Dammar. Datura.
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eines Alkaloides besitzt und bei Behandlung mit Säuren in Glukose und Consolicin(Alkaloid) zerfällt. Die Wirkung des Consolidins wie des Consolieins ist eine das Zentral-nervensystem lähmende; letzteres wirkt dreimal stärker als ersteres. — Voubnazos hatebenfalls zwei Basen aus Cynoglossum isoliert; er nennt sie Cynoglossein (Schmelzp. 115»)und Cynoglossidin (Schmelzp. 138°) und sehreibt letzterem die Wirkung der Droge zu.Inwieweit die Körper Voüenazos mit denen erstgenannter Forseher identisch sind, bleibteine offene Frage.
Dammar. (zu Bd. i s. 1011.
Abstammung. Das offizineile Dammarharz soll nur von Dipterocarpeen (Hopea-
und Shorea-Arten) stammen. D. A.-B. IV macht als Stammpflanze Shorea Wiesnerinamhaft.
Eigenschaften. Nach neueren Untersuchungen von Busse und Feänkhl kommtdie (auch vom D. A.-B. IV angegebene) hellgelbe Farbe den Hopeaharzen zu, währenddie echten Shoreaharze eine mehr dunklere, rotgelbe Färbung zeigen. Völlig löslich sinddie echten Dammarharze nur in Chloroform, während beim Lösen in Schwefelkohlenstoffoder Äther mehr oder weniger Rückstand bleibt.
Prüfung. Für den Nachweis einer etwaigen Beimischung von Coniferen- (Aga-this-)-Dammar in echtem Dammar gebeu nach Busse und Fkänkel 1. die Löslichkeitin Chloroform und 2. die Ammoniakprobe (Bd. I S. 1012) sichere Anhaltspunkte.
Nach Mauch eignet sich zur Prüfung des Dammar auf fremde Harze SOproz.Chloralhydratlösung. Echte Dammarsorten von Dipterocarpeen geben unter Quel-lungserscheinungen nur gewisse Mengen an Chloralhydratlösung ab, dagegen lösen sichConif erenharze, u. a. Kaurikopal von Dammara australis Lamb., den man als„australisches Dammar" bezeichnet, darin vollständig auf. Echte Kopale (Zanzi-bar u. a.) schließlich lösen sich in SOproz. Chloralhydratlösung überhaupt nicht.
Zu erwähnen bleibt noch, daß man den Manila-Kopal von Dammara orien-talis Lamb. auch als „weißes Dammar" bezeichnet.
Verivendung. Bei Verarbeitung zu Lack bringt man Dammar zunächst zumSchmelzen, wodurch es löslich gemacht wird. Als gutes Lösungsmittel für das geschmolzeneHarz gilt eine Mischung aus Alkohol und Terpentinöl.
Datura. (zu Bd. i s. 1013.)
I. Datura Stramonium L.
Beschreibung. Für das Stechapfelblatt charakteristisch — zum Unterschiede vonden Blättern anderer Solaneen — sind bekanntlich Form und Anordnung der Calcium-oxalatkristalle. Nach Keaemee finden sich diese in den Blattstielen und Nerven sowohlin Form von Prismen, Pyramiden als auch Eosetten (Drusen), während die Blattsubstanzdie Prismen und Pyramiden ausschließlich rosetten förmig angeordnet führt. ImPulver findet man dementsprechend vorherrschend sternförmige, gelegentlich kubischeKristalle, ferner lange Palisadenzellen und die dickwandigen, drüsigen Haare.
Bestandteile. E. Schmidt fand neuerdings in den Blättern 0,4 Proz. Alkaloide,Feldhaus 0,39 Proz.
Verfälschungen. Bisher unbekannte Fälschungen der Stramoniumblätter sind amLondoner Markt beobachtet worden. Es handelt sich um die Blätter von Carthamushelenioides Desf., in Algier heimisch, und von Xanthium strumarium L. Diesen fehltzunächst der charakteristische Geruch. Die Blätter von Carthamus sind weitgezähnt,federartig geädert, lanzettförmig; die von Xanthium sind gestielt, eiherzförmig, gekerbt,dreinervig, wellig und rauh; ihr runder, rauher Stiel ist so lang wie das Blatt selbst.Unter dem Mikroskop sind erstere daran zu erkennen, daß ihnen die warzigen Ausbuch-