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Veratrum.
Antidote. Befindet sich das Gift noch unresorbirt im Magen, Auspumpen mitstarker Gerbsäurelösung; nach der Kesorption gegen die Durchfälle Opium, sonst Excitantien,wie Champagner, Kampher, Aether, Moschustinktur.
tt Olcatnin Veratrinae (TJ-St.). Spiritns Veratrini H. E. Richter.
Veratrini 2,0 E P- Veratrini 0,5
Acidi oleinici 98,0. Chloroform« 10,0
Spiritus 50,0.
Pilulae Tcratrini Magendie. Unguentum. antisciaticum Oppolzer.
Rp. Veratrini 0,1 Rp. Veratrini 0,5
Amyli Adipis suilli 25.0.
Gummi arabici ää 1,5 Zum Einreiben bei Ischias und Lumbago.
Rp.
Aquae q. s.
Fiant pilulae No. 40, obdueendae Argento foliato.Jede Pille enthält 0,0025 g Veratrin.
Pilulae Veratrini compositae Aran.Rp. Veratrini
Extracti Opii ää 0,1Gummi arabiciAmyli ää 1,5
Aquae q s.
Fiant pilulae No. 30, obdueendae Argento foliatoJede Pille enthält 0,0033 g Veratrin.
Pilulae Veratrini Wunderlich.Rp. Veratrini 0,15 (!)
Radicis LiquiritiaeSucci Liquiritiae ää 1,5.
Fiant pilulae No. 30. Jede Pille enthält 0,005 gVeratrin.
Unguentum Veratrini.
I. Form. Berol.Rp. Veratrini 0,25
Olei Olivae 0,5
Adipis suilli 25,0.
II. Hamb. Vorschr.Rp.
Rp.
Rp.
Veratrini
1,0
Olei Ricini
1,0
Adipis suilli
48,0.
III. Brit.
Veratrini
0,5
Acidi oleinici
2,0
Adipis suilli
22,5
IV. TJ-St.
Veratrini
4.0
Olei Olivae
6,0
Adipis benzoati
90,0
Yeratrum.
Gattung der Liliaceae — Melanthioideae — Yeratreae.
I. Veratrum alblim L. Heimisch auf den Gebirgen Europas und Nordasiens. Stengelbis 1 m hoch, untere Blätter elliptisch, stumpf, mit sehr langer Scheide, die oberen Blätterallmählich kurzscheidiger, schmäler und spitzer, zuletzt lanzettlich und in die Deckblätterdes Blüthenstandes übergehend. Blätter am Stengel spiralig, nicht gegenständig, wie beiGentiana lutea, mit der die nicht blühende Pflanze leicht verwechselt werden kann.Blüthenstand eine endständige, aus Trauben zusammengesetzte Bispe. Perigon innen weiss,aussen an der Basis grünlich, unregelmässig kraus gezähnelt, am Rande des Grundesbeiderseits mit einem drüsigen Streifen. Liefert im Rhizom mit den Wurzeln:
-|- Rhizorna Veratri (Germ. Helv.). Radix Hellebori albi s. Veratri alfoi-Weisse Meswurzel. Germerwurzel. Krätzwurzel. — Souche d'hellebore blanc(Gall.). — White Hellebore.
II. Veratrum Viride AitOn. Heimisch in Nordamerika von Kanada bis Georgien,auch in Asien am Amur. Bis 2 m hoch. Blüthen grün, Aehrenstand lockrer wie von t,Blätter zugespitzt. Staubblätter fast so lang wie die Perigonabschnitte, die spitz lanzett-lich sind. Gilt meist als Varietät von I. : VaT. Viride Baker. Liefert ebenfalls in»Rhizom mit den Wurzeln:
■?• Rhizoma Veratri viridis seu Americanae. Veratrnm viride (TJ-St.). —American Hellebore.
Beide Drogen sind in Aussehen, Bau und den Bestandteilen nicht verschieden(vergl. S. 1115).
Beschreibung. Das Rhizom wird bis 8 cm lang, bis 2,5 cm dick, es ist von schwarz-brauner Farbe, mit 10—12 Ringelungen, von denen jede dem Zuwachs eines Jahres ent-spricht. Dazwischen kann man an der aufgeweichten Droge die Narben der Blätter er-kennen. Unten ist das Rhizom durch Abfaulen abgerundet, oben gewöhnlich mit einemSchopf der Reste der abgeschnittenen Blätter und des Stengels versehen. Wenn die Pflanzegeblüht hat, entwickelt sich eine (selten zwei) Seitenknospen weiter, die dann nach