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2 (1902)
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1090
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Urina.

Tanbet's Reagens auf Eiweiss. 3,32 Th. Kaliumjodid, 1,35 Tb. Merkurichlorid,20 Th. Essigsäure, 10 Th. Wasser.

Zouchlos' Reagens auf Eiweiss. 10 Th. Rhodankalium, 100 Th. Wasser, 20 Tb.Essigsäure.

Albumosen, Hemialbumosen, Propepton. Zum Nachweis versetzt man 60 ecmHarn mit 30 ccm gesättigter Kochsalzlösung, säuert mit Essigsäure stark an, erhitzt zumKochen und filtrirt siedend heiss. Sind Albumosen zugegen, so wird das Filtrat beimErkalten getrübt: ausserdem giebt das erkaltete Filtrat beim Zusatz von wenigen Tropfe»Kaliumferrocyanidlösung eine Trübung oder Fällung.

Pepton. 500 ccm Harn werden mit 10 ccm gesättigter (!) Natriumacetatlösungversetzt. Dann mischt man tropfenweise soviel Eisencliloridlösung hinzu, dass die Flüssig-keit blutroth erscheint, stumpft mit sehr verdünnter Natronlauge bis zur schwach saurenReaktion ab, kocht auf und filtrirt nach dem Erkalten. Im Filtrate darf jetzt wederEisen noch Eiweiss vorhanden sein (Prüfung durch Schwefelammonium und durch du'Salpetersänre-Kochprobe). Zum Filtrate fügt man 50 ccm Salzsäure (von 25 Proc.) undunter Umrühren so lange von einer sauren Lösung von Phosphorwolframsäure (200 gNatriumwolframat und 120 g Natriumphosphat werden in 1000 ccm Wasser gelöst: dieLösung wird mit 100 ccm konc. Schwefelsäure versetzt) hinzu, als noch ein Niederschlagentsteht. Diesen filtrirt man ab und wäscht ihn mit Sprocentiger Schwefelsäure. De 1noch feuchte Niederschlag wird mit einem Ueberschuss von festem Barythydrat verriebenund nach Zusatz von Wasser schwach erwärmt; bis die Grünfärbung in Gelb übergegangenist, schliesslich wird filtrirt. Aus dem Filtrat fällt man den Baryt durch einen kleinenUeberschuss von Schwefelsäure, dann engt man das Filtrat ein, macht es mit Natronlaugestark alkalisch und giebt tropfenweise dünne (1 : 40) Kupfersulfatlösung hinzu. Bei An-wesenheit von Pepton tritt rosa bis violette Färbung auf. Enthält der Harn Mucin, s0entfernt man dies durch Zugeben einer kleinen Menge von Bleiessig.

Mucin. Schleimstoff. Jeder normale Harn enthält geringe Mengen von Mucin!bei gewissen Krankheiten aber ist die Menge des gelösten Mucins vermehrt. Zum Nach-weis des Mucins wird der mit Wasser verdünnte und klar filtrirte Harn in der Kälte mitEssigsäure deutlich angesäuert. Bei Anwesenheit von Schleimstoff tritt eine deutlicheFällung auf, die durch Uebersättigen der Flüssigkeit mit Kali- oder Natronlauge ve i-schwindet, durch Ansäuern mit Essigsäure aber wieder zum Vorschein gebracht wird.

Acetessigsäure. Diacetsäure. Wegen des leichten Zerfalles der Acetessigsäureist es wichtig, dass der frisch entleerte Harn untersucht wird: Zu 1015 ccm defrisch gelassenen Harns setzt man tropfenweise verdünnte neutrale Eisenchloridlösung'Bei Anwesenheit von Acetessigsäure tritt bordeauxrothe Färbung ein, die auf Zusatz V er 'dünnter Schwefelsäure sofort verschwindet. Es ist zu beachten, dass gleiche oder ähn-liche Färbungen im Harn auch nach dem Gebrauch von Arzneimitteln (Antipyrin, Sähe/säure etc.) auftreten. Kocht man Acetessigsäure enthaltenden Harn, so tritt die Reaktioalsdann nicht mehr ein, während das Kochen auf das Eintreten der Reaktion bei degenannten Mitteln keinen Einfiuss ausübt.

Aceton. Enthält der Harn relativ viel Aceton, so fällt er durch obstartigen Genie iauf: Man versetzt 100 ecm Harn mit 2 ccm 30procentiger Essigsäure, destillirt u nteguter Kühlung (!) 70 ccm ab und prüft das Destillat in folgender Weise: a) Man vesetzt einen Theil mit einer Lösung von Jod-Jodammonium und soviel Ammoniak, o asnach einigem Stehen Entfärbung eintritt. Ausscheidung von Jodoform zeigt Aceton »"(Nähme man Jodjodkalium und Natronlauge, so würde auch mit Alkohol Jodoformbildun-,erfolgen.) (Gunning.) b) Man versetzt 10 ccm des Destillates mit 56 Tropfen fr* 8 .? :bereiteter Nitroprussidnatriumlösung und macht mit Natronlauge deutlich alkalisch. "Anwesenheit von Aceton färbt sich die Flüssigkeit rubinroth und verblasst allmählich n& c ^Gelbroth. Säuert man jetzt mit Essigsäure an, so entsteht karminrothe bis purpurrot 1Färbung, welche nach längerer Zeit durch Violett in Blau übergeht. (Legal's Acetonprobe-/

Ehelich's Diazoreaktion. 10 ccm Harn werden im Probirglase mit 10 c cW _Ehklichs Reagens und 2,5 ccm Ammoniakfiüssigkeit (10 Proc.) durchschüttelt. Bßi b.wissen fieberhaften Krankheiten entstehen gelbrothe bis rothe Färbungen der Flüssigkei ,welche sich besonders deutlich an der Färbung des Schaumes beobachten lassen. Im ".funde bezeichnet man die Färbungen als: eigelb, orange, rothorange, karniinro ischarlachroth.

Ehblich's Diazoreagens. A. Sulfanilsäure 5,0, Salzsäure (von 25 Fr° c ->50,0, destillirtes Wasser 1000,0. B. Natriumnitrit 0,5, destillirtes Wasser 100, >Zum Gebrauche mischt man 50 ccm von A mit 5 ccm von B.