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Erg.Bd. (1908)
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5
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Aeidum acetylo-salicylicum.

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erkalten und fügt einige Tropfen Phenolphthalein zu, so sollen bis zum Verschwinden derRotfärbung 38,6 bis 38,9 com n / 10 Salzsäure verbraucht werden.

Spiraein Knapp werden von Dr. Th. Knafp in Basel, Jura-Apotheke, Tabletten ausAcetylsalicylsäure genannt.

Vegetabilische Gicht- und Rheumatismuspastillen nennt die Salomonis-Apothekein Dresden-A. Pastillen, die Urosin, Lithiumzitrat, Aspirin und Citronensäure enthalten.

ÄCOpyrin, Acetopyrinum, Antipyrinum acetylosalicylicum, acetylsalizly-saures Phenyldimethylpyrazolon, ist ein weißes, kristallinisches Pulver, Schmp. 63bis 65°, leicht löslich in Alkohol und Chloroform, schwer löslich in Äther; löslich in 30 Teilenheißen und 400 I. kalten Wassers und in 5 T. Kognak. Es gibt mit Eisenchlorid eineblutrote Färbung, welche durch konzentrierte Schwefelsäure in Hellgelb übergeht. Mangibt bei akutem Gelenkrheumatismus und als Antipyreticum mehrmals täglich 0,5 g.Fabrikant: Chemische Fabrik von Heyden in Radebeul bei Dresden.

Chininum acetylosalicylicum, c 20 h 34 n 2 o 2 c 6 h 4 oc 2 h 3 ocooh, bildet weiße

Nadeln von bitterem Geschmack. Schmp. 157°; in Wasser sehr schwer, in Weingeist2,5 : 100 löslich.

Zur Darstellung löst man molokulare Mengen Chinin und Acetylsalicylsäure, also378,0 des ersteren und 180,0 der letzteren, getrennt auf, mischt beide Flüssigkeiten undüberläßt die Mischung 12 Stunden sich selbst. Darauf sammelt man den erhaltenen Nie-derschlag, wäscht mit Äther und trocknet an der Luft.

Anwendung. Als Antipyreticum, Dosis 0,5 g.

MethylRhodin" ist Acetylsalicylsäure-Methylester (Methylaspirin), der innerlich alsAntirheumaticum Anwendung finden soll.

Phenylum acetylosalicylicum, Vesipynn, Acetyi-Saloi

Mol.-Gew. = 286,12.

Darstellung. Durch Acetylieren von Salol.

Eigenschaften. Weißes Pulver von schwachem, an Essigsäure erinnerndem Ge-rüche und fast ohne Geschmack. Schmp. 97°. Unlöslich in Wasser, leicht löslich inAlkohol und in Äther. Werden 0,5 g Vesipyrin mit 10 com n/ 1 Natronlauge drei Minutenlang gekocht und das Filtrat mit 10 com n^ Salzsäure angesäuert, so scheiden sich beimErkalten nadelige Kristalle von Salicylsäure aus; die Flüssigkeit besitzt den Geruch nachCarbolsäure.

Prüfung. Werden 0,2 g Vesipyrin in 5 ccm Weingeist gelöst, so soll diese Lösung'auf Zusatz eines Tropfens Ferrichloridlösung sich nicht verfärben. Werden 0,5 g Vesipyrinmit 10 com Wasser gekocht, so soll das Filtrat neutral reagieren und beim Eindunsteneinen wägbaren Rückstand nicht hinterlassen.

Anwendung. In Dosen von 1 g dreimal täglich an Stelle des Salols, dessenschädliche Nebenwirkungen, die auf seine Phenolkomponente zurückgeführt werden, durchEinführung der Acetylgruppe kompensiert werden sollen, da Essigsäure von einigenAutoren als Antidot bei Carbolsäurevergiftungen empfohlen wurde.

Aspirophefl, nach Angabe der darstellenden Fabrik acetylsalieylsauresPheno koll vom Schmp. 200°, ist überhaupt keine einheitliche chemische Verbindung, sondernein Gemisch aus molekularen Mengen freier Salicylsäure (37 Proz.) und Monacetylphenokoll(63Proz.). (Zekxik.)

Monacetylphenokoll,C 6 H 4 <^ 2 ^ 5 0CH jjjj.coCH kristallisiert in feinen Nadelnvom Schmp. 205°. Empfohlen bei Rheumatismus, Ischias, Influenza, Neuralgie, Gicht inDosen von 1 g 25 mal täglich, bei Migräne 1-2 mal 1 g, Kindern 0,5 g.

TT PnthlSOpyrin, gegen das sogen. Konsumationsfieber der Tuberkulösen empfohlen,enthält Aspirin, arsenige Säure und Kamphersäure. Fabrikant: Simons Apotheke in Berlin.Sehr vorsichtig aufzubewahren.