Coryfin in allen Fällen, in denen eine nicht zuschroffe, lang andauernde äußerliche Menthol Wirkung erwünscht ist; als Linderungsmittelbei Nervenkopfschmerzen, Katarrhen der Nase und des Rachens. Zum innerlichen Gebraucheignet sich am besten eine Lösung des Coryfins in gleichen Teilen Spiritus, äußerlich reibtoder pinselt man es rein auf. Fabrikant: Farbenfabriken vorm. Fb. Bayer & Co. inElberfeld.
Aufbewahrung.^ Gut verschlossen, vor Licht geschützt.
t Formanum, Forman, Chlormethylmenthyläther, C u H 21 0CI.
Darstellung. Durch Einwirkung von Formaldehyd auf Menthol bei Gegenwartgasförmiger Salzsäure:
C I0 H 19 OH + HCHO -f HCl = C 10 H 19 0 . CH 2 . Cl + H 2 0.
Eigenschaften. Farbloses, an der Luft rauchendes Ol. Siedep. 160—162° bei16 mm. a D 27 (in Chloroformlösung) = — 172,57°. Unter dem Einfluß von Wasser bzw.schon durch die Feuchtigkeit der Luft tritt Rückzersetzung ein in Menthol, Formaldehydund Chlorwasserstoff. Hierauf beruht die therapeutische Anwendung des Formans.
Anwendung'. Verdünnt mit indifferenten Lösungsmitteln wie Kiefernöl, Mandelöl,zur Inhalation bei katarrhalischen Affektionen der Luftwege, auch als imprägnierte Forman-watte oder direkt unter gleichzeitiger Verwendung eigens konstruierter Inhalationsgefäße.Formanwatte wird speziell gegen Schnupfen empfohlen, ebenso eine Formansalbe.
Aufbewahrung. Vorsichtig, vor Feuchtigkeit geschützt!
Mentholum CamphoriCUm, der Kamphersäure-Menthylester, eignet sich zur Be-handlung der Tuberkulose. Das Präparat bildet eine weiße, in Wasser, Chloroform undSchwefelkohlenstoff unlösliche Masse, löslich in Alkohol, Äther und fetten Ölen. Schmelz-punkt 86°, zersetzt sich nicht mit kaltem Wasser, während in Berührung mit heißemWasser Menthol abgespalten wird.
Salimenthol, Mentholum salicylicum, der Salicylsäureester des Menthols, eine gelbe,angenehm riechende Flüssigkeit, wird innerlich in Kapseln mit je 0,25 g oder in Formeiner 25proz. Salbe, die Samol genannt wird, bei infektiösen Erkrankungen, Zahnschmerz,Rheumatismus usw. angewendet. Fabrikant: Dr. D. Braus in Wien I.
Handb. d. pharm. Praxis. Ergänzungsband. "0