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Erg.Bd. (1908)
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Arsennm.

ist, ist ein sehr unbeständiges Salz, welches sich in wässeriger Lösung sehr schnell zersetzt,indem sich das Strychnin als solches ausscheidet. Dasselbe geht dann bei Gegenwart vonKakodylsäure auch nicht wieder in Lösung. Man bereitet deshalb etwa verordnete Lösungendes Salzes am besten ex tempore aus 1,05 g Natr. kakodylicum und 0,37 g Strychninsulfat,welche zusammen 1 g Strychninkakodylat entsprechen. Aufbewahrung: Sehr vorsichtig.

ff Arrhenalum. Arrhenal, Arsynal, Natrium arsinomethylatum, Natrium mono-methylarsenicicum, Monomethylarsensaures Natrium, Methyldinatriumarseniat,

/CH 3AsOf-ONa + 6H 2 0. Mol. Gew. 274,23.\ONa

Darstellung. Durch Einwirkung von Jodmethyl auf Natriumarsenit bei Gegen-wart von Alkali.

Eigenschaften. Prismen, an der Luft verwitternd, leicht mit alkalischer Reaktionlöslich in 2 Teilen Wasser, schwer löslich in Alkohol, unlöslich in Äther. Schmp. 130140°;nach dem Trocknen bei 120° schmilzt es bei ca. 300° unter Zersetzung.

Identifizierung. Das Arsen im Arrhenal (27,37 Proz.) läßt sich nachweisennach der Methode von Gutzeit: Beim Behandeln mit Zink und Schwefelsäure entweichenknoblauchartig riechende Dämpfe, die ein mit Silbernitratlösung getränktes Stück Filtrier-papier schwärzen; ferner durch die Probe von Marsh. Bettendokes Reagens erzeugt inder Lösung des Arrhenals sehr bald einen weißlichen, dann dunkel werdenden Nieder-schlag, der eine Zeitlang mit violetter Farbe in der Flüssigkeit verteilt bleibt und sichschließlich in braunschwarzen Flocken zu Boden setzt, um sich nach mehreren Stundenwieder zu lösen (Rosenthaler). Im übrigen gelingt der Nachweis des Arsens im Arrhenalerst nach Zerstörung des Molekülsmittels Salpeterschwefelsäure oder der Soda-Salpeterschmelze.Zum Unterschiede von Natrium kakodylicum (s. d.) gibt Arrhenal mit den meistenMetallsalzlösungen Niederschläge: Bleiacetat fällt weiß, Quecksilberchlorid ziegelrot, Mer-curonitrat weiß (Natriumkakodylat erst weiß, dann gelbgrün), Kupfersulfat grünlich, Chlor-calcium weiß, und zwar erst in der Wärme; Silbernitrat erzeugt einen weißen, in Salpeter-säure und in Ammoniak löslichen Niederschlag. (Arsenite würden damit eine gelbe, Arseniateeine braune Färbung geben.)

Prüfung. Die Lösung von 1 g Methyldinatriumarseniat in 20 ccm Wasser sollnach Zusatz von Ammoniummolybdatlösung beim Erwärmen im siedenden Wasserbade einengelben Niederschlag nicht geben. Versetzt man eine mit Salzsäure angesäuerte Lösungvon 1 g des Salzes in 20 ccm Wasser mit Natriumthiosulfatlösung und Schwefelwasserstoff-wasser, so soll der abgeschiedene Niederschlag rein weiß, nicht gelb sein. Die wässerigeLösung (1-j-19) soll nach dem Ansäuern mit Salpetersäure durch Silbernitratlösung höchstensschwach opalisierend getrübt, nach dem Ansäuern mit Salzsäure weder durch Bariumchlorid-lösung noch durch Schwefelwasserstoffwasser verändert werden. Zur quantitativenBestimmung titriert man die wässerige Lösung- des Salzes mit n/1 Salzsäure unter Ver-wendung vonRosolsäure als Indikator, lccm n/1 HC1=0,29222 g O As(CH 3 )(0Na) 2 + 6H 2 0:

/CH 3 /CH 3

0=Asf-ONa+HCl = NaGl+0Asf-ONa

\ONa \OH

alkalisch gegen Kosolsäure. neutral gegen Rosolsäure.

Anivendung. An Stelle des Natriumkakodylats; es soll den Verdauungstractusminder belästigen als dieses, auch soll der Atem nach dem Gebrauche des Salzes nicht denunangenehmen Knoblauchgeruch zeigen. Dosis: 0,0250,1 g täglich, innerlich oder subkutanin wässeriger Lösung.

Aufbewahrung. Sehr vorsichtig.

f Arsylin ist eine Arsen-Phosphor-Eiweißverbindung (gewissermaßen Arsen-Protylin)mit 0,1 Proz. Arsen und 2,6 Proz. Phosphor. Es ist ein gelblichweißes, geruchloses, inWasser unlösliches Pulver von schwach saurem Geschmack, dessen Verdauung bzw. Re-sorption erst im Darm erfolgt. Es wird als Roborans in Dosen von 3 bis 4 mal täglich

IL,