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Saooharum.
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Eigenschaften. Der reine Rohrzucker krystallisirt aus der wässerigen Lösung indurchsichtigen, harten, monoklinen Prismen, welche zwischen den Zähnen knirschen undbeim Zerschlagen ein bläuliches Licht anstrahlen. Sein spec. Gewicht ist bei 3,9» C.= 1.598. . . ,„
Der Zucker ist leicht löslich in Wasser, in absolutem Weingeist so gut wie unlos-üch, in verdünntem Weingeist je nach dessen Gehalt an Wasser leichter löslich. Die ge-sättigte wässerige Lösung enthält in 100 Theilen:
bei 0« 10» 20» 30» 40» 50» C.
65,0 65,6 67,0 69,8 75,8 82,7 Theile Zucker.
Bei Siedehitze ist der Zucker so ziemlich in jedem Verhältnisse in Wasser löslich.Die wässerige Lösung ist gegen Lackmus neutral und reducirt weder Fbhling sehe Losungnoch Wismutsalze in alkalischer Flüssigkeit. Die wässerige Lösung ist rechtsdrehend (r°).Die spec. Rechtsdrehung des Rohrzuckers bei 20» C. ist = + 66,67». Rohrzucker schmilztgegen 160» C. und erstarrt alsdann zu einer amorphen, glasigen Masse (Gerstenzucker),welche allmählich wieder kristallinisch und undurchsichtig wird. Gegen 200° C. erhitzt,geht der Zucker in eine braune, bitter schmeckende, hygroskopische Masse über (Ka-ramel), deren wässerige oder verdünnt - alkoholische Lösung als Zuckercouleur Ver-wendung findet. Bei höherer Erhitzung entweichen mit bläulicher Flamme verbrennendeDämpfe, und es hinterbleibt eine glänzend schwarze, sehr schwer verbrennliche Kohle(Zuckerkohle). Durch Erhitzen mit einigermassen konc. Salzsäure oder Schwefelsäureentstehen neben anderen Zerfallprodukten humusartige Substanzen. Durch konc. Kali-lauge wird Rohrzucker erst beim Erhitzen, Traubenzucker schon in der Kälte braungefärbt,
Direkt gährungsfähig ist Rohrzucker nicht. Wirken jedoch auf seine wässerigeLösung verdünnte Säuren oder gewisse Fermente (Invertin der Hefe) ein, so wird er in einGemisch von Dextrose und Lävulose zerlegt, und dieses Gemisch ist alsdann gährungsfähig.Mit verschiedenen Oxyden und Hydroxyden der Metalle vereinigt sich der Rohr-zucker zu verschiedenen ,,Saccharate : ' genannten Verbindungen, welche in der Regelnicht mehr süss und in Wasser, je nach ihrer Zusammensetzung, mehr oder weniger lös-lich sind.
Für den pharmaceutischen Bedarf verwende man: 1) Zur Bereitung des Zucker-pulvers eine gute Sorte Raffinade. 2) Zur Bereitung des weissen Zuckersirups ungeblauteRaffinade oder uugeblauten Krystallzucker. 3) Zur Bereitung der gefärbten Säfte kannman sich mit guten Sorten Melis benügen.
Prüfung. Die guten Sorten des heutigen Handels werden die Prüfungen stetsaushalten.
1) Der Zucker löse sich in 0,5 Th. Wasser ohne Hinterlassung eines Rückstandeszu einem farblosen (blanken), geruchlosen, rein süss schmeckenden Sirup. Farbstoffe,welche dem Zucker sehr häufig zugesetzt sind, bilden während der Aufbewahrung m denStandgefässen Bodensätze. Mangelhaft gereinigter Zucker besitzt einen eigentümlichen,s og. Melassegeruch. - Der Sirup muss sich mit Weingeist in jedem Verhaltnisse klarmischen; Abscheidungen könnten von Calciumsulfat, Schleim herrühren, indessen wirdman eine solche Verunreinigung nur höchst selten antreffen. - 2) Wässerige und wem-geistige Zuckerlösungen dürfen Lackmuspapier nicht verändern, anderenfalls sind alkä-ische oder saure Substanzen zugegen, was gleichfalls schwerlich oft der Fall seinwird. _ 3) Die öprocentige wässerige Lösung darf weder mit Ammomumoxalat- (Cal-eiumsalze), noch mit Silbernitrat- (Chloride), noch mit Baryummtratlösung (Sulfate)eine mehr als opalisirende Trübung geben. Auch dieser Forderung wird der Zucker durch-weg genügen, da die im Handel befindlichen guten Sorten (Raffinade) höchstens 0,1 Proc.Asche hinterlassen.
Die besten Kriterien für die Brauchbarkeit einer Zuckersorte sind: Geruch, Ge-schmack und das Verhalten beim Kochen des Sirupus simplex. Fällt dieser schön blank
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