Urina.
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Tyrosin. Krystallisirt in feinenjN adeln, die sich zu sternförmigen, büschel-förmigen und garbenartigen Gebilden zu-sammenlegen (Fig. 198). Unlöslich in Es-sigsäure, löslich in Ammoniak und in Salz-säure.
Hippursäure. Scheidet sich imSediment nur selten aus und zwar in rhom-bischen Prismen oder Nadeln (Fig. 199).Unlöslich in Essigsäure, löslich in Am-moniak; giebt nicht die Murexidreaktion.
Organisirte.
Erythrocyten, Bothe Blut-körperchen. Treten im Harn meist ein-zeln auf, nur bei grösseren Blutungen er-
Fig. 201. Epithelien der Harnwege.
scheinen sie geldrollenförmig zusammenge- a Nierenbecken. b Harnleiter, c Harnblase, ä Ausfüli-lagert. Kreisrunde, blutrothe Scheiben i™gsgang der Vorsteherdrüse. 350fache lineare Ver-oiit Delle, ohne Kern; sie werden durch grösserung. Nach Leniiaktz.
Zusatz von 2procentiger Essigsäure bis zum Unsichtbarwerden aufgehellt. Häufig zeigensie auch gezackte Bänder (sog. Stechapfelform) (Fig. 200). — S. auch Sanguis, S. 813.
Leukocyten. Haben keine bestimmte Gestalt, da sie durch die Kontraktilität ihresi rotoplasmas die Form verändern. Meist runde, blasse Bläschen von wechselnder Grösse,öie färben sich auf Zusatz von Jodjodkalium mahagonibraun und kommen in kleinerermenge im Schleim, in grösserer Menge im Eiter vor.
_ Eiterkörperchen. Vereinzelt fast in jedem Harne vorhanden, in grösserer Mengebei entzündlichen Processen der Harnwege. Blasse, stark lichtbrechende, runde, bisweilenauch gezackte Scheiben von etwa doppelter Grösse wie die rothen Blutkörperchen Auf£usatz von 2procentiger Essigsäure treten deutlich ein bis mehrere Kerne heraus. Diese■^erne sind besonders leicht durch Färben mit Anilinfarben zu erkennen. — Versetzt manaas Sediment (!) von eiterhaltigem Harn mit Kalilauge, so entsteht beim umrühren eineaurensichtige, fadenziehende Masse, bei wenig Eiter eine schleimige Flüssigkeit (DoNträ'scheÄlterprobe). Jeder eiterhaltigo Harn enthält auch Eiweiss.
x. E P ithelzeIlen - Vereinzelte Epithelzellen sind in jedem Harn vorhanden Vonweichen Organen die Epithelzellen herrühren, dies zu bestimmen ist bisweilen möglich,Bisweilen schwierig, bisweilen unmöglich. Jedenfalls ist dieser Theil der Untersuchungeinem medicimsch (bez. histologisch) gebildeten Sachverständigen zu überlassen (Fig. 201).
Fig. 202.
Fig. 203.
Harneylinder. Walzenförmige Gebilde von verschiedener Länge und Dicke dienamentlich im Harne Nierenkranker auftreten. Man unterscheidet drei Arten dieserZylinder.
. a) Hyaline Harncylinder (Fig. 202 h). Homogen, glashell, meist gerade, seltenerleicht gebogen, von verschiedener Länge und Breite. Um diese Gebilde leicht'zu sehen