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Thea.
C ie H 30 O.i, ferner Caprylsänre, Wachs, Haiz und als blasenziehendes Princip eine 0krystallisirenden Körper, der hei 87° C. schmilzt.
Verfälschung. Der Droge wird die Wurzel der mit ihr zusammen wachsenden.Ferula nodiflora L. beigemengt.
Verwendung. Ausschliesslich zur Herstellung des Harzes.
f Regina Thapsiae. Thapsiaharz. Resine de tuapsia (Gall.). Die Einde wir"zerschnitten, mit warmem Wasser gewaschen, getrocknet, grob gepulvert und hierauf zwei-mal mit q. s. 90proc. Weingeist durch Digeriren im Wasserbade ausgezogen. Man filtert,destillirt den Weingeist ab, wäscht das rückständige Harz mit warmem Wasser, bis diesesnichts mehr löst, und dampft zum weichen Extrakt ein. Es wird auch empfohlen, dasHarz mit Benzol zn extrahiren. Man hüte sich vor dem Spritzen der Auszage rnsGesicht etc. ,
Vorsichtig aufzubewahren. Innerlich wirkt es zu 0,01—0,04 abführend,äusserlich blasenziehend.
Das im Handel (speciell in Deutschland) erhältliche Präparat soll vielfach verfälschwerden mit Euphorbium und dem Harz der schwächer wirkenden Thapsia villosa u.Man hat in solchem Harz Cholesterin, Isovaleriansäure, Capronsäure, Angelica-säure, Euphorbon etc. aufgefunden. Nach K. Dieterich zeigt echtes Harz folgend®Konstanten: Wasser 7,48—10,34 Proc, Asche 0,16 — 0,415 Proc, in Petroleumätherlöslich 19,28—25,67 Proc, Yerseifungszahl dieses Auszuges 251,94—360,18, H>Alkohol löslicher Antheil 83,46—89,32 Proc., Verseifungszahl dieses Auszuges367,96—405,55, Gesammtverseifungszahl 336,3—384,47. Beim Arbeiten mit demHarz ist grosse Vorsicht geboten.
Sparadrap cum resina Thapsiae (Gall.). Emplastruin Thapsiae extensnii'-Sparadrap de thapsia ou d'onguent de thapsia. Thapsiapflaster. 420,0 g e i^ c fWachs, je 150,0 Colophonium, Fichtenharz und gekochten Terpentin (oder einfach 450,"Fichtenharz), 50,0 Lärchenterpentin schmilzt man, seiht durch Leinen, fügt 50,0 Glycermund 75,0 geschmolzenes Thapsiaharz hinzu und streicht, sobald die Masse gleichmässig g e '_worden, auf Leinwand. Man kann auch das Thapsiaharz mit dem Glycerin anreiben und de 1halberkalteten Pflastermassc zusetzen. Ein hautröthendes Pflaster. Von dieser Zusammen -setzung ist auch das Emplatre revulsif de Thapsia Dr. Boulleatj von Le PebdbieI"
II. Thapsia Silphium VlViani. Ebenfalls in Nordafrika heimisch. Soll »ochheftiger wirken.
Thea.
Folia Theae (Austr.). Thea Chinensis. Folia Theae Chinensis. — Theeblältei'-Thee. — Feuilles de the (Gall.). — Tea.
Thea Sinensis L. (Theaceae — Theeae), mit grosser Wahrscheinlichkeit heimischin Assam und auf der Insel Hainan, seit alter Zeit kultivirt in China und Japan, neuer-dings auch in Hinterindien (besonders Java), Ceylon, Vorderindien (Vorberge des Himalay a )>Australien, Kapland, Kaukasus, Brasilien. Für den Welthandel von Bedeutung sind nuidie Kulturen in China, Japan, Ceylon und Java. Die jährliche Produktion ist schwer 1™schätzen, in den Welthandel gelangen jährlich etwa 220 Mill. Kilo.
Einsammlung und Verarbeitung des Thees. In China liegt das Theegebiezwischen 25 und 38° nördl. Br., in Indien steigt es bis 2000 m ü.M. Man zieht in denKulturen die Pflanze meist als niederen Strauch, um das Sammeln zu erleichtern, das mder Regel dreimal in Jahre stattfindet und in China mit dem dritten Lebensjahre der Pflanzebeginnt. Für die besseren Sorten wird die Spitze der Zweige, bestehend aus der am Endebefindlichen Knospe unentwickelter Blätter und den nächsten 1—6 Blättern, mit demFingernagel abgekniffen oder abgepflückt. Am werthvollsten ist die Knospe mit dem erstenBlatt, das sie noch umhüllt oder aus dem sie schon herausgebrochen ist. Sie liefert dePecco. In Vorderindien und Ceylon pflückt man die Knospe mit den ersten zwei Blättern.Die folgenden Blätter (bis zum 4.) oder die Knospe mit dem schon freien ersten und dem
zweiten Blatt liefert ebenfalls noch gute Sorten: Pecco-Souchong, SouchongKongo. Diese Bezeichnungen stammen aus China und werden wohl ausnahmslos
undauch