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2 (1902)
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1072
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Urea.

der von den Krystallen abgegossenen Mutterlauge lassen sich durch Abdampfen und Bei*seitestellen noch farblose Krystalle absondern. Ausbeute gegen 57 Th.

Eigenschaften. Der Salpetersäure Harnstoff bildet luftbeständige, geruchlose,weisse, perlmutterglänzende, gauer reagirende Krystalle, von saurem Geschmack, löslich W8 Th. kaltem, in »/ Th. kochendem "Wasser, 10 Th. kaltem, 1 Th. kochendem Weingeist,weniger löslich in Salpetersäure haltendem "Wasser und Weingeist.

Anwendung. Man hat den salpetersauren Harnstoff in denselben Leiden wie denHarnstoff angewendet und zu 0,51,02,0 mehrmals täglich gegeben. Auch ist er a' sLösungsmittel der Blasonsteine aus Ammoniummagnesiumphosphat empfohlen worden.

Urol. Cliinasaurer Harnstoff. Harnstoffchinat. C,H 13 0 6 .2(CON ä H 4 ). Mol-Gew. = 312.

Darstellung. 100 Th. Chinasäure (1 Mol.) und 62 Th. Harnstoff (2 Mol.) werdeneinzeln in der erforderliehen Menge Wasser oder wässerigem Alkohol gelöst und die beidenLösungen vereinigt, wobei zu beachten ist, dass die Temperatur nicht mehr als 6070° l*betragen darf, da bei höherer Temperatur eine Zersetzung des Harnstoffes in Kohlendioxyuund Ammoniak stattfindet. Die Lösung wird im Vakuum zur Diekfiüssigkeit eingeengt,worauf beim Erkalten das obige Salz in grossen Krystallen sich ausscheidet.

Eigenschaften. Grosse farblose, etwas feucht aussehende Krystalle (sechskantig 0Säulen oder Tafeln) ohne Geruch, von sauersalzigem, etwas bitterlichem Geschmack. Schmelz*punkt 107° C. In Wasser und in verdünntem Alkohol sehr leicht löslich; die Lösungenreagiren sauer. Aus der koneentrirten wässerigen Lösung lässt sieh durch Zugabe starke 1Salpetersäure salpetersaurer Harnstoff ausfällen. Beim längeren Erhitzen der wässerige"oder verdünnt alkoholischen Lösung auf 70100° C. erfolgt Spaltung des Harnstoffes i uKohlendioxyd und in Ammoniak. Auch beim Erhitzen im Schmelzröhrchen über 107° *>hinaus tritt die gleiche Spaltung ein.

Prüfung. 1) Das Salz schmelze nach dem Trocknen auf einem Thonscherben i nlSchwefelsäure- oder Chlorcalcium-Exsiccator bei 107° C. 2) 0,5 g müssen auf dem Platin*bleche verbrennen, ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Aufbewahrung. Gege 11Feuchtigkeit geschützt.

Anwendung. Das Urol findet Anwendung bei Gicht, Harn- und Nierengries, über-haupt bei Krankheiten, welche auf harnsaurer Diathese beruhen. Von Noorden giebt e=in Tagesgaben von 26 g und zwar die eine Hälfte früh nüchtern, die andere Hälfte desAbends vor dem Zubettgehen jedesmal in etwa 200 ecm warmem Wasser gelöst.

Urea salicylica. Harnstoffsalicylat. Salicylsaurer Harnstoff. Ursal. CO>>Hi'C 7 H c 0 3 . Mol. Gew. = 198. Wird dargestellt, indem man Baryumsalicylat (oder Mag'nesiumsalicylat) mit Harnstoffsulfat oder -Oxalat in wässeriger Lösung umsetzt und <*Reaktionsprodukt zur Trockne dampft. Dem Trockenrückstand entzieht man das Harn*stoffsalicylat durch Auskochen mit Alkohol. , .

Farblose, bei 122° C. schmelzende Krystalle. Man verwendet das Ursal als Mitt egegen gichtische und rheumatische Leiden in Einzelgaben von 0,51,0 g mehrmals tag» 0 ' 1 '

Citrurea-Tabletten von Radlaeer. Lithii bromati 0,25, Ureae purae 0,25, Radici*Althaeae 0,3, Acidi citrici Spur.

Urisolvin. Gemisch von saurem Lithiumeitrat und Harnstoff. Weisses Pulver, 1°Wasser löslich, als harnsäurelösendes Mittel.

II. f Thiuretum SUlfoCarbol'lCUm. p-Phenolsulfosaures Thiuret. Thiuret.C 8 H,N 3 S 2 . C c H 4 (OH)S0 3 H. Mol. Gew. = 383.

Die freie Thiuretbase wird durch Oxydation von Phenyldithiobiuret mittels .Tod lBalkoholischer Lösung- dargestellt. Durch Auflösen der freien Thiuretbase in p-Phenolsnlto*säure erhält man das p-phenolsulfosaure Thiuret, welches als Thiuret schlechthin »> ezeichnet wird.

Eigenschaften. Das p-phenolsulfosaure Thiuret ist ein gelblich-weisses, sP eC "leichtes, geruchloses, krystallinisches Pulver von intensiv bitterem Geschmack. Es schmilzbei 215° C. und löst sich in 350 Th. Wasser von 15° C. In Alkohol, Aether und in Oelist es unlöslich. Die wässerige Lösung wird durch Eisenchlorid violett gefärbt. Dutcverdünntes Ammoniak entsteht in der wässerigen Lösung sofort eine voluminöse Fäll un =