Sulfonalum.
993
so
OH sOLE
" S0 2 C,H 5
Trional.
II. t Trionalum (Austi.). Methylsulfonal. Diäthylsulfonmethyläthylinethan.Methylsulfonalum (Germ). Trional (Gall). (CH s )(C 2 H 5 ):C:(S0 2 C 2 H 5 ) 2 . Mol. Gew. = 242.
Der Name Trional ist nach dem Vorhandensein von drei Aethylgruppen gebildet.
Darstellung. Diese erfolgt analog derjenigen des Sulfonals, d. h. Methyläthyl-keton und Aethylmercaptan werden durch Einleiten von gasförmiger Salzsäure zu dementsprechenden Mercaptol (CH 3 )(C a H B ): C : (SC 2 H 5 ) a kondensirt, worauf dieses alsdann durchKaliumpermanganat zu Trional oxydirt wird, welches man durch öfteres Umkrystallisirena »s siedendem Wasser im reinen Zustande erhält.
Eigenschaften. Farblose, glänzende, geruchlose Krystallt afein, bei 76° C. schmelzend,böslich in 320 Th. Wasser von 15° C, leichter in siedendem Wasser, leicht löslich inAlkohol und Aether. Die wässerige Lösung besitzt bitteren Ge-schmack und ist neutral. — Erhitzt man 0,1 g Trional mit 0,1 gHolzkohle in einem trockenen Probirrohre, so tritt widerlicher Mer-captangeruch auf, welcher lediglich beweist, dass eine organischeSchwefelverbindung vorliegt. — An Reaktionen ist das Trional ebensoai 'ni wie das Sulfonal selbst, ebenso zeichnet es sich wie dieses durch eine bemerkenswertheWiderstandsfähigkeit gegen Oxydationsmittel, z. B. gegen Kaliumpermanganat aus.
Prüfung. 1) Wird 1 g Trional in 50 ccm siedendem Wasser gelöst, so darf sichem widerlicher Geruch (Mercaptan, Mercaptol) nicht entwickeln. — 2) Die nach dem Er-kalten von den ausgeschiedenen Krystallen abfiltrirte Lösung von 1 soll weder durch^aryumnitratlösung (Schwefelsäure) noch durch Silbernitratlösung (Chlor) verändertwerden. — 3) Versetzt mau 10 ccm des Filtrates von 1 Tropfen Kaliumpermanganat-lösung (l : 1000), so soll nicht sofort Entfärbung eintreten (oxydirbare organische Ver-unreinigungen. — 4) 0,2 g Trional, auf dem Platinbleche erhitzt, sollen verbrennen, ohneeinen wägbaren Rückstand zu hinterlassen (anorganische Verunreinigungen).Aufbewahrtmg. Vorsichtig, Lichtschutz ist nicht erforderlich.Anwendung. Das Trional gleicht in seiner Wirkung im allgemeinen dem Sulfonal;es ist wie dieses ein Sedativum und Hypnoticum. Indessen hat es sich herausgestellt,dass es vor dem Sulfonal noch wesentliche Vorzüge besitzt: Es wirkt schon in kleineren«aben (1—3 g) hypnotisch, der Schlaf tritt rascher (oft schon nach 15 Minuten, durch-schnittlich nach etwa 1 Stunde) ein, Nebenwirkungen werden bei sorgfältiger Dosirungkaum beobachtet. Das Trional gilt als das vorzüglichste Mittel der Sulfonalgruppe. Höchst-gaben: pro dosi 2,0 g (Austr. Germ.), pro die (Austr. vakat) 4,0 g (Germ.).
III. f Tetronaluitl (Ergänzb.).Diätüylsulfondiäthylmethan. (C a H 6 ) 2 :C:(S0 2 C a H 6 ) 2 .Mol. Gew. = 256. Der Name ist nach den im Molekül enthaltenen vier Aethylgruppengebildet worden.
Darstellung. Diäthylketon wird mit Aethylmercaptan zu dem zugehörigen Mer-captol kondensirt und dieses mit Kaliumpermanganat oxydirt.
Eigenschaften. Farblose, glänzende, geruchlose Tafeln undBlätter, welche bei 85° C. schmelzen. Löslich in 450 Th. kaltem Wasser,leichter in siedendem Wasser, leicht löslich in Alkohol und ziemlichleicht in Aether. Die wässerige Lösung ist neutral und geschmacklos.Prüfung. Unter Berücksichtigung der Abweichung in Löslichkeit und Schmelz-punkt wie bei Sulfonal angegeben.
Aufbewahrung. Vorsichtig; Lichtschutz ist nicht erforderlich.Anwendung. Wie das Trional; doch wird dieses der leichteren Löslichkeit unddes milderen Geschmackes wegen dem Tetronal im allgemeinen vorgezogen. Höchstgaben:pro dosi 2,0 g, pro die 4,0 g (Ergänzb.).
Nachweis von Hämatoporphyrin im Harn. 30—50 ccm hämatoporpbyrin-ualtiger Harn wird mit alkalischer Chlorbaryumlösung (Gemisch gleicher Volumina kalt-gesättigten Barytwassers und lOproc. Chlorbaryumlösung) vollständig ausgefällt, der Nieder-schlag einige Male mit Wasser, dann einmal mit absolutem Alkohol gewaschen und mög-lichst abtropfen gelassen. Den feuchten Bückstand bringt man in eine kleine Reibschale,
Haudb. d. pharm. Praxis. II. 63
C ä H 5
:C;
S0 2 C 2 H BSO,G,H s
MäthylsulioiKliäthyl-raethan (Tetronal).