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2 (1902)
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Zincum.

benutzen, am häufigsten benutzt man Zinkblech; am meisten zu empfehlen aber ist dieVerwendung von Zinkdraht, da dieser nicht mehr als Spuren von Arsen enthalten kann.

Nachweis und Bestimmung. Die Salze des Zinks mit ungefärbten Säurensind farblos. Die neutralen Salze des Zinks reagiien, wenn sie in Wasser löslich sind,gewöhnlieh gegen Lackmus sauer. In der Hitze werden die Zinksalze, die sich von flüch-tigen Säuren ableiten, unter Abscheidung von Zinkoxyd zersetzt. Doch erfolgt diese Zer-setzung des Zinksulfats nur schwierig, während das Zinkchlorid in der Hitze fluchtig ist.

A) Man erkennt das Zink in seinen Salzlösungen durch folgende Reaktionen:1) Kali- oder Natronlauge fällen weisses Zinkhydroxyd Zn(OH) 2 , welches von einemUeberschuss dieser Laugen wieder gelöst wird. Versetzt man diese klare alkalische Lösungmit Schwefelwasserstoffwasser, so wird weisses Zinksulfid gefällt. 2) Ammoniak-flüssigkeit fällt aus Zinksalzlösungen, welche nicht zu viel freie Säure enthalten, weissesZinkhydroxyd, leicht löslich im Ueberschuss der Ammoniakflüssigkeit. Aus der klarenammoniakalischen Lösung fällt alsdann Schwefelwasserstoffwasser weisses Zinksulfid.

3) Natriumphosphat fällt weisses Zinkphosphat, leicht löslich in Ammoniakflüssigkeit.

4) Natriumkarbonat fällt weisses basisches Zinkkarbonat; bei Abwesenheit von Ammon-salzen ist die Fällung vollständig. 5) Ferrocyankalium fällt weisses Zinkferrocyanid,schwer löslich in Salzsäure. 6) Schwefelwasserstoff fällt das Zink aus einer Lösung,welche hinreichende Mengen freier Salzsäure enthält, nicht. Aus essigsaurer Lösung(welcher noch Natriumacetat zugefügt wird) fällt weisses Zinksulfid, unlöslich in Essigsäure,löslich in Salzsäure. 7) Schwefelammonium fällt das Zink aus seinen neutralen,alkalischen oder ammoniakalischen Salzlösungen quantitativ als weisses Zinksulfid, unlöslichin Essigsäure, löslich in Salzsäure. 8) Erhitzt man vor dem Löthrohr auf Kohle einGemisch von Zinkoxyd (oder von einem Zinksalz) mit Soda im Reduktionsfeuer, so erhältman einen Beschlag (kein Metallkorn), welcher heiss gelb, nach dem Erkalten aber weissist. Befeuchtet man diesen Beschlag mit Kobaltnitratlösung und erhitzt heftig in derLötbrohrflamme, so färbt er sich schön grün.

B) Man bestimmt das Zink entweder als Zinkoxyd oder als Zinksulfld.

a) Als Zinkoxyd. Man versetzt die zum Sieden erhitzte Lösung, welche keinanderes durch Natriumkarbonat fällbares Salz und auch keine Ammoniaksalze enthaltendarf, mit einem kleinen Ueberschuss von Natriumkarbonatlösung, kocht einmal auf, lässtabsetzen und filtrirt den Niederschlag ab. Man wäscht mit heissom Wasser aus, bis eineProbe des Filtrats beim Verdampfen keinen Rückstand hinterlässt, und trocknet den Nieder-schlag. Hierauf entfernt man ihn thunlichst vom Filter (!); letzteres tränkt man mit einerLösung von Ammoniumnitrat und verbrennt es möglichst in der Spitze der Flamme. Dannbringt man den Niederschlag zu der Filterasche und glüht bis zum konstanten Gewicht.Das Glühen kann im Tiegel aus Platin oder Porcellan erfolgen. ZnO x 0,80247 = Zn.

b) Als Schwefelzink. Man wählt diese Form der Bestimmung besonders dann,wenn in der Lösung viel Ammonsalze zugegen sind. Man versetzt entweder die ammo-niakalische Lösung mit einem massigen Ueberschuss von Schwefelammonium oder mansättigt die mit Essigsäure angesäuerte und mit hinreichenden Mengen von Ammoniumacetatversetzte Lösung mit Schwefelwasserstoff. In beiden Fällen lässt man im geschlossenenKolben absetzen, wäscht den Niederschlag 23 mal mit Chlorammonium enthaltendemSchwefelwasserstoffwasser durch Dekanthiren, schliesslich auf dem Filter (unter Bedeckungdes Trichters) mit Schwefolwasserstoflwasser aus. Nach dem Trocknen trennt man denNiederschlag möglichst vollständig vom Filter, tränkt dieses mit Ammoniumnitratlösung,verbrennt es in der Spitze der Flamme, bringt Filterasche -f- Niederschlag in einen Rose'-schen Tiegel, giebt etwas reinen Schwefel hinzu und erhitzt bei sehwacber Rothgluth imWasserstoffstrome (vergl. S. 86). ZnS X 0,6701 = Zn. Oder man löst das noch feuchteZinksulfid in Salzsäure, wäscht das Filter zunächst mit Salzsäure, dann mit heissem Wassernach, vertreibt den Schwefelwasserstoff durch Erhitzen, fällt aus der salzsauren Lösungdas Zink mit Natriumkarbonat als Zinksubkarbonat und bestimmt es als Zinkoxyd nach a.

Antiseptin. Zincuin boro-tlivmolicnm von Apoth. Radlauek. Eine mechanischeMischung aus 85 Th. Zinksulfat, 2,5 Th. Thymol, 2,5 Th. Zinkjodid, 10 Th. Borsäure.

Insekten-Vertilgungsmittel von G. Calov in Koschentin. Gemisch von Zink-staub 85, Magnesiumkarbonat 15,0 mit 12 Proc. Insektenpulver.

Oleatum Zinci (U-St.). In 950 g Oelsäure siebt man unter Umrühren und in kleinenPortionen 50 g Zinkoxyd. Nach dem Durchmischen setzt man einige Stunden zur Seiteund erwärmt alsdann im Wasserbade unter Umrühren bis zur Auflösung.

Setd's säurefreies Lötlmasser für Zink. Besteht aus einer wässerigen Lösungvon Cadmiumchlorid.

Schwarzbeize für Zink. 40 Th. Kaliumchlorat (KC10 3 ) und 100 Th. Kupfersulfatwerden in 500 Th. heissem Wasser gelöst, diese Lösung wird nach dem Erkalten filtrirt.