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2 (1902)
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Zedoaria.

Fruchthülle eiförmig, zerstreut mit geraden, an der Spitze hakenförmigen, kahlen, gelbenStacheln besetzt, dazwischen kurzhaarig und drüsig.

Kraut und Früchte (Herta und Seinen Lappae minoris) verwendet man alsDiureticum und gegen Skropheln, die Wurzel als Diaphoreticum. Neuerdings sind dieBlätter als Mittel gegen Blutungen nach der Enthindung empfohlen. Die Früchte sollenein Glukosid: Xanthostrumarin und ein Alkaloid enthalten, ferner 15 Proc. fettes Oel.

II. Xanthilim SpinoSlim L. Wahrscheinlich in Südamerika heimisch, neuerdingsals Unkraut weit verbreitet. Blätter im Umriss eiförmig, dreilappig, mit längerem Mittel-lappen, seltener ungetheilt, unterseits weissfilzig. Stengel am Grunde der Blattstiele mit1 oder 2 starken dreitheiligen Stacheln. Frnchthüllen oft einzeln, länglich-elliptisch, gelb-bräunlich, ziemlich dicht mit dünnen, geraden, an der Spitze hakenförmigen Stacheln be-setzt, daselbst kurzhaarig.]

Das Kraut soll harn- und schweisstreibend wirken, in Bussland ist es gegen Hunds-wuth empfohlen.

Zedoaria.

lihizüina Zedoariae (Germ. Helv.). Radix Zedoariae (Austr.). Zitwerwurzel.Zittwer. Zedoaire longue et ronde (Gall.). Zedoary-root.

Ist das meist in Scheiben zerschnittene und getrocknete Bhizom derCurcuma Zedoaria RosCOe (Zingiberaceae-Hedychieae). Die Heimath derPflanze ist unbekannt, man kultivirt sie auf Ceylon und bei Bombay.

Beschreibung. Das Bhi-zom ist handförmig verzweigt, an-geschwollen, ebenso schwellen dieEnden der Wurzeln knollenförmigan. Nur die Scheiben des Bhi-zoms bilden in der Begel die Droge,selten kommen die kleineren, rund-lichen Knollen der Wurzel vor.Die Scheiben haben bis 4 cmDurchmesser, über 1 cm Dicke.Die Farbe ist grau, im Innernhellgrau. Zu äusserst ist die Drogevon einem dünnen Periderm be-deckt. Das Parenchym enthältreichlich Stärke in Körnern, dieflach scheibenförmig, von eiförmi-gem Umriss sind, die eine Seite,in der sich der Nabel befindet,ist vorgezogen (Fig. 210). EineAnzahl von Parenchymzellen istzu Sekretzellen umgewandelt. DieEndodermis besteht aus im Querschnitt nahezu quadratischen Zellen. Die Gefässbüudelsind kollateral, sie sind zuweilen von einigen dünnwandigen Bastfasern begleitet.Geruch und Geschmack bitterlich gewürzhaft, an Kampher erinnernd. Im Pulver fallenbesonders die Stärkekörnchen als charakteristisch auf.

Sestandtheile nach König: Wasser 16,39 Proc, stickstoffhaltige Substanz10,83 Proc, ätherisches Oel 1,12 Proc, Fett 2,46 Proc, Zucker 1,18 Proc, Stärke49,90 Proc, stickstofffreie Extraktstoffe 8,89 Proc, Bohfaser 4,82 Proc, Asche4,41 Proc. Das ätherische Oel ist dicklich, in dünner Schicht grünlich, in dicker grün-schwarz. Spec. Gew. 0,991,01. Es enthält Cineol.

Fig. 210. Stärke aus Bhizoma Zedoariae. + Körner von der Seiteo Körner halb aufgequollen. 430 mal vergrössert.